Sergio Gómez - vom BVB-Flop zur Geheimwaffe bei Manchester City?

Borussia Dortmund hat mit cleveren Transfers internationaler Talente wie Jude Bellingham oder Jamie Bynoe-Gittens aufhorchen lassen. Als Teenager zum BVB gekommen, starteten die Youngster durch. So war einst auch der Plan bei Sergio Gómez, der 2018 vom FC Barcelona zur Borussia kam. Nur: Der BVB gab den Spanier schnell wieder ab - zu schnell? Denn nun spielt Gómez plözlich bei Manchester City.

Sergio Gómez spielt fortan für Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Es war ein Coup, als es Borussia Dortmund 2018 gelang, Sergio Gómez für etwa drei Millionen Euro aus La Masia, der berühmten Jugendakademie des FC Barcelona, loszueisen.
Der 17-Jährige sei "weltweit zweifellos einer der stärksten Spieler seines Jahrgangs", frohlockte BVB-Sportdirektor Michael Zorc damals. Man sei froh, dass das Talent sich "trotz der Offerten vieler europäischer Topklubs" für den BVB entschieden habe.
Schon eineinhalb Jahre später verlieh die Borussia den Neuzugang für zwei Spielzeiten an den spanischen Klub SD Huesca, nach der Rückkehr gab man Gómez an den RSC Anderlecht ab. Im Trikot des BVB hatte der Spanier ganze 26 Partien bestritten, nur drei davon für die erste Mannschaft.
Der Hoffnungsträger für das offensive Mittelfeld konnte sich beim BVB nicht durchsetzen, die Konkurrenz war mit Profis wie Julian Brandt, Thorgan Hazard, Jadon Sancho oder Raphaël Guerreiro einfach zu groß. Letztlich einigten sich Spieler und Verein im Sommer 2021 auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrags.

Gómez: Umschulung von Erfolg gekrönt

Ein Jahr und eine starke Saison beim RSC Anderlecht später schnappte sich der englische Meister Manchester City den inzwischen 21-Jährigen.
Was Fragen aufwirft.
Hat man in Dortmund die Qualitäten von Gómez etwa nicht erkannt? Und: Was will City mit dem Spanier, der beim BVB durchfiel?
Zunächst einmal muss man den BVB in Schutz nehmen. Nach dem Wechsel in die belgische Jupiler League zum RSC Anderlecht schulte Gómez um. Der Junioren-Nationalspieler versuchte sich fortan als Linksverteidiger. Mit Erfolg. Der einstige Dortmunder absolvierte alle 34 Saisonspiele und steuerte trotz seiner defensiven Ausrichtung fünf Tore und zwölf Assists bei.

Gómez heiß auf Zusammenarbeit mit Guardiola

Und genau das nahm man in Manchester mit großem Interesse zur Kenntnis.
Mehr noch: Die Skyblues reagierten und sicherten sich die Dienste von Gómez für eine Ablöse von rund 13 Millionen Euro, der Vertrag läuft bis 30. Juni 2026. "Wir sind sicher, dass er sowohl in der Abwehr als auch im Sturm zusätzliche Qualität in unseren Kader bringen und sich unter Pep und seinen Trainern weiter entwickeln und verbessern wird", erklärte Txiki Begiristain, Sportlicher Leiter bei City.
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Pep Guardiola

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Damit schließt sich ein wenig auch ein Kreis. In den Jahren 2010 bis 2012 waren Gómez und Guardiola gemeinsam beim FC Barcelona beschäftigt - allerdings noch ohne direkt zusammenzuarbeiten. Das holen die beiden Katalanen nun in Manchester nach. "Sowohl Barça als auch City sind Teams, die ich für ihre Art zu spielen mag", hatte Gómez unlängst gegenüber "Le Soir" erzählt. Unter Guardiola habe er nun "die Chance, unter dem besten Trainer des Weltfußballs zu lernen".

Backup für Cancelo? Das kommt auf Gómez zu

Will er sich einen Platz im Starensemble sichern, muss er das auch tun. In die Karten spielt dem Neuzugang, dass City im Sommer mit Oleksandr Zinchenko einen Linksverteidiger ziehen ließ. Gómez ist damit als Backup für João Cancelo fast ohne Konkurrenz, da Benjamin Mendy aufgrund seit ein paar Tagen wegen angeblicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor Gericht steht und ohnehin vom Verein suspendiert ist.
Theoretisch könnte Gómez sein Debüt am 21. August geben, wenn City am 3. Spieltag der Premier League bei Newcastle United antritt. Doch auch wenn es damit noch nicht klappen sollte - die Aussichten des La-Masia-Schülers sind während der vergangenen eineinhalb Jahre deutlich sonniger geworden.
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Quelle: Perform

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