FC Arsenal: Besser als die "Invincibles" - warum Mikel Artetas Team titelreif ist
37 Punkte, zwölf Siege aus 14 Spielen: Der FC Arsenal grüßt vor der WM-Pause mit fünf Zählern Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Manchester City von der Tabellenspitze und schickt sich an, tatsächlich ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können. In einer Statistik stellen Mikel Artetas Gunners sogar die "Invincibles" in den Schatten, die in der Saison 2003/04 ungeschlagen Meister wurden.
Martin Ödegaard, William Saliba und Bukayo Saka vom FC Arsenal
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Die Party des FC Arsenal begann am Samstag bereits auf der Hinfahrt.
Auf dem Weg zum Auswärtsspiel bei den Wolverhampton Wanderers verfolgte das Team von Mikel Arteta das Duell von Rivale Manchester City mit dem FC Brentford und sah, wie Ivan Toney den krassen Außenseiter im Ethihad Stadium in der achten Minute der Nachspielzeit zum Sensationssieg schoss.
Wie die Stimmung im Bus daraufhin gewesen sei, wollte ein Reporter von Arteta wissen. "Ihr könnt es Euch vorstellen", antwortete der mit einem Grinsen.
Dass sein Team daraufhin auch noch die eigene Aufgabe mit Bravour meisterte und dank eines Doppelpacks von Kapitän Martin Ödegaard (2:0) drei Punkte aus dem Molineux Stadium entführte, setzte dem Jahresabschluss der Gunners die Krone auf.
37 Punkte: Artetas Arsenal besser als die "Invincibles"
Es war bereits der zwölfte Sieg der Nordlondoner, die komfortabel an der Tabellenspitze thronen und mit nunmehr fünf Punkten Vorsprung auf ManCity in die knapp sechswöchige WM-Pause gehen.
"Es ist großartig, dort zu sein, wo wir sind, und wir genießen den Moment", sagte Arteta. Es war wohl der endgültige Beweis dafür, dass man die Gunners, die in den vergangenen fünf Jahren nicht einmal die Champions League erreicht hatten, als Titelanwärter ernst nehmen muss.
37 Punkte sind zu diesem Zeitpunkt der Saison ein neuer Vereinsrekord. Eine solche Ausbeute war selbst den "Invincibles" 2003/04 nicht vergönnt gewesen.
Arteta hat aus dem strauchelnden Riesen nach Anlaufschwierigkeiten in seinen ersten beiden Spielzeiten wieder ein Top-Team geformt, das mit organisiertem und balldominantem Fußball zu gefallen weiß.
Guardiola verneigt sich vor Arsenal
Lob gab es dafür unlängst von Artetas ehemaligem Mentor, Pep Guardiola, unter dem der Spanier drei Jahre lang als Co-Trainer von Manchester City fungiert hatte (2016-2019).
"Mikel hatte eine schwierige Anfangsphase, aber die Leute sehen, wie er jeden Tag arbeitet, wie engagiert er ist. Er ist geduldig. Alle Manager wollen Zeit, um etwas aufzubauen. Arsenal hat sie ihm gegeben. Deshalb stehen sie jetzt da, wo sie stehen", so der 51-Jährige.
Arteta krempelte das Team in seinen ersten beiden Jahren komplett um, setzte auf die Jugend (Durchschnittsalter des Kaders 23,9 Jahre) statt auf teure Stars. Dieses Vertrauen zahlt sich nun aus.
Guardiola hat die Gunners längst als ernsthaften Rivalen im Titelkampf anerkannt.
"Wenn du die Tabelle der Premier League anführst, dann liegt das daran, dass du das beste Team", verneigte sich der City-Coach vor Artetas jungen Wilden.
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Arsenal-Coach Mikel Arteta
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Ödegaard, Saliba, Jesus: Die Gesichter des Arsenal-Aufschwungs
Ödegaard (23), der mit dem Doppelpack in Wolverhampton seine Saisontore Nummer fünf und sechs erzielte, ist eines der Gesichter des Aufschwungs.
"Er ist auf seine Art und Weise ein Anführer und ein fantastischer Mensch und Fußballer. Es ist nicht leicht, das alles in seinem Alter zu stemmen", schwärmte Arteta: "Wir wissen nicht, wo seine Grenzen liegen."
Auch Gabriel Martinelli und Bukayo Saka (beide 21) haben unter Arteta eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Zudem hat sich der im Sommer nach einer Leihe zurückgekehrte William Saliba (21), der jüngst Ex-Arsenal-Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang im Duell mit Chelsea (1:0) völlig kaltstellte, zu einem der besten Innenverteidiger der Liga gemausert.
Granit Xhaka und Thomas Partey, die in der Zentrale ihren zweiten Frühling erleben, bringen die nötige Brise Erfahrung mit ins Team. Mit Gabriel Jesus (fünf Tore, sieben Vorlagen), der im Sommer für 52 Millionen Euro aus Manchester zum Hauptstadtklub gewechselt war, scheint Arteta zudem das fehlende Puzzle-Teil in der Sturmspitze gefunden zu haben.
Diese Statistik macht Arsenal Mut
Doch der Teammanager warnt davor, abzuheben. "Unser Ziel ist es, jeden Tag besser zu werden. Wir müssen noch einiges verbessern", so der 40-Jährige.
24 Spieltage stehen noch aus, unter anderem zwei Duelle gegen Guardiolas City. Spiele, die Arsenal gewinnen muss, wollen sie tatsächlich zum ersten Mal seit 19 Jahren die Premier-League-Trophäe in die Höhe strecken.
Eine Statistik macht den Gunners auf jeden Fall Mut: Arsenal ist erst das achte Team in der Geschichte des englischen Oberhauses, das 12 Siege aus den ersten 14 Saisonspielen holte.
Alle sieben Vorgängermannschaften gewannen am Ende der Saison den Titel.
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Quelle: Perform
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