Real Madrid - Drei (B)engel für Xabi Alonso: Warum sich die Transferstrategie der Königlichen geändert hat

Real Madrid hat mehr als 150 Millionen Euro für vier neue Profis ausgegeben, um das Team für die kommende Saison zu stärken. Investitionen dieser Größe sind normal bei den Königlichen, dennoch ist es ein außergewöhnlicher Transfersommer. Keiner der drei teuersten Neuzugänge kommt von einem europäischen Topklub, keiner ist älter als 22 - und die prominenteste Neuerung gibt es auf der Trainerbank.

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Quelle: Perform

Eine Nullrunde. Ein Desaster. Nimmt man die hohen Eigenansprüche bei Real Madrid zum Maßstab, ist die harsche Bewertung der abgelaufenen Saison zulässig. Zumal Präsident Florentino Pérez jüngst Neuzugang Álvaro Carreras dazu beglückwünschte, zum "erfolgreichsten, beliebtesten und angesehensten Verein der Welt" gewechselt zu sein.
Der 22-jährige Linksverteidiger kam für 50 Millionen Euro von Benfica Lissabon nach Madrid. In der Innenverteidigung gaben der spanische Rekordmeister 62,5 Mio. aus, um Dean Huijsen (20) vom AFC Bournemouth loszueisen.
Ein besonderer Coup gelang Real mit der Verpflichtung von Supertalent Franco Mastantuono. Satte 45 Millionen Euro überwies Madrid für den 18-Jährigen nach Buenos Aires auf das Konto von River Plate.
Drei Youngster für rund 157 Millionen Euro, drei (B)engel für Xabi Alonso - im positiven Sinn. Der neue Coach darf sich auf ein teures, aber hochbegabtes Trio freuen. Die zehn Millionen Euro, die man für den arrivierten Trent Alexander-Arnold (26) an den FC Liverpool bezahlte, fallen da aus finanzieller Sicht kaum ins Gewicht.

Milliarden-Projekt Bernabéu und die Folgen

Es dürfte ein clevere - und bewusste - Strategie gewesen sein, auf junge Spieler zu setzen, die (noch) nicht die Ansprüche gestandener Stars stellen. Der Kader ist ohnehin mit Alaba, Rüdiger, Bellingham, Mbappé oder Vinícius Júnior in allen Mannschaftsteilen prominent besetzt. Trainer Alonsos Aufgabe wird es sein, die bunte Mischung auf einen Kurs und Stil einzuschwören, der am Ende die wichtigste Währung generiert: Titel.
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Große Aufgaben bei Real Madrid: Coach Xabi Alonso

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Insgesamt betrachtet lasse sich durchaus feststellen, dass Real auf dem Transfermarkt einen neuen Weg einschlage, sagt Fußball-Experte Jorge Ordas von Eurosport in Madrid. "Obwohl die Finanzlage nicht komplett klar ist, hat die Renovierung des Estadio Santiago Bernabéu zusätzliche Kosten verursacht, die die Verpflichtung der ganz großen Namen verhindert haben", so Ordas. Die Umbaumaßnahmen sollen in den vergangenen Jahren die astronomische Summe von mehr als einer Milliarde Euro verschlungen haben.

Real Madrid fährt "eine andere Transferstrategie"

Dies habe den Verein dazu gezwungen, "eine andere Transferstrategie zu verfolgen". Das werde bereits seit ein paar Jahren deutlich. "Real sucht nach namhaften Spielern mit auslaufenden Verträgen, die ablösefrei oder zumindest günstig verpflichtet werden können", erläutert Ordas und verweist auf die Deals mit Antonio Rüdiger (2022, ablösefrei), Kylian Mbappé (2024, ablösefrei) oder nun Alexander-Arnold.
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Quelle: Perform

Aufgrunddessen sei nicht unbedingt mit weiteren Transfers in diesem Sommer zu rechnen, wenngleich die Gerüchteküche wie gewohnt brodelt. Dayot Upamecano (Bayern), Nick Woltemade (VfB Stuttgart) oder Ibrahima Konaté (Liverpool) sind nur drei Namen, die kursieren.

García - das Juwel aus La Fábrica startet durch

Der wertvollste "Neuzugang" für die Offensive kommt ohnehin aus den eigenen Reihen: Gonzalo García. Der Stürmer aus La Fábrica, der königlichen Talentschmiede, schaffte bei der FIFA Klub-WM den Durchbruch. Vier Tore und ein Assist in fünf Partien katapultierten García in den Fokus. "Er zermürbt die Verteidiger und presst konsequent. Das hilft uns ungemein", lobte Alonso den 21-Jährigen während der Klub-WM. "Ich habe ihm vertraut und er verdient sich dieses Vertrauen."
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Genau darum geht es nun auch für Huijsen, Mastantuono und Carreras. Vertrauen erarbeiten, Einsatzminuten erkämpfen. Die Ausgangslage für das Trio ist gut, schließlich hat Alonso den Beginn "einer neuen Ära" ausgerufen. Die Klub-WM, die unbefriedigend mit einer 0:4-Packung im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain endete? "Markiert den Abschluss dieser Saison, nicht den Beginn der nächsten. Währenddessen haben wir nicht über die Kaderplanung gesprochen, jetzt sind wir offen für Verbesserungen", unterstrich der neue Trainer.
Die Botschaft ist klar: Es geht von null los, ein Teil der Startelfplätze wird neu ausgefochten, die Jagd auf den Erzrivalen FC Barcelona, der in der Vorsaison alle nationalen Titel gewann, beginnt. Gut möglich, dass die Neuen dabei schnell eine wichtige Rolle einnehmen.
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Real-Boss Perez adelt Alonso: "Einer der besten Trainer der Welt"

Quelle: Eurosport


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