Erst später habe er dann verstanden, "was er wollte und mit welchen Mitteln er gearbeitet hat. Ich konnte damals gar nicht so recht klarkommen mit den Dingen, die er von mir wollte, mit dieser Härte und mit diesem psychischen Druck."
Als junger Spieler mit 22 oder 23 Jahren sei es ihm "manchmal extrem schwer" gefallen. "Ich bin oft nach Hause gefahren, wenn ich ein Gespräch mit ihm hatte und dachte einfach, ich kann nicht mehr. Was soll ich machen? Weil er so einen extremen Druck aufbaute", erzählte Schürrle, der 2013 von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea gewechselt war.
Vor allem in seiner ersten Saison spielte Schürrle unter Mourinho noch regelmäßig von Beginn an. Dann habe ihn der Blues-Coach aber "in der Halbzeit ausgewechselt. Und im nächsten Spiel war ich gar nicht im Kader und war auf der Tribüne."
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Diese Entscheidungen habe er damals nicht nachvollziehen können und "auch Selbstwertgefühl verloren, weil das Ego verletzt ist".

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André Schürrle fühlte sich beobachtet

Schließlich sei er in eine sehr seltsame Phase geraten. "Dann machst du dir Gedanken darüber, was er denken könnte. Ich hatte dann manchmal im Training auch das Gefühl, dass er nur auf mich schaut. Aber es war vermutlich gar nicht mal der Fall", erklärte Schürrle.
Er habe zu diesem Zeitpunkt manchmal das Gefühl gehabt, als würde ihn "jemand beobachten und denken, du bist scheiße".
Im Winter 2015 wechselte der ehemalige Nationalspieler zurück in die Bundesliga zum VfL Wolfsburg. Nach weiteren Stationen bei Borussia Dortmund, dem FC Fulham und Spartak Moskau beendete Schürrle im Sommer mit 29 Jahren überraschend seine Karriere.
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