Gianluigi Donnarumma verlängert nicht beim AC Milan - Berater Mino Raiola unterstellt "Mobbing"

Die Causa Gianluigi Donnarumma nimmt immer größere Dimensionen an. Nachdem bekannt wurde, dass der 18-jährige Torhüter seinen 2018 auslaufenden Vertrag beim AC Milan nicht verlängert, wurde Donnarumma von aufgebrachten Anhängern mit Geldscheinen beworfen. Sein Berater Mino Raiola attackiert Milan und wirft dem Klub sogar "Mobbing" vor. Dagegen wehren sich die AC-Verantwortlichen entschieden.

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Fotocredit: Eurosport

Sonntag, Italien gegen Dänemark bei der U21-EM. Gianluigi Donnarumma steht im Tor, als Schmähgesänge einsetzen und Papier-Dollarscheine fliegen. Wütende Anhänger des AC Milan unterstellen Geldgier - und gingen offenbar noch weiter.
Was Donnarummas Berater Mino Raiola am selben Abend im italienischen TV sagt, ist starker Tobak. Ein "feindseliges, gewalttätiges Klima" sei erschaffen worden, pestet er in Milan-Richtung
Kürzlich wurde bekannt, dass der 18-Jährige seinen 2018 auslaufenden Vertrag beim AC nicht verlängere; Real Madrid und Juventus Turin gelten als interessiert, wobei Raiola dementiert, dass die Finanzen eine Rolle einnehmen.
Stattdessen habe Einigkeit bestanden, auf keinen Fall ablösefrei zu wechseln, was Milan eine saftige Einnahme verwehren würde. "Es gab deshalb nicht mal die Notwendigkeit, überhastet zu verlängern", sagt Raiola. Die Umstände hätten den Donnarumma-Clan allerdings "gezwungen", die Gespräche zu beenden.
Milans Vorstandschef Marco Fassone reagiert im "Corriere dello Sport" auf Raiolas Anschuldigungen. "Es gab keine Drohungen", betont der 53-Jährige und kritisiert Donnarumma:
Das Angebot an den Youngster bewertet Fassone als fair: "Ich weiß nicht, was wir noch hätten tun können, um Gigio und seine Familie zufrieden zu stellen." Trotz des Konflikts werde der Keeper nächste Saison beim AC sein.
Italiens Medien spekulieren schon, dass Donnarumma die Spielzeit auf der Tribüne verbringen könnte. Dieses "Risiko" sieht auch Raiola, während Fassone sagt, dass es Entscheidung von Trainer Vinczeno Montella sei: "Wegen mir kann Donnarumma immer spielen."
Indes müsse der Verein proaktiv denken - also frühzeitig einen Nachfolger verpflichten. "Wir können uns nicht auf jemanden verlassen, dessen Vertrag ausläuft und der vielleicht an Real Madrid denkt", meint Fassone.
Neben Mattia Perin vom CFC Genua wird Leverkusens Bernd Leno als Ersatz für Donnarumma gehandelt. Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen, so oder so…
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