FC Barcelona: Clásico-Gala im Supercopa-Finale gegen Real Madrid erst der Anfang - das Barça-Imperium schlägt zurück

Die Durststrecke des FC Barcelona ist Geschichte: Die Katalanen führten Real Madrid im Clásico des Supercopa-Finals teilweise vor (3:1) und holten ihren ersten Titel seit 2021. Nachdem dem lange kriselnden Team im Herbst erneut eine enttäuschende Saison drohte, hat sich das Blatt nun gewendet. Das Xavi-Team hat Real für den Moment den Rang abgelaufen - ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht.

Robert Lewandowski (FC Barcelona) nach dem Sieg im Supercopa-Finale

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Robert Lewandowski riss nach dem erlösenden Abpfiff die Arme in den Nachthimmel von Riad, ehe er mit einem breiten Grinsen seine Kollegen jubelnd in Empfang nahm.
Die Titel-Durststrecke des FC Barcelona ist passé. Exakt 639 Tage nach dem Gewinn des spanischen Pokals (im April 2021) führten die Katalanen im Finale des Supercup Erzrivale Real Madrid am Sonntag im Clásico teilweise vor und entthronten die Königlichen letztlich dank eines hochverdienten 3:1 (2:0)-Erfolgs.
"Wir haben Real dominiert", zeigte sich Barça-Coach Xavi hocherfreut und führte im Hinblick auf seinen ersten Titelgewinn als Trainer seines Herzensklubs aus: "Das bleibt für immer! Hoffentlich ist das aber nur der erste Titel von vielen."
Auch die spanische Presse schwärmte in den höchsten Tönen vom Auftritt der Blaugrana. "Super-Barça bei der Supercopa", titelte etwa "AS". Die Sportzeitung "Marca" ging sogar noch einen Schritt weiter: "Barça verwüstet ein leeres Madrid."
Obwohl es sich letztlich "nur" um einen Sieg im Supercup, dem vermeintlich kleinsten Titel, handelt, scheinen die Kräfteverhältnisse auf der iberischen Halbinsel zumindest für den Moment erst einmal geklärt zu sein. Zumal der Triumph im Clásico eine Art Initialzündung für Barcelona für die zweite Saisonhälfte werden könnte.

Barça lässt Tiefpunkt hinter sich

"Das ist der Beginn einer neuen Ära", posaunte Barça-Verteidiger Ronald Araújo und ergänzte völlig euphorisiert: "Der Titel ist enorm wichtig für den Verein, für uns als Team und auch für mich persönlich. Ich habe vor Freude geweint. Uns ist allen ein Stein vom Herzen gefallen!"
Kein Wunder, schließlich war für den so erfolgsverwöhnten Klub nach einer turbulenten Vorsaison lange Zeit nicht an Silberware zu denken. Entsprechend groß war die Freude am Sonntag nach dem Erfolgserlebnis in der saudi-arabischen Metropole.
"Wir wussten, dass wir diese Chance ergreifen mussten. Wir haben eine Zeit der Veränderungen im Verein und in der Kabine hinter uns, und das wird uns im Kampf um weitere Titel definitiv stärken", prognostizierte Kapitän Sergio Busquets.
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Der FC Barcelona feiert

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Xavi bringt Barça auf Kurs

Dabei sah es im Herbst des vergangenen Jahres noch danach aus, als drohe den Katalanen trotz der Transferoffensive im Sommer eine weitere enttäuschende Spielzeit. In der Liga gab Real Madrid zunächst den Ton vor und in der Champions League musste man wie in der Vorsaison den Abstieg in die Europa League verkraften.
Negativer Höhepunkt war die sportlich wertlose, aber dennoch vernichtende 0:3-Pleite gegen den FC Bayern im heimischen Camp Nou, die Barça einiges an Spott und Häme einbrachte - doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet.
Der Meister von 2019 ist in der Liga gegenwärtig seit sieben Partien ungeschlagen (sechs Siege, ein Remis) und führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf den zuletzt etwas kriselnden Dauerrivalen Real an.
Einen großen Anteil an jenem Aufschwung hat zweifelsohne Trainer Xavi, der sich nach dem Supercopa-Sieg ein Sonderlob von Präsident Joan Laporta verdiente. "Er ist ein großartiger Trainer. Ich bin von Xavi überzeugt - er hat das Wissen und die Persönlichkeit, Barça setzt seine Spielidee um", schwärmte der 60-Jährige von seinem Übungsleiter.
In der Tat scheint die Mannschaft Xavis Philosophie immer besser zu verinnerlichen. "Wir haben den Ball dominiert und waren gut im Pressing. Es war sehr, sehr gut. Wir haben viele Chancen kreiert, sehr gut verteidigt. Die Spieler haben es ausgezeichnet gemacht", lobte der Ex-Profi seine Schützlinge nach dem Sieg am Sonntag.
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Barça-Coach Xavi (l.) und sein Schützling Gavi

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Top-Talent Gavi begeistert Xavi

Herausragender Akteur war dabei Top-Talent Gavi, der mit drei Scorerpunkten (ein Treffer, zwei Vorlagen) überragte und folgerichtig zum "Man of the Match" ausgezeichnet wurde.
"Gavi begeistert uns alle. Er spielt mit Herz, Seele und Charakter, was auf die ganze Mannschaft abfärbt - und das mit 18 Jahren. Er hat eine geborene Leader-Fähigkeit. Das ist einfach spektakulär", stimmte Xavi eine regelrechte Lobeshymne auf seinen Youngster an.
Mit seiner herausragenden Leistung stellte der 18-Jährige sogar Superstar Lewandowski, der ebenfalls einen Treffer beisteuerte, in den Schatten. Aus Sicht der Blaugrana bleibt zu hoffen, dass Gavi jene Form konservieren kann.
Schließlich ist Lewandowski in den kommenden beiden Ligaspielen gegen Getafe (22. Januar) und Girona (28. Januar) zum Zuschauen gezwungen. Grund dafür ist eine vom spanischen Verband (RFEF) ausgesprochene Sperre gegen den Polen, der sich nach seiner Gelb-Roten-Karte im November gegen Osasuna (2:1) zu einer abfälligen Geste gegen Schiedsrichter Jesús Gil Manzano hinreißen ließ.
Sollte das Formhoch von Gavi und seinen Teamkollegen jedoch anhalten, dürfte Lewandowski den Rasen in dieser Spielzeit noch häufiger jubelnd verlassen.
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Quelle: Perform

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