1. FC Heidenheim: Norman Theuerkauf - Chronologie eines schwarzen Abends

Norman Theuerkauf war die tragische Figur des Relegations-Rückspiels zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem SV Werder Bremen (2:2). Der Heidenheimer Verteidiger brach nach dem Spiel in Tränen aus und musste von seinem Trainer Frank Schmidt getröstet werden. Die Chronologie eines schwarzen Abends, den er noch lange in Erinnerung behalten wird.

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Fotocredit: Eurosport

Es war die dritte Minute, als der Heidenheimer Traum vom Aufstieg in die erste Bundesliga das erste Mal schwer erschüttert wurde. Norman Theuerkauf, Stamm- und Führungsspieler des 1. FC Heidenheim, chippte den Ball bei einem Klärungsversuch im eigenen Sechzehnmeterraum in den eigenen Torwinkel. Torwart Kevin Müller war machtlos, das Entsetzen machte sich breit im Gesicht des Innenverteidigers.
Es war der Beginn eines rabenschwarzen Abends für den 33-Jährigen.
Noch in der Halbzeitpause war sich der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald sicher, dass Theuerkauf seinen Fauxpas abschütteln würde: "Theuerkauf ist ein sehr erfahrener Spieler, der genügend Erfahrung hat, sowas abzustreifen. Ich finde, er war nachher auch gut im Spiel drin."
War er, bis er in der 95. Spielminute die Hauptrolle beim zweiten Bremer Tor und damit dem K.o. der eigenen Elf spielte. Fin Bartels kam vom rechten Flügel auf Theuerkauf zu, der Heidenheimer versuchte, seinen Körper zwischen Gegner und Ball zu stellen, um die Situation zu klären. Allerdings misslang ihm dies, er geriet ins Straucheln. Bartels zog mühelos in den Sechzehner ein, legte auf Ludwig Augustinsson quer, der den Ball zum 2:1 ins Tor beförderte. Heidenheim in der Bundesliga? In diesem Moment ausgeträumt - daran änderte auch der 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit durch den verwandelten Foulelfmeter von Tim Kleindienst (90.+7) nichts mehr.
Nach dem Spiel brach es aus Theuerkauf heraus, die Tränen flossen, Mitspieler, Betreuer und Trainer versuchten ihn zu trösten.
Eine schier unmögliche Aufgabe nach einem derart bitteren Abend.
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