FC Barcelona: Robert Lewandowski verlässt Barça nach der Saison - Was bleibt von vier Jahren "Lewy" in Katalonien?
Update 16/05/2026 um 13:53 GMT+2 Uhr
Robert Lewandowski steht vor dem Ende seiner Zeit beim FC Barcelona. Trotz ordentlicher Zahlen verlor der frühere Weltklasse-Stürmer zuletzt seinen Stammplatz und wurde zunehmend zum Joker und Mentor. Nun verlässt der Pole den Meister ablösefrei. Zwischen MLS, Saudi-Arabien und Karriereende stellt sich die Frage: Wie viel Weltklasse-Fußball steckt noch in Lewandowski?
Flick emotional nach Todesfall und Meistertitel: "Barça wie eine Familie"
Quelle: Perform
Am Samstag machten es Klub und Spieler offiziell: Robert Lewandowski wird den FC Barcelona im Sommer verlassen. Damit endet eine Ära, die sportlich erfolgreich war, zuletzt aber an Glanz verlor.
Mit dem nahenden Ende seiner Zeit beim FC Barcelona stellt sich daher bei Lewandowski zunehmend die Frage: Was bleibt von vier Jahren in Katalonien – und was kommt danach?
Denn die Saison 2025/26 verlief für den Champions-League-Sieger von 2020 ungewohnt kompliziert. Zwar stand der Mittelstürmer in bis dato 44 Pflichtspielen auf dem Platz, sammelte dabei jedoch lediglich rund 2.300 Einsatzminuten.
Besonders bemerkenswert: Körperlich präsentierte sich Lewandowski weiterhin in starker Verfassung, fiel kaum verletzt aus und hielt athletisch problemlos mit. Dennoch verlor er seinen festen Platz zunehmend an Ferran Torres, der sich im Sturmzentrum durchsetzen konnte. Für Lewandowski bedeutete das häufig die Rolle des Jokers – eine Situation, die in seiner Karriere lange undenkbar schien.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/13/image-88bcb5c4-6069-4f70-9457-3dcfcc56b139.jpeg)
Robert Lewandowskis Zeit beim FC Barcelona neigt sich dem Ende zu
Fotocredit: Getty Images
Lewandowskis Zeit bei Barça: Neue Rolle als Mentor
Ganz bedeutungslos wurde die Tormaschine dennoch nicht. Mit 18 Treffern und vier Vorlagen lieferte er auch in der laufenden Spielzeit ordentliche Zahlen. Doch zum prägenden Gesicht der Meisterschaft wurde er nicht mehr.
Dabei genoss der Pole intern weiter hohes Ansehen. "Lewandowski ist sehr wichtig für die Mannschaft", sagte Dani Olmo noch im November vergangenen Jahres. "Das hat er bewiesen, und wir werden ihn die ganze Saison über brauchen, denn er wird uns viel bringen."
Auch Lewandowski selbst verstand seine Rolle zunehmend anders. Im Januar erklärte er: "Der Klub sagte mir außerdem, dass sie jemanden wie mich brauchen, der ihnen zeigen kann, dass es nicht reicht, ein oder zwei oder drei Wochen an der Spitze zu stehen, und dass das, was man im Kraftraum macht, wichtig ist – dass es wichtig ist, jeden Tag hart zu arbeiten."
Der 37-Jährige wurde bei Barça zunehmend Mentor einer extrem jungen Generation. Dabei blickte er auch selbstkritisch auf den Generationenwechsel. "Ich war in einer anderen Welt, in einer anderen Generation. Ich bin älter als die Väter der Spieler. Ich bin zum Beispiel älter als der Vater von Lamine Yamal. Also sagte ich mir: Komm, ich muss auch von ihnen lernen."
Lewandowskis Zukunft: Juve, MLS – oder doch Karriereende?
Es sind Aussagen, die bereits stark nach Karriere-Herbst klingen. Zumal Lewandowski inzwischen offen über das Ende seiner Laufbahn spricht. "Ich habe keine Angst davor, meine Karriere zu beenden, weil ich begonnen habe, mich auf Dinge vorzubereiten, die ich nach dem Fußball machen kann", erklärte der Angreifer zu Jahresbeginn.
Der Fußball sei zwar ein wichtiger Teil seines Lebens, aber eben nicht mehr "sein ganzes Leben". Und weiter: "Als ich jung war, habe ich darüber nicht nachgedacht, weil ich nur Fußball im Kopf hatte – Fußball, Fußball und Fußball. Aber jetzt weiß ich, dass ich dem Ende meiner Karriere sehr nahe bin. Ich weiß nicht, ob in ein, zwei, oder drei Jahren … vielleicht vier, ich weiß es nicht. Aber ich spüre keinen Druck."
Gerade deshalb dürfte die Entscheidung über den nächsten Schritt viel darüber verraten, wie Lewandowski selbst seine verbleibende Karriere bewertet. Laut Transfer-Insider Fabrizio Romano gelten Vereine aus Italien trotz einzelner Annäherungen wegen der hohen Gehaltskosten derzeit als eher unwahrscheinlich.
Juventus Turin soll an dem Rechtsfuß dran gewesen sein. Dafür zeigen Klubs aus der Saudi Pro League konkretes Interesse, auch die Major League Soccer (MLS) bleibt eine realistische Option.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/14/image-5efb8082-0ff0-4043-80e6-1facdde52e9e-85-2560-1440.jpeg)
Flick würdigt Perez-Vorwürfe "keine Antwort"
Quelle: Perform
Tore konstant geliefert – und den großen Titel verpasst
Damit steht auch die Grundsatzfrage im Raum: Will Lewandowski sportlich noch einmal maximal angreifen – oder seine Karriere langsam ausklingen lassen? Ein Wechsel in die MLS oder nach Saudi-Arabien würde eher für Letzteres sprechen. Ex-Profi Peter Crouch brachte zuletzt sogar einen möglichen Wechsel zum FC Liverpool ins Gespräch.
Fest steht: Die ganz große Mission erfüllte Lewandowski in Barcelona nicht. Die erhoffte Champions League gewann er mit den Katalanen nie. Trotzdem war seine Zeit in Spanien keineswegs erfolglos. Vier Jahre lang gehörte er zu den festen Gesichtern des Klubs, wurde 2022/23 mit 23 Treffern Torschützenkönig der La Liga und gewann mit Barça drei spanische Meisterschaften, drei Superpokale sowie einmal die Copa del Rey.
Klar ist: Mit Lewandowski verlässt im Sommer nicht bloß ein großer Name die Mittelmeer-Metropole Barcelona. Es wäre womöglich auch das Ende eines der prägendsten Mittelstürmer-Zeitalter des modernen Fußballs.
Das könnte Dich auch interessieren: Überraschung: Matarazzo wohl bei Real auf dem Zettel
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/13/image-585c8901-08e3-4769-91a3-ebc4f28edfc1-85-2560-1440.png)
Unfassbares Eigentor schockt Ronaldo und Al-Nassr
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung