Paris Saint-Germain - Sergio Ramos' nächste Pause nach Boss-Comeback: Warum er im Spitzenspiel fehlte
Sergio Ramos feierte am vergangenen Wochenende nach langer Verletzungspause endlich sein Debüt für Paris Saint-Germain. Beim 3:1 gegen die AS Saint-Étienne überzeugte der Routinier auf ganzer Linie, Medien und Experten gerieten aufgrund der starken Leistung ins Schwärmen. Im Spitzenspiel gegen den OGC Nizza stand Ramos jedoch abermals nicht im PSG-Kader. Der Grund ist einleuchtend.
Sergio Ramos von Paris Saint-Germain
Fotocredit: Getty Images
Nasser Al-Khelaifi, seines Zeichens Präsident von Paris Saint-Germain, soll noch vor wenigen Wochen aufgebracht gewesen sein. Der Grund: Star-Neuzugang Sergio Ramos, der im Sommer ablösefrei von Real Madrid zum französischen Spitzenklub gewechselt war, hatte bis dato aufgrund von ständigen Wadenproblemen noch immer kein einziges Spiel absolviert.
Wie die Fachzeitung "L’Équipe" berichtete, habe Al-Khelaifi sich wöchentlich nach dem Gesundheitszustand des Routiniers erkundigt, die medizinische Abteilung des Vereins wollte jedoch kein Risiko eingehen, war darum bemüht, einen möglicherweise noch schlimmeren Verletzungsverlauf zu unterbinden.
Schon zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, wonach Ramos sogar ein Karriereende drohen könnte, auch eine potenzielle Auflösung des bis 2023 gültigen Vertrags wurde thematisiert.
Bruder René dementierte damals die Spekulationen und erklärte im Gespräch mit "El Mundo": "Weder wird Sergio seine Karriere beenden, noch wird der Vertrag gekündigt. Daran gibt es keine Zweifel. Es ist eine körperliche Angelegenheit und er wird so schnell wie möglich wieder spielen."
Ramos feiert starkes PSG-Debüt
Tatsächlich kam Ramos zurück - und wie. Am vergangenen Wochenende feierte der mehrmalige Champions-League-Sieger nach 207 Tagen Zwangspause im Heimspiel gegen die AS Saint-Étienne (3:1) sein Debüt für PSG. Von Beginn an von Trainer Mauricio Pochettino aufgeboten, agierte der 35-Jährige in der Innenverteidigung gewohnt zweikampfstark, riss das Aufbauspiel prompt an sich.
Ramos spielte die meisten Pässe (101, 94 Prozent kamen an), gewann 71 Prozent seiner direkten Duelle und verbuchte die meisten abgefangenen Bälle aufseiten der Pariser (2). Der Auftritt eines Anführers.
"Ramos zeigt direkt, wer der Boss ist"
Die spanische Zeitung "El País" schrieb: "Sergio Ramos zeigt direkt, wer der Boss ist", Ex-Superstar Thierry Henry schwärmte: "Er weiß, was zu tun ist. Das war ein ziemlich lässiges Comeback, obwohl er nichts Besonderes gemacht hat. Aber er steuert das Spiel."
Auch Pochettino zeigte sich im Anschluss angetan von Ramos‘ Leistung, drückte aber prompt auf die Euphoriebremse: "Er ist jetzt zwei Wochen im Kader der ersten Mannschaft, er braucht Spiele und muss sich an die neue Liga anpassen."
Nach Comeback: Ramos fehlt im Spitzenspiel
Drei Tage später traf der Tabellenführer im Spitzenspiel der Ligue 1 auf den drittplatzierten OGC Nizza, Ramos suchte man im Kader jedoch vergeblich. Ein erneuter Verletzungsrückschlag für den Spanier? Ganz offensichtlich nicht, vielmehr handelte es sich bei dem Verzicht auf eine bewusste Entscheidung Pochettinos.
"Sergio war sehr glücklich, dass er gegen Saint-Étienne spielen konnte", sagte der argentinische Coach im Vorfeld des Duells mit Nizza (0:0). Er ergänzte: "Aber die letzten 15 Minuten waren für ihn sehr hart. Er ist müde, weil er eine lange Zeit nicht gespielt hat." Die Nicht-Berücksichtung als reine Vorsichtsmaßnahme, die von Trainern und Sportmedizinern häufig bemühte Belastungssteuerung.
Ramos soll langsam herangeführt werden
"Das ist nicht ungewöhnlich", sagt Vincent Bregevin von Eurosport Frankreich. "Pochettino hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz erklärt, dass man Ramos nach fünf Monaten Verletzungspause langsam wieder heranführen müsse. Das ist nachvollziehbar." Besonders mit Blick auf Ramos‘ gehobenes Fußballer-Alter.
Statt erstmals vor den eigenen Fans im Prinzenpark aufzulaufen, absolvierte Ramos eine individuelle Trainingseinheit mit Teamkollege Juan Bernat. Am kommenden Samstag soll der Defensivspezialist in Lens zurückkehren, drei Tage später steht das letzte Gruppenspiel der Königsklasse gegen Club Brügge an.
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Quelle: Perform
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