Chelsea geht mit neuem Coach Xabi Alonso und einem 400-Millionen-Euro-Invest in die neue Saison - blühen die Blues auf?

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Der FC Chelsea kommt aus einem tiefen Tal, hat sich mit Xabi Alonso aber einen der begehrtesten Trainer im europäischen Fußball gesichert und mit der Verpflichtung von Morgan Rogers einen Transfer-Rekord aufgestellt. Beide Personalien befeuern in London die Hoffnungen, wieder mitzumischen im Konzert der Großen - kurzfristig in der Premier League und mittelfristig auch auf europäischer Bühne.

FC Chelsea: Startet Alonso eine neue Ära der Blues?

Quelle: Perform

Europapokal ohne Chelsea? Klingt komisch, ist aber so. Die Blues kamen in der vergangenen Saison als Zehnter über die Ziellinie in der Meisterschaft und müssen 2026/2027 zuschauen, wenn es in den internationalen Wettbewerben zur Sache geht.
Optimisten sehen darin einen Vorteil für den neuen Teammanager Xabi Alonso, dessen Mannschaft einer deutlich niedrigeren Belastung ausgesetzt sein wird, als es bei den anderen Schwergewichten der Premier League der Fall ist.
Hinzu kommt: Der Klub investierte im Sommer mehr als 400 Millionen Euro in neue Kräfte, um personelle Lücken zu schließen, den Kader zu optimieren. Dabei stellte Chelsea gleich noch einen Rekord auf und machte Morgan Rogers, der für kolportierte 137 Millionen Euro Ablöse von Aston Villa kam, zum teuersten englischen Spieler der Fußball-Geschichte.
Alonso findet in London exzellente Bedingungen vor. Dafür muss am Saisonende aber schon die direkte Qualifikation für die Champions League herausspringen. Die Blues wollen wieder auf Augenhöhe kommen mit Meister Arsenal, den Manchester-Vereinen City und United sowie dem FC Liverpool. Könnte klappen. Die erste Bewährungsprobe wartet am 1. Spieltag im Stadtteil-Derby beim FC Fulham (24. August ab 21:00 Uhr im Liveticker).

FC Chelsea: Das ist neu

Der Superstar sitzt auf der Bank. Nachdem in der vergangenen Spielzeit Enzo Maresca und ab Januar Liam Rosenior vergeblich versucht hatten, Chelsea in der Premier League auf Kurs zu bringen, setzt der Klub nun auf einen Trainer, dessen Namen alles überstrahlt: Xabi Alonso. Als Spieler unter anderem zweimal Europa- und einmal Weltmeister, dazu zweimal Gewinner der Champions League, hat der 44-Jährige seinen Profis eine Menge voraus. Derart dekoriert trat noch kein Chelsea-Coach in diesem Jahrtausend seinen Job an.
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Alonso: "Sehe, dass dieser Verein großes Potenzial hat"

Quelle: Perform

"Es war ein kleiner Coup für Chelsea, Alonso diesen Sommer unter Vertrag zu nehmen, vor allem angesichts der Tatsache, dass der Trainerposten bei Liverpool frei war", schrieb der britische "Guardian".
Der Umstand, dass der Trainer den prominentesten Namen trägt, dürfte einen gewichtigen Teil der medialen Aufmerksamkeit auf ihn lenken - und möglicherweise ein wenig weg von den Spielern. Das ist ob der Tatsache, dass Chelsea mit dem jüngsten Kader aller Premier-League-Mannschaften in die Saison geht, sicher kein Nachteil.

Chelsea: Das Fragezeichen

Wer ist die Nummer eins zwischen den Pfosten? Robert Sánchez Lynch konnte sich seiner Rolle sicher sein, war unter Maresca und Rosenior gesetzt im Tor. Allerdings ist der Spanier nicht unumstritten, zeigte sich mitunter fehleranfällig. Bei der 2:3-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel des League Cups gegen Arsenal etwa leistete sich Sánchez Lynch zwei kapitale Schnitzer, die zu Gegentoren führten.
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Chelsea-Keeper Robert Sánchez Lynch im Einsatz

Fotocredit: Getty Images

Nachdem Alonso ankündigte, dass das Rennen um die Stammplätze auf allen Positionen "offen" sei, muss der 28-Jährige um seinen Status fürchten. Im Nacken sitzt ihm der junge Mike Penders, der nach einem Jahr Leihe (Racing Straßburg) zurück ist bei den Blues. Der 21-jährige Belgier gilt als talentiert, hungrig und gefährlicher Herausforderer für Sánchez Lynch.
Der wiederum nimmt den Konkurrenzkampf sportlich. "Ich finde, es ist immer gut, wenn man jeden Tag ein oder zwei Leute hat, die einen antreiben", wird der Schlussmann von der "BBC" zitiert. Mit seinen zwei Metern Körpergröße beherrsche Penders den Strafraum. "Ich glaube, er wird in Zukunft ein großartiger Torwart sein. Er hat enormes Potenzial." Wie oft er das in der kommenden Saison zeigen kann, wird Alonso zu entscheiden haben.

Chelsea: Die neue Hoffnung

Logisch. Wenn ein Verein fast 140 Millionen Euro in einen Neuzugang investiert, der nie zuvor in einem wirklich großen Klub als Profi gespielt hat, dann entstehen besondere Hoffnungen. Bei Morgan Rogers ist das nicht anders. Immerhin: Der Offensiv-Allrounder kam als Europa-League-Sieger von Aston Villa nach London, spielte die WM 2026 für England und bereitete dort zwei Tore vor.
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Chelsea-Teammanager Xabi Alonso bei der Vertragsunterzeichnung von Morgan Rogers

Fotocredit: Getty Images

Man habe "eines der vielversprechendsten jungen Offensivtalente der Premier League" unter Vertrag genommen, teilte der FC Chelsea stolz mit. Das "große Plus", so "BBC"-Experte und Ex-Nationalspieler Micah Richards, sei die Tatsache, dass Rogers "von links kommen, in der Mitte spielen und auch von rechts kommen kann. Und all diese Rollen füllt er gleich effektiv aus."
Unter Alonso, der früher schon hochtalentierte Spieler wie Florian Wirtz in Leverkusen besser gemacht hat, soll nun auch Rogers den nächsten Schritt gehen - und die horrende Ablösesumme einspielen.

FC Chelsea: Hier ist noch Bedarf

Innenverteidigung, Außenverteidigung, Mittelfeld, Angriff - der FC Chelsea hat sich mit seiner 400 Millionen Euro starken Investitionsspritze auf zig Positionen verstärkt. Interessant wird zu beobachten sein, wie sich die Lage im Tor entwickelt. Denn sowohl Sánchez Lynch als auch Penders sind aktuell noch nicht auf Weltklasse-Niveau - und fallen im Vergleich zur Konkurrenz bei Arsenal (David Raya), Manchester City (Gianluigi Donnarumma) oder Liverpool (Alisson Becker) ab.
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Der FC Chelsea vor der Saison 2026/2027

Fotocredit: Getty Images

Ein kurioser "Bedarf" der Besserung herrscht indes in Sachen Verwarnungen und Disziplin. Seit 2023/2024 kassierte Chelsea nach Informationen der Statistik-Experten von "Opta" 294 Gelbe und 14 Rote Karten in der Meisterschaft - Negativrekord. In der Tabelle der Verwarnungen belegten die Londoner in diesen drei Spielzeiten die Plätze eins, eins und zwei. Hilfreich sind diese "Top-Platzierungen" freilich nicht.

Chelsea: Das kommt auf Alonso zu

Mit Bayer Leverkusen schuf Alonso als Trainer ein meisterliches Kunstwerk, beim Starensemble von Real Madrid wurde er nach sechs Monaten entlassen. Chelsea ist die dritte Station des Spaniers als Cheftrainer - und liegt in ihrer Kniffligkeit irgendwo zwischen Bayer und Real. Klar ist: Alonso muss das Team zurück in die Champions League führen und darf gerne nebenher einen der beiden Pokalwettbewerbe auf der Insel gewinnen.
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Xabi Alonso vor Saisonauftakt: "Nicht zu früh" über Ziele sprechen

Quelle: Perform

Alonso weiß, was auf ihn zukommt - und nahm das Wort "Titel" gleich bei der Vorstellung in seinen Sprachgebrauch auf. "Wir wollen eine Mannschaft aufbauen, die in der Lage ist, dauerhaft auf höchstem Niveau mitzuspielen und um Titel zu kämpfen", unterstrich der 44-Jährige. Der Fokus liege "auf harter Arbeit, dem Aufbau der richtigen Kultur und dem Gewinn von Titeln."
Am Ende wird seine Zeit bei Chelsea daran gemessen. Theoretisch hat Alonso nun vier Jahre, um die großen Ambitionen zu erfüllen, schließlich läuft sein Vertrag bis 30. Juni 2030.
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McFarlane über Alonso: "Chelsea wird immer Top-Trainer anziehen"

Quelle: Perform


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