FC Barcelona: Espanyol-Fans machen Jagd auf Barça-Spieler bei Meisterfeier bei Stadtrivalen

Der FC Barcelona macht ausgerechnet bei Stadtrivale Espanyol seinen 27. Meistertitel klar. Nach dem Schlusspfiff stürmen aufgebrachte Espanyol-Fans den Rasen und machen Jagd auf die Barça-Spieler. Die Polizei verhindert Schlimmeres, Meistertrainer Xavi äußert sogar Verständnis für die hitzige Atmosphäre. Barça-Präsident Laporta feiert eine wilde Kabinenparty und denkt nur noch an Lionel Messi.

Xavi reagiert auf Fan-Sturm: "Wir mussten drinnen weiterfeiern"

Quelle: Eurosport

Sergio Busquets hatte sich den Moment seines letzten großen Titels anders vorgestellt. Die Klublegende wird den FC Barcelona nach 18 Jahren am Saisonende verlassen und musste am Sonntagabend hautnah hässliche Szenen im Stadion von Stadtrivale Espanyol miterleben.
Durch einen 4:2-Sieg sicherte sich Barça den 27. Meistertitel - ausgerechnet im RCDE Stadium. Die Champions feierten ihren Triumph im Mittelkreis mit einem Tänzchen, als plötzlich aufgebrachte Espanyol-Anhänger auf den Rasen stürmten und Jagd auf die Barça-Spieler machten. Der Meistertross sprintete kollektiv Richtung Katakomben, während die Polizei mit Schlagstöcken aufmarschierte, um ein Eindringen der Menge in den Kabinengang zu verhindern.
Wie auf Fernsehbildern zu erkennen ist, warfen die Espanyol-Fans auch Gegenstände auf die gegnerischen Spieler. Ein Video vom Inneren des Stadions zeigt, wie Busquets Halt macht, sich umdreht und gestenreich diskutiert. "Ich bin von irgendetwas am Rücken getroffen worden. Es tat nicht weh, aber da bekommt man schon einen Schock", gab Busquets später zu Protokoll.
Das ist die hässliche Fratze des Fußballs", kommentierte die Zeitung "El Mundo Deportivo".

Xavi hat Verständnis für die hitzige Atmosphäre

Glücklicherweise bekam die Polizei die bedrohliche Lage schnell in den Griff - Barça verlegte seine Party in die Kabine. Trainer Xavi fand die Angelegenheit "natürlich unschön", hatte aber sogar Verständnis für die aufgeheizte Atmosphäre.
"Es ist ja klar, dass uns unmittelbar nach dem Schlusspfiff zum Feiern zumute ist. Aber wir sind nicht in unserem Stadion und dürfen nicht respektlos sein", sagte der Meistercoach. "Die Emotionen sind in solch einem Moment schwierig zu kontrollieren. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie jetzt besser schnell reingehen und drinnen feiern sollen."
Der Gegner reagierte in einer offiziellen Erklärung auf die Vorkommnisse und entschuldigte sich "bei der Welt des Fußballs". "Der RCD Espanyol bedauert die vereinzelten Vorfälle, die sich am Ende des Spiels in unserem Stadion ereignet haben. Espanyol lehnt jede Art von Gewalt entschieden ab. Das entspricht nicht dem Bild von Espanyol, ganz im Gegenteil. Auch wenn es sich um eine Minderheit handelt, repräsentiert es nicht unseren Verein", hieß es.
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Aufgebrachte Espanyol-Anhänger stürmen den Platz

Fotocredit: Imago

Xavi dankt den Spieler und den Fans

Barça-Präsident Joan Laporta wollte nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. "Im Fußball kochen die Emotionen hoch. Auch bei uns, weil wir verdient Meister geworden sind. Es fühlt sich sehr gut an, weil wir sehr hart dafür gearbeitet haben", sagte Laporta, der den Titel in der Kabine mit einem heißen, feuchtfröhlichen Tanz im Spielerkreis feierte.
Maßgeblichen Anteil am Titel hat laut Laporta der Trainer: "Xavi war entscheidend. Er kennt nicht nur den Fußball, sondern auch den Klub und den Stil. Er hat eine entscheidende Rolle gespielt und verdient Glückwünsche. Wir haben einen großartigen Trainer."
Xavi gab die Danksagung an seine Spieler und den ganzen Klub weiter. "Das ist nicht der Titel von Xavi, sondern von Barça. Ich bin Teil einer großen Familie, aber es sind die Spieler, die die Spiele auf dem Platz gewinnen. Ich freue mich vor allem auch für unsere Fans, die in den letzten Jahren nicht so viel zu feiern hatten, uns aber immer aus tiefstem Herzen unterstützt haben."
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"Campeones"! So feiern die Barça-Fans den 27. Meistertitel

Quelle: Eurosport

Joan Laporta will Lionel Messi unbedingt zurückholen

Vier Jahre musste Barça auf die Meisterschaft warten, seit 2019 gewann der Verein "nur" einmal die Copa del Rey. Der Triumph von Sonntag soll der Startschuss für eine neue erfolgreiche Ära sein, an der ein Held früherer Tage wieder mitwirken soll.
In der Kabine gab es "Messi, Messi"-Rufe der Spieler und Laporta machte keinen Hehl daraus, dass er den verlorenen Sohn liebend gerne wieder aufnehmen würde. "Wir werden alles tun, um Lionel Messi zurückzuholen", versprach der Boss.
In den nächsten Tagen ist aber erstmal feiern angesagt - dann hoffentlich ohne Störfeuer.
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Messi bleibt trotz Pfiffen cool: Galtier tief beeindruckt

Quelle: Perform

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