Manchester United und Cristiano Ronaldo gehen in Champions League K.o. - vier Fragen, die sich jetzt aufdrängen
Manchester United ist in der Champions League trotz spektakulärer Verpflichtungen im vergangenen Sommer früh gescheitert. Chancen auf Titel gibt es für die Red Devils in diesem Jahr daher nicht mehr, zudem ist auch die Qualifikation für die Königsklasse in der kommenden Saison gefährdet. Entwicklungen, die Fragen aufwerfen. Vor allem im Hinblick auf die Zukunft von Cristiano Ronaldo.
Paul Pogba (L) and Manchester United's Portuguese striker Cristiano Ronaldo (R) leave straight after the final whistle
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Gegen Atlético Madrid kann man ausscheiden - keine Frage.
Die Art und Weise, mit der das große Manchester United am Dienstagabend im altehrwürdigen Old Trafford versuchte, die Rojiblancos zu knacken, war jedoch ernüchternd.
Zu sehen war die große Enttäuschung nicht nur bei den Menschen, die Atléti-Trainer Diego Simeone nach Abpfiff der Partie (0:1) bei dessen Sprint in die Katakomben mit allerhand Getränken bewarfen, sondern auch im Gesicht des großen Heilsbringers.
Cristiano Ronaldo senkte den Kopf, schüttelte ihn einmal nach links, einmal nach rechts und schlich dann frustriert von dannen.
Ob er jemals wieder für Manchester United in der Königsklasse auflaufen wird, ist eine der großen Fragen, die sich bei United nun aufdrängt.
Was es sonst noch zu beantworten gilt:
1. Die Trainerfrage: Wer wird neuer ManUnited-Coach?
Dass Ralf Rangnick nicht über das Saisonende hinaus an der Seitenlinie der Red Devils stehen würde, sondern im kommenden Sommer für zwei Jahre in eine beratende Rolle wechselt, war schon beim Amtsantritt des 61-Jährigen klar.
Die Frage, wer das Amt des Interimstrainers in den kommenden Jahren übernehmen soll, steht spätestens seit dem K.o. gegen Atlético über allem. "Das Allererste, was dieser Verein tun muss, um auch nur in die Nähe einer erneuten Meisterschaft zu kommen, ist, einen richtigen Trainer zu finden", sagte TV-Experte und Manchester-Ikone Paul Scholes am Dienstag bei "BT Sports".
Scholes führte danach aus: "Ich will mich nicht weiter auf Rangnick einschießen, er scheint wirklich nett zu sein und kommt in Interviews gut rüber, er ist sehr ehrlich, aber wie er ausgewählt wurde, diesen Verein für sechs Monate bis zum Ende der Saison zu trainieren, werde ich nie verstehen."
Gerüchte über die Rangnick-Nachfolge gibt es einige, die Kandidatenliste bleibt jedoch bisher überschaubar - und natürlich ist auch Rangnick selbst in die Suche nach seinem eigenen Nachfolger involviert.
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Ralf Rangnick ist mit Manchester United in der Champions League ausgeschieden
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Von Mauricio Pochettino, Erik ten Hag oder Luis Enrique war bereits zu lesen. Spekuliert wird aber auch über Ralph Hasenhüttl. Der Southampton-Coach soll laut Informationen des "Mirror" auf der Liste stehen und kennt Rangnick bereits aus gemeinsamen Zeiten bei RB Leipzig. Eigentlich wollte der Österreicher nach Ablauf seines Vertrages bei den Saints Schluss machen, doch ein Angebot der Red Devils könnte ihn zum Umdenken bewegen.
Und dann wäre da auch noch das Gerücht um Julian Nagelsmann. Der Bayern-Coach werde laut "ESPN" von United-Geschäftsführer Richard Arnold und der Glazer-Familie für das Amt des Cheftrainers in Betracht gezogen.
Auch wenn ein Wechsel des deutschen Trainer-Stars höchst unwahrscheinlich ist: die Frage, wer bei den Red Devils in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzt, ist eine der heißesten im Fußballgeschäft.
2. Was passiert mit Cristiano Ronaldo?
Nicht minder heiß und mindestens genauso drängend ist die Frage nach der Zukunft von Cristiano Ronaldo.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass CR7 seinem geliebten Manchester United im Sommer zum zweiten Mal den Rücken kehrt. Die aktuell noch ungeklärte Trainerfrage ist einer Einigung über eine weitere Zusammenarbeit nicht gerade zuträglich - zumal auch die kommende Spielzeit bei United noch eine Übergangssaison werden dürfte.
Es darf bezweifelt werden, dass Ronaldo in seinem Alter die Geduld aufbringt, zu warten, während der Klub damit beschäftigt ist, eine Zukunft aufzubauen, an der er letztlich dann gar nicht mehr beteiligt ist.
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Für Cristiano Ronaldo und ManUnited ist die Champions-League-Saison gelaufen
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Der Portugiese ist eben kein Entwicklungshelfer, sondern im Spätherbst seiner Karriere im Win-Now-Modus. Auf seine alten Tage wird es ihn dorthin ziehen, wo um Titel gespielt wird und nebenbei auch die finanziellen Rahmenbedingungen gegeben sind.
Ronaldo und Manchester United: Dieses Kapitel dürfte am Saisonende beendet sein.
3. Wie kann die laufende Saison gerettet werden?
Da United nun aus allen Pokalwettbewerben ausgeschieden ist und in der Premier League ganze 20 Punkte hinter Tabellenführer und Stadtrivale ManCity auf Rang fünf liegt, steht schon jetzt fest: Auch im fünften Jahr in Folge werden die Red Devils ohne Titel bleiben.
Rangnick gab sich am Dienstag jedoch weiterhin kämpferisch. "Für uns geht es jetzt darum, die Saison so gut wie möglich zu Ende zu spielen und möglichst noch Platz vier zu erreichen. Das wird schwer, das wissen wir auch", sagte er bei "Prime Video".
Ein Blick auf die Tabelle wirkt auf den ersten Blick gar nicht so aussichtslos, United liegt schließlich nur einen Punkt hinter dem FC Arsenal auf Rang fünf. Doch bei genauerem Hinsehen wird die Krux schnell deutlich, denn Arsenal hat noch satte drei Nachholspiele in der Hinterhand, welche den Rückstand auf die Champions-League-Ränge für ManUnited im schlimmsten Fall auf zehn Punkte anwachsen lassen könnten.
"Sechs, vielleicht sieben Spiele" müsse man nun gewinnen, prognostiziert Rangnick. "Auf alle Fälle natürlich auswärts gegen Arsenal. Das wird jetzt die Aufgabe sein."
Das wegweisende Duell mit den Gunners findet am 23. April im Emirates statt.
4. Kommt im Sommer der große Umbruch?
Ob es mit der Qualifikation für die Königsklasse klappt, bestimmt auch, wie groß die Umbaumaßnahmen im kommenden Sommer im roten Teil Manchesters werden - und damit ist nicht der Abriss und Neuaufbau des legendären Old Trafford Stadiums gemeint.
Es gibt einen guten Kern an jungen Spielern, jedoch auch einige, die den hohen Ansprüchen momentan nicht genügen. Der neue Trainer, wer auch immer dies sein wird, muss die Lage möglichst zeitnah bewerten und gemäß seiner Spielphilosophie agieren. Dabei darf er auch vor großen Namen nicht zurückschrecken.
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Paul Pogba
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"Sie werden im Sommer einen großen Teil des Kaders umbauen und das Team rundum erneuern", schätzt United-Experte Ibrahim Mustapha von Eurosport UK in London die Lage ein, fügt aber gleichzeitig auch hinzu, dass dieses Vorhaben aufgrund der hohen Kostenstruktur gerade bei den Gehältern schwierig wird.
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Rangnick sauer: "Schiri machte es Atletico leicht"
Quelle: Perform
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