WM: Mats Hummels spricht sich für Jürgen Klopp als Nagelsmann-Nachfolger aus - und hinterfragt deutsche Elfmeterschützen

Für die deutsche Nationalmannschaft ist die WM-Mission in einer Blamage geendet. Obwohl Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 n.E.) Bereitschaft zeigte, sein Amt fortzuführen, wird bereits über mögliche Nachfolgekandidaten für den 38-Jährigen spekuliert. Der heißeste Kandidat ist Jürgen Klopp, den sich auch Ex-Nationalspieler Mats Hummels wünscht.

Hummels über Nagelsmann: "Gibt viele Dinge, die er falsch gemacht hat"

Quelle: MagentaTV

"Jede Mannschaft muss über Jürgen Klopp und Pep Guardiola nachdenken. Das sind die besten Trainer des letzten Jahrzehnts. Ich kann mir beide gut vorstellen", sagte Hummels bei "MagentaTV".
Vor allem die Option Klopp, unter dem Hummels sieben Jahre lang bei Borussia Dortmund spielte, hat es dem 37-Jährigen angetan.
"Das ist schon eine Vorstellung, die mir sehr gut gefällt", betonte er. Der ehemalige Verteidiger ist davon überzeugt, dass sein langjähriger Übungsleiter "eine Mannschaft gut in die Spur bringen" und so formen kann, "wo es nur ums Gewinnen geht".
"Das ist das wichtigste. Da geht es nicht drum, dass es jeder am gemütlichsten hat, sondern alle müssen knallhart arbeiten für die Mannschaft und den Erfolg", meinte Hummels weiter. Klopp könnte das gut einfordern.
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WM-K.o. gegen Paraguay: Hummels fordert Konsequenzen

Quelle: MagentaTV

Hummels über Klopp: "Könnte das Land hinter sich vereinigen"

Neben den sportlichen Aspekten erhofft sich Hummels von der Lösung Klopp außerdem Aufbruchstimmung hierzulande.
Immerhin verabschiedet sich die DFB-Auswahl mit der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay zum dritten Mal in Folge von einer WM, ohne ein K.o.-Spiel gewonnen zu haben.
"Er könnte das Land nochmal komplett hinter sich vereinigen. Ich glaube, das hat er drin. Ich bin ein bisschen geprägt, aber es ist schon eine sehr schöne Vorstellung", wagte Hummels zu träumen.
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Klopp beantwortet Bundestrainer-Frage: "Das Unangenehmste"

Quelle: MagentaTV

Hummels wundert sich über deutsche Elfmeterschützen

Nach dem bitteren Ausscheiden am späten Montagabend ist ein wenig Optimismus auch bitter nötig.
Hummels blickte noch einmal auf das Elfmeter-Drama gegen Paraguay zurück und hinterfragte dabei auch die deutschen Elfmeterschützen. Besonders die Tatsache, dass arrivierte Nationalspieler wie etwa Leon Goretzka nicht antreten wollten, sorgte beim Ex-Dortmunder für Verwunderung.
"Das hat mich tatsächlich ein bisschen überrascht. Dass wir Amiri als fünften Schützen hinschicken und Tah dann als Sechster ran muss - der noch nie einen Elfmeter geschossen hat - weil alle anderen nicht wollen, ist leider auch bezeichnend", lautete Hummels' Urteil.
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Mats Hummels (l.) verwandelte bei der EM 2016 seinen Elfmeter gegen Italien

Fotocredit: Getty Images

Hummels blickt auf Elfer-Drama 2016 gegen Italien

Der 37-Jährige verwies dabei auf ein positives Beispiel aus seiner eigenen Karriere. "Im EM-Viertelfinale 2016 kam es gegen Italien zum Elfmeterschießen - da bin ich nach einer Minute zum Trainer hin und habe gesagt: 'Ja, ich schieße.' Da hat der Trainer aber gesagt: Wir haben schon fünf", erinnerte sich Hummels.
Letztlich kam er aber als siebter Schütze doch noch zum Zug und leistete damit seinen Beitrag zum 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen. "Jetzt hat Tah den entscheidenden Elfmeter verschossen und kann gar nichts dafür. Er hatte eigentlich den Siegtreffer erzielt. Er hatte wenigstens den Mut dafür, sich da hinzustellen", sagte Hummels.
Er führte weiter aus: "Das fand ich bisschen schade, dass wir das nicht hingekriegt haben, dass sich da mehrere Leute gefunden haben, da mit vollster Überzeugung anzutreten."
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Neuendorf nach WM-Aus deutlich: "Können nicht zur Tagesordnung übergehen"

Quelle: Perform


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