"Es ist schwer, diese Nachricht an die Arsenal-Fans, für die ich die vergangenen Jahre gespielt habe, zu schreiben. Ich bin wirklich tief von der Tatsache enttäuscht, derzeit nicht für die Premier-League-Saison nominiert worden zu sein", schrieb der Weltmeister von 2014 unter anderem in dem Statement.

Özil war von Arteta vorerst sowohl aus dem Kader für die Premier League als auch die Europa League gestrichen worden.

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Damit kann der 32-Jährige frühestens im neuen Jahr wieder in den Kader der Gunners berufen werden. Im Januar benennt Arteta seine Mannschaft für die Rückrunde. Der ehemalige Teamkollege (von 2013 bis 2016 spielten beide bei Arsenal) und jetzige Trainer Özils verteidigte unterdessen seine Entscheidung, den Ex-Schalker aus der Mannschaft genommen zu haben.

Vor dem Europa-League-Spiel der Londoner gegen Rapid Wien (18:55 Uhr) erklärte Arteta: "Was gerade mit Mesut passiert, ist nicht neu. Die Atmosphäre um ihn herum war schon schwierig, als ich ankam."

Mikel Arteta erklärt Rauswurf von Mesut Özil

Im Bezug auf Özil habe er dennoch das Gefühl "versagt zu haben". "Ich wollte den besten Mesut haben und manchmal waren wir nahe dran. Aber in diesem Moment konnte ich das nicht tun, weil ich mich entschieden habe ihn aus dem Kader zu streichen."

Diese Entscheidung habe nichts mit Özils "Verhalten oder den Gehaltskürzungen zu tun", stellte Arteta weiter klar: "Mesut hatte seine Möglichkeiten wie jeder andere auch. Aber ich muss täglich auf die Leistungen schauen und was jeder Spieler ins Team einbringt."

Arteta äußert sich zur Özil-Ausbootung: "Ich habe versagt"

Er müsse versuchen, die bestmögliche Mannschaft aufzustellen. "Mein Gewissen ist rein, denn ich war sehr fair mit ihm", meinte der Arsenal-Trainer schließlich noch. Die englische Zeitung "Daily Mail" berichtete unterdessen, dass Özil glaube, er sei wegen eines politischen Statements aus dem vergangenen Jahr aus dem Kader gestrichen worden.

Auf Twitter hatte der ehemalige Nationalspieler im Dezember 2019 die chinesische Regierung für die angebliche Misshandlung der muslimischen Uighur-Minderheit in der Xinjiang-Provinz kritisiert. Özil sei demnach überzeugt, dass er nicht mehr für die Gunners aufgestellt werde, weil Arsenal ein hohes Interesse an kommerziellem Erfolg in China habe, heißt es in dem Bericht.

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Nach Arsenal-Demontage: Neue Option für Özil?

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