Der FC Liverpool war im gesamten ersten Abschnitt spielbestimmend. Er agierte in den Anfangsminuten forsch nach vorne und behielt sich diese Herangehensweise bis zum Pausenpfiff bei. Allerdings schafften es die Reds nur selten, ihre spielerische Dominanz in zwingende Torchancen umzumünzen. Zwar kamen sie in der ersten Hälfte neunmal zum Abschluss, allerdings wurde der Ball dabei lediglich einmal auf den Kasten befördert.
Manchester fokussierte sich auf schnelle Gegenzüge, das Timing im Konterspiel war aber ausbaufähig. Oft wurde versucht, Marcus Rashford mit Vertikalpässen nach Ballgewinnen schnell in Szene zu setzen, häufig pfiff Schiedsrichter Paul Tierney dabei jedoch aufgrund einer Abseitsstellung ab.
Die Hausherren hatten, wie bereits im ersten Durchgang, auch nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Ballaktionen. Sie spielten mit dem Wiederanpfiff geradlinig in Richtung des gegnerischen Tores. Aufgrund der tollen kollektiven Defensivarbeit Manchesters war für den LFC jedoch meist vor der Gefahrenzone Schluss. Von seinen acht Schüssen in der zweiten Halbzeit wurden nur zwei aufs Ziel platziert.
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Die Elf von Coach Ole Gunnar Solskjær agierte weiterhin abwartend und lauerte auf Konter. Offensiv trat sie zunächst nur selten in Erscheinung, das änderte sich aber in der Schlussphase, als die Red Devils zwei gute Möglichkeiten auf den Siegtreffer vergaben.
In der 82. Minute konterte Manchester United. Rashford entschied sich gegen aufgerückte Reds für ein Solo, anstatt den besser positionierten Edinson Cavani anzuspielen. Fabinho drängte ihn zur Seite, sodass die Chance verpuffte.
Zwei Minuten später wurde Paul Pogba von Aaron Wan-Bissaka bedient und kam rechts in der Box aus sechs Metern zum Abschluss. Keeper Alisson parierte im kurzen Eck in hoher Not bockstark. Es blieb beim 0:0.

Die Stimmen:

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Wenn wir 1:0 gewonnen hätten, wäre das völlig in Ordnung gewesen. Man kann Manchester United nicht 90 Minuten lang Chancen verwehren - das kann man nie. Sie sind in einem guten Moment."
Jordan Henderson (Kapitän FC Liverpool): "Sie waren bei Kontern gefährlich. Aber insgesamt denke ich, dass wir die bessere Mannschaft waren, um das Spiel zu gewinnen."
Luke Shaw (Manchester United): "Sie hatten den Ball größtenteils, aber wir hatten alle das Gefühl, dass wir das Spiel hätten gewinnen können. Sie hatten Chancen, aber nicht so klare wie wir."

Der Tweet zum Spiel:

United kam in der 34. Minute erstmals zum Abschluss - eine Standardsituation brachte diesen. Bruno Fernandes schoss aus etwa 22 Metern wenige Zentimeter am linken oberen Winkel vorbei. Länger auf einen Schuss musste Manchester zuvor letztmals im Januar vergangenen Jahres warten, als es ebenfalls an der Anfield Road gegen Liverpool ging. Damals schossen die Red Devils zum ersten Mal in der 40. Minute.

Das fiel auf: Mangel an Abschlüssen gegen Liverpool

Das bisher letzte Mal, als United gegen den FC Liverpool öfter als neunmal zum Abschluss kam, liegt bereits etwas mehr als sechs Jahre zurück. Damals, im Dezember 2014, standen aus Red-Devils-Sicht elf Schüsse auf der Habenseite. Auch diesmal schaffte Manchester nicht, Abschlüsse im zweistelligen Bereich zu generieren. Acht Stück waren es. In den jüngsten zwölf Ligaspielen gegen Liverpool schoss Manchester United insgesamt lediglich 85 Mal in Richtung Tor.
Dass der Fokus Manchesters in diesem Duell nicht auf dem Offensivspiel lag, war deutlich ersichtlich. Obwohl das Team von Trainer Jürgen Klopp 17 Mal schoss, platzierten die Gäste den Ball häufiger per Torversuch aufs Gehäuse. Viermal gelang ihnen dies - den Reds hingegen nur dreimal.

Die Statistik: 200

Klopps 200. Premier-League-Partie als LFC-Coach war eine ganz besondere, ging es doch gegen den Erzrivalen der Reds. Der gebürtige Stuttgarter fuhr in Englands höchster Spielklasse 127 Dreier ein - lediglich José Mourinho war in diesem Wettbewerb nach 200 absolvierten Begegnungen häufiger siegreich (137 Mal).
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