Schon beim Stand von 0:0 kurz vor der Pause lagen die Nerven bei Lionel Messi offenbar blank. Nach einem kleinen Scharmützel zwischen Barça-Teamkollege Jordi Alba und João Félix sah sich der Argentinier genötigt, den jungen Mann von Atlético Madrid verbal in die Schranken zu weisen.
Doch dieser hielt dagegen, worauf sich die beiden Stirn an Stirn gegenüber standen. Luis Suárez, Gerard Piqué und weitere Spieler schlossen sich schnell an. Erst die Schiedsrichter konnten die dann entstandene Rudelbildung wieder auflösen und die Streithähne in die Halbzeit schicken.
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Messi bemängelt "kindische Fehler"

Im zweiten Abschnitt legte das Spiel dann auch sportlich einen Zahn zu. Nachdem sich Barcelona die Führung von Koke (46. Minute) durch die beiden Treffer von Messi (51.) und Antoine Griezmann (62.) erkämpft hatte, schienen die Katalanen schon auf dem Weg ins Finale zu sein.
Doch dann passierten Barcelona, wie Messi später meinte, "kindische Fehler". Der sechsmalige Weltfußballer sagte nach dem Match: "Es ist bedauerlich. Wir haben ein großartiges Spiel abgeliefert, nach langer Zeit hatten wir wieder das gute Gefühl, das Spiel zu dominieren - nur in den letzten zehn Minuten ist es uns entglitten."
Messi kritisierte vor allem, dass es seiner Mannschaft nicht gelang, beim Stand von 2:1 die Entscheidung zu suchen. Der 32-Jährige erklärte:
Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und hätten den Deckel drauf machen müssen. Wir haben schwerwiegende Fehler mit dem Ball gemacht. Als Correa durchlief, standen wir alle still - solche Dinge dürfen uns nicht passieren, denn wir haben davor 80 gute Minuten gespielt.
Am Ende mussten sich die Katalanen Atlético äußerst knapp (2:3) geschlagen geben. Dennoch hat das Team laut Messi weiter Vertrauen in Trainer Ernesto Valverde, der schon öfter von den spanischen Medien angezählt wurde.
"Wir haben Vertrauen in ihn. Wir arbeiten daran, uns zu verbessern. Wir haben zuletzt nicht gut gespielt und müssen den Weg zurück zu unserem Spiel finden, wohlwissend, dass wir Tabellenführer sind", meinte der Argentinier.

Valverde rechnet mit Kritik

Valverde wiederum ist sich bewusst, dass er sich nach dem verlorenen Halbfinale in den nächsten Tagen wohl von vielen Seiten Kritik anhören muss. Der 55-Jährige erklärte auf der Pressekonferenz nach dem Match:
Wir alle wissen, wie es im Fußball zugeht. Es gibt dort immer diese Ungewissheit, wenn die Resultate ausbleiben. Wir haben verloren, und ich kann mir vorstellen, dass nun darüber gesprochen wird, das ist unvermeidlich. Kein Trainer kann das kontrollieren. Ich werde einfach meinen Job machen.
Für Atlético geht es dagegen schon am Sonntag um den ersten Titel der Saison. Im Finale der spanischen Supercopa kommt es zum Stadtduell mit Real Madrid, das am Mittwoch den FC Valencia mit 3:1 (2:0) bezwungen hatte.
Erstmals finden die beiden Finalrunden nicht in Spanien, sondern im saudi-arabischen Dschidda statt. Bis 2022 erhält der spanische Verband RFEF dafür 40 Millionen Euro jährlich.
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