Adrien Rabiot bricht sein Wort und heuert bei Olympique Marseille an - Anthony Martial verschlägt es nach Athen
VonNiklas Bien
Publiziert 18/09/2024 um 16:21 GMT+2 Uhr
Fast drei Wochen nach Ende der Transferperiode waren immer noch einige große Namen auf Vereinssuche. Zwei davon sind jetzt vom Markt. Adrien Rabiot hat für zwei Jahre bei Olympique Marseille unterschrieben - obwohl er einen Wechsel dorthin immer kategorisch ausgeschlossen hatte. Auch Landsmann Anthony Martial hat einen neuen Verein. Der Offensivspieler wird sich dem AEK Athen anschließen.
Adrien Rabiot spielte im Juli noch das Halbfinale der Europameisterschaft.
Fotocredit: Getty Images
Mit stolzen 35 Millionen Euro Marktwert war Rabiot der wertvollste vertragslose Spieler, den es auf dem Markt noch zu holen gab. Olympique Marseille hat nun zum Nulltarif zugeschlagen. Gut möglich, dass dafür eine Menge Überzeugungsarbeit notwendig war.
Schließlich hatte sich der Ex-Profi von Paris Saint-Germain vor einigen Jahren klar gegenüber Konkurrent Marseille positioniert: "Dieses Trikot eines Tages tragen? Das ist nicht möglich", sagte der 29-Jährige damals der Zeitung "La Provence".
Nach seinem fünfjährigen Aufenthalt bei Juventus Turin scheinen diese Worte vergessen. Rabiot, der im Sommer noch für Frankreich bei der EM auf dem Platz stand, schließt sich für zwei Jahre dem Vorjahres-Achten der Ligue 1 an.
"Es ist ein bisschen aus dem Nichts passiert. Dann habe ich viel mit Medhi Benatia gesprochen, der mir das Projekt präsentierte", sagte der 48-fache französische Nationalspieler zu seinem Sinneswandel.
Martial konnte Erwartungen kaum erfüllen
Anthony Martial kommt immerhin auf 30 Länderspiele für Frankreich, blieb seit seinem Wechsel zu Manchester United 2015 aber im Grunde fast immer unter den Erwartungen. Wie groß das Potenzial des mittlerweile 28-Jährigen eingeschätzt wurde, zeigt die astronomische Ablösesumme von 60 Millionen Euro - der damalige Spieler der AS Monaco hatte zu diesem Zeitpunkt einen Marktwert von acht Millionen Euro.
In 317 Pflichtspielen für United traf der Franzose 90 Mal und bereitete 47 Tore vor. Nach neun Jahren in England - unterbrochen von einem halbjährigen Leih-Intermezzo beim FC Sevilla - war das Kapitel Ende Juni beendet.
Nun schlägt Martial seine Zelte durchaus überraschend beim AEK Athen auf. Berichten zufolge machen ihn die Griechen mit einem Nettogehalt von 2,5 Millionen Euro zum bestbezahlten Spieler der Vereinsgeschichte.
"Der Zauberer kommt" verkündete der 13-fache griechische Meister am Mittwoch auf seinen sozialen Kanälen - demnach soll Martial am Mittwochabend in Griechenland eintreffen. Europäischen Fußball gibt es für den Neuzugang im Übrigen nicht: AEK scheiterte in der Qualifikation zur Conference League am FC Noah Erewan aus Armenien.
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Quelle: Perform
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