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Mats Hummels: Ex-BVB-Star erlebt einen Start bei der AS Roma zum Vergessen - Wechsel entwickelt sich zum Flop
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Publiziert 08/11/2024 um 22:27 GMT+1 Uhr
Mats Hummels' Wechsel zur AS Roma sollte das große Finale seiner Karriere einläuten, doch der ehemalige Dortmunder erlebte einen Start zum Vergessen. Ein misslungenes Debüt sowie ein Dauerplatz auf der Bank prägen seine Roma-Zeit bislang. Trainer Ivan Juric setzt nicht auf den Routinier, während die Mannschaft in der Serie A und Europa League enttäuscht. Zieht Hummels nun sogar die Reißleine?
"Willkommen!" Roma-Fans feiern Ankunft von Hummels am Flughafen
Quelle: Perform
Die Roma-Fans machten keinen Hehl daraus, was sie von der Aufstellung von Trainer Ivan Juric für die Europa-League-Partie gegen Union Saint-Gilloise hielten.
Unter dem entsprechenden Post in den sozialen Medien häuften sich schnell Kommentare, die einhellig die Hereinnahme von Mats Hummels forderten.
"Hummels könnte sogar Trainer dieser Mannschaft sein, und er sitzt auf der Bank?", fragte ein User ungläubig. Ein anderer Anhänger schrieb unverblümt: "Beschämend. Zeigt Respekt für Hummels!"
Doch die Rufe der Fans änderten nichts an der Tatsache, dass der Weltmeister von 2014 beim 1:1-Remis erneut über 90 Minuten auf der Bank schmoren musste - obwohl in der Innenverteidigung der frühere Frankfurter Evan Ndicka ausfiel.
Das Engagement des 35-Jährigen in der Ewigen Stadt entwickelt sich damit zunehmend zum Desaster.
Hummels in Rom komplett außen vor
Lediglich 23 Pflichtspielminuten hat Hummels seit seinem Wechsel im Sommer von Borussia Dortmund absolviert.
Sein Debüt feierte der Ex-BVB-Star ausgerechnet bei der 1:5-Klatsche gegen die AC Florenz, bei der ihm zu allem Überfluss nur vier Minuten nach seiner Einwechslung ein Eigentor zum Endstand unterlief.
Diese verunglückte Premiere steht symbolisch für den verkorksten Start des Routiniers in der italienischen Hauptstadt. Bislang sollte es Hummels' einziger Einsatz für seinen neuen Verein bleiben.
"Es ist eine taktische Entscheidung. Ich setze das Team ein, das die besten Chancen auf den Sieg hat, und so fühlte ich mich auch heute," begründete Trainer Juric am Donnerstag seine Entscheidung, erneut auf den Routinier zu verzichten.
Davide Bighiani, Fußball-Experte von Eurosport Italien, vermutet jedoch, dass dahinter mehr stecken könnte. "Vielleicht will Juric den Forderungen der Fans nicht nachgeben und versucht so, sich den Respekt der Umkleidekabine zu verdienen", mutmaßt er.
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Mats Hummels kommt bei der Roma noch nicht zum Zug
Fotocredit: Getty Images
"Es ist schwer zu glauben, dass es sich um ein physisches Problem handelt, da Hummels seit Monaten bei der Roma ist und immer noch keinen Platz findet", so Bighiani weiter.
Hummels: De-Rossi-Aus als Rückschlag
Dabei war Hummels' Entschluss, nach seinem viel diskutierten Vertragsende beim BVB nach Rom zu wechseln, durchaus nachvollziehbar.
Anstatt dem Lockruf des Geldes aus Saudi-Arabien oder den USA zu folgen und einen sportlichen Abstieg in Kauf zu nehmen, entschied er sich im fortgeschrittenen Fußballalter für eine neue Herausforderung in einer der europäischen Topligen.
Dolce Vita in Italien zum Karriereausklang also, gepaart mit einem echten sportlichen Anreiz - doch es sollte alles ganz anders kommen.
Bereits nach wenigen Wochen wurde Jurics Vorgänger Daniele De Rossi, der laut Hummels einer der Gründe für seinen Wechsel nach Rom war, überraschend entlassen - ein herber Rückschlag für den fünfmaligen deutschen Meister.
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Daniele De Rossi (l.) und Mats Hummels zu Saisonbeginn bei der AS Rom
Fotocredit: Getty Images
Roma-Coach Juric wackelt
"Er ist ein toller Typ. Ich habe ihn schon als Spieler gekannt und so viel von ihm gehört, noch bevor ich überhaupt hierher gekommen bin", hatte Hummels Anfang September in seinem ersten offiziellen Interview in Italien noch von De Rossi geschwärmt.
Dessen Nachfolger Juric scheint hingegen nicht auf den Innenverteidiger zu setzen. Der Erfolg gibt dem kroatischen Ex-Profi bislang allerdings nicht recht.
In der Serie A rangiert Roma nur auf Platz zwölf und hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher, während in der Europa League bisher lediglich ein Sieg aus vier Partien zu Buche steht.
"Die Schwierigkeiten, die das Team zu Saisonbeginn gezeigt hat, haben sich auf alle Mannschaftsteile ausgewirkt, auch auf die Verteidigung", analysiert Bighiani.
Es überrascht daher kaum, dass Juric offenbar ernsthaft um seinen Job bangen muss. Laut "Gazzetta dello Sport" hat die Vereinsführung bereits Gespräche mit Italiens ehemaligem Nationaltrainer Roberto Mancini aufgenommen.
Kehrt Hummels in die Bundesliga zurück?
Doch auch um Hummels selbst ranken sich zunehmend Gerüchte. Italienischen Medienberichten zufolge will der gebürtige Bergisch Gladbacher den Verein bereits im Januar wieder verlassen und erwägt eine Rückkehr in die Bundesliga.
Ganz abwegig scheinen diese Spekulationen nicht zu sein. "Es wäre nachvollziehbar, wenn Hummels nach Deutschland zurückkehren würde, um bei einem Verein, der ihn besser kennt oder ihm mehr Einsatzzeit bieten kann, wieder auf hohem Niveau zu spielen", urteilt Eurosport-Experte Bighiani.
Zunächst gilt es jedoch, bei der Roma die Wende einzuleiten, um sein Engagement möglicherweise doch noch in eine Erfolgsgeschichte zu verwandeln.
Die Unterstützung der Fans ist ihm bei diesem Vorhaben jedenfalls sicher.
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