Der Champions-League-Titel reicht Chelsea-Trainer Thomas Tuchel noch lange nicht. Bei seiner Vertragsverlängerung knapp eine Woche nach dem Finale kündigte der Deutsche selbstbewusst an: "Es liegt noch viel vor uns, und wir sehen unseren nächsten Schritten mit Ehrgeiz und viel Vorfreude entgegen."
Übersetzt heißt das: Die Londoner wollen vor allem in der Premier League endlich wieder ein ernstes Wort um die Meisterschaft mitreden.
In der abgelaufenen Saison lag Meister Manchester City am Ende 19 Zähler vor den Blues.
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Um diesen Umstand zu ändern, will Tuchel angeblich im Sommer auf dem Transfermarkt zuschlagen. Der 47-Jährige hat genaue Pläne, auf welchen Positionen er noch Verstärkungen möchte, heißt es in englischen Medien.

Chelsea intensiviert Bemühungen um Erling Haaland

Allen voran in der Offensive habe Chelsea noch Nachholbedarf, soll Tuchel den Verantwortlichen um Sportdirektorin Marina Granovskaia und Klubbesitzer Roman Abramovich mitgeteilt haben. Sicher ein Schlag ins Gesicht für Timo Werner, der im vergangenen Sommer für 53 Millionen Euro nach London kam, aber noch nicht wirklich zünden konnte. Nach Informationen der "Daily Mail" haben die Blues deshalb Interesse an BVB-Stürmer Erling Haaland.
Damit sind die Londoner aber nicht allein. Fast jeder europäische Top-Klub hat den jungen Norweger ganz oben auf dem Wunschzettel. Dortmund betonte zudem schon mehrfach, dass ein Wechsel in diesem Sommer keine Option ist. Erst 2022 kann eine Ausstiegsklausel gezogen werden. Diese soll sich auf mindestens 75 Millionen Euro belaufen. Trotz der schlechten Vorzeichen in diesem Jahr hat Chelsea offenbar Kontakt mit dem BVB aufgenommen.
Laut "Daily Mail" überlegen die Blues, wie sie die Transfersumme für Haaland senken und dem BVB einen Wechsel schmackhafter machen können. Im Gespräch sei, Chelsea-Mittelstürmer Tammy Abraham in einen Deal einzubeziehen. Als Alternative für den Angriff fallen auch die Namen von Harry Kane und Romelu Lukaku. Besonders der Engländer dürfte in eine ähnliche Preisklasse wie Haaland fallen. Eine Ablöse wird wohl deutlich im dreistelligen Millionenbereich liegen.
Lukaku spielte bereits von 2011 bis 2014 bei den Blues, kündigte zuletzt aber an, bei Inter Mailand bleiben zu wollen. Kane wiederum ließ durchblicken, dass ein Abschied im Sommer möglich ist. In englischen Medien wird allerdings auch spekuliert, dass das Interesse an Haaland in diesem Sommer nur Ablenkung sein könnte, um Inter klarzumachen, dass Lukaku nicht die einzige Option ist. Klubbesitzer Abramovich gilt als großer Fan des Belgiers und würde ihn offenbar gerne zurückholen. Ein Wechsel von Lukaku käme zudem günstiger.

Romelu Lukaku

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Kein großer Umbruch im Kader

Mit einem großen Kaderumbruch rechnet Eurosport-Redakteur Pete Sharland aber nicht. "Chelsea wird wahrscheinlich nur drei Spieler für die erste Mannschaft holen. Nach dem Champions-League-Sieg und den Leistungen unter Tuchel ist der Verein glücklich mit dem Kader. Sie brauchen nur ein paar Spieler, die den Unterschied machen können", meint der englische Journalist. Der Kader der Londoner sei ohnehin "fast schon zu groß, deshalb dürfte es zehn bis 15 Abgänge geben".
Sharland geht zudem davon aus, dass sich die Londoner noch im Mittelfeld und in der Abwehr verstärken. Durch vorherige Spielerverkäufe könnten diese Transfers realisiert werden. Auf der Verkaufsliste soll dabei auch Callum Hudson-Odoi stehen. Nach Informationen der "Times" hofft Chelsea auf ein erneuertes Interesse des FC Bayern. Bereits 2019 wollten die Münchener Hudson-Odoi verpflichten. Chelsea lehnte damals aber alle Angebote ab.
Ein weiterer Spieler, der angeblich im Fokus von Chelsea steht, ist Achraf Hakimi. Der Ex-Dortmunder könnte die Engländer im rechten Mittelfeld verstärken. Es soll sogar schon Kontakt mit Inter Mailand gegeben haben. Im Poker um den Marokkaner hat der frischgebackene Champions-League-Sieger laut "Sky Sports Italia" die besten Karten.
Denn Inter soll im Gegenzug an den beiden Chelsea-Verteidigern Emerson Palmieri und Andreas Christensen Interesse haben. Ein Tauschgeschäft wäre eine Option. PSG könnte damit bei Hakimi das Nachsehen haben. Ein erstes Angebot der Franzosen über 60 Millionen Euro soll den Mailändern ohnehin zu wenig sein.

Achraf Hakimi

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Niklas Süle vor Abschied beim FC Bayern?

Für die Defensive wird auch immer wieder Bayern-Star Niklas Süle genannt. Laut "AZ" hat Tuchel weiter großes Interesse an einer Verpflichtung des 25-Jährigen. Mit einem Marktwert von 37 Millionen Euro sowie nur noch einem Jahr Vertrag dürfte die Ablöse nicht allzu hoch ausfallen.
Nach Informationen der "Sport Bild" kann sich der deutsche Rekordmeister trotz der Abgänge von David Alaba und Jérôme Boateng ebenfalls vorstellen, den Innenverteidiger im Sommer abzugeben. Mit Lucas Hernández und Dayot Upamecano dürfte das Duo im Abwehrzentrum der Münchener feststehen.
Bei Chelsea könnte der Verteidiger in der Defensive unter anderem neben Nationalmannschaftskollege Antonio Rüdiger und Thiago Silva auflaufen.
Es stehen also große Namen auf der Wunschliste des FC Chelsea. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, welche Transfer-Träume sich Tuchel in diesem Sommer erfüllen kann.
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