Fußball
U21-EM

Spaniens nächste Super-Generation: Diese Spieler sollte man auf dem Zettel haben

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U21 Spaniens

Fotocredit: Getty Images

VonNico Scheck
03/07/2019 Am 20:51 | Update 04/07/2019 Am 18:19

Spaniens U21 hat bei der EM in Italien und San Marino zum fünften Mal den Thron erklommen und bewiesen, dass auch in Zukunft mit "La Roja" zu rechnen ist. Selbst das mit Talenten gepflasterte Frankreich wurde im Halbfinale nahezu überrannt. Doch wer kann den Sprung zur A-Nationalmannschaft schaffen und wen sollte man im Auge behalten? Eurosport.de stellt die nächsten Iniestas und Xavis vor.

Spanien braucht sich um die Zukunft seines Fußballs keine Sorgen zu machen. Wer die U21 bei der EM spielen und zaubern sah, weiß warum.

Auch, wenn Deutschland im Finale auf dem Papier nur 1:2 unterlag, auf dem Rasen sah das Ganze dann doch etwas deutlicher aus. Spaniens Junioren ließen die Kugel und den Gegner wie am Schnürchen laufen und drückten, vor allem in Hälfte eins, ordentlich aufs Tempo.

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Schon vor zwei Jahren stand Spanien im U21-EM-Finale. Unter anderem mit von der Partie: Marco Asensio, Saúl Ñíguez, Kepa und Héctor Bellerín. Sie alle gehören mittlerweile zu echten Größen in europäischen Spitzenklubs. Ähnlich sieht es mit den Sieger-Teams von 2011 und 2013 aus.

2011 mit dabei: Thiago, David de Gea, Jordi Alba, Juan Mata. 2013: Dani Carvajal, Sergi Roberto, Koke, Saúl und Isco. Der Werdegang dieser Ausnahmekönner ist bekannt.

Auch die Generation 2019 könnte künftig eine große Rolle in Spaniens A-Elf spielen.

Spanien vs. Deutschland U21

Fotocredit: Getty Images

Die Bundesliga-Ziele: Marc Roca und Dani Olmo

Mit Rodrigo Hernández ist der Wunschtransfer des FC Bayern München für die Sechs gescheitert, doch die spanische Talentschmiede hält mit Marc Roca ein weiteres Juwel bereit. Der 22-Jährige steht derzeit bei Espanyol Barcelona unter Vertrag und zählt dort schon jetzt zu den absoluten Leistungsträgern.

Kein Wunder, immerhin strahlt der defensive Mittelfeldspieler eine Ruhe am Ball aus, als stünde er schon seit zehn Jahren im Profi-Fußball auf dem Rasen. Ob im Spielaufbau oder aber in der Arbeit gegen den Ball: Roca beherrscht sein Handwerk. Und der FCB könnte ihn wohl für rund 40 Millionen Euro verpflichten – eine Investition, die sich lohnen würde.

Gleiches gilt für Dani Olmo von Dinamo Zagreb. Auch er zählt längst zu den Schlüsselspielern in seinem Verein und kam in der vergangenen Saison bei 44 Einsätzen auf 21 direkte Torbeteiligungen. Der 21-Jährige stammt aus der berühmt-berüchtigten "La Masia", der Jugendakademie des FC Barcelona, und kann nahezu jede Position in der Offensive ausfüllen.

Technisch versiert, abschlussstark, enormes Spielverständnis, Kreativspieler: So oder so ähnlich wird seine Visitenkarte wohl aussehen. Möglicherweise muss diese schon bald um einen weiteren Punkt ergänzt werden. Denn: Bayer 04 Leverkusen würde Olmo gerne in die Bundesliga holen, 25 Millionen Euro Ablöse sind im Gespräch.

Der Eurosport.de-Tipp: Mach‘ es, Leverkusen!

Firpo und Vallejo: Auf den Spuren von Alba und Ramos

Jesús Vallejo dürfte den Bundesliga-Fans noch ein Begriff sein. Schließlich schnürte der Innenverteidiger von 2016 bis 2017 seine Fußballschuhe für die Frankfurter Eintracht. Mittlerweile steht Spaniens U21-Kapitän wieder in den Reihen von Real Madrid – ist dort allerdings nur Reservist.

Künftig ändern könnte sich das möglicherweise durch seine starken Auftritte bei der EM. Vallejo wusste vor allem durch sein Spielaufbau, seine Unaufgeregtheit und seine Zweikampfführung zu gefallen. Der Abwehrchef räumte alles weg, was wegzuräumen war - inklusive Luca Waldschmidt im Finale, wo Vallejo mit Gelb noch gut bedient war. Bei genauerem Hinsehen fällt auf: Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit Sergio Ramos. Kein Wunder: Immerhin trainiert er mit Spaniens Urgestein seit zwei Jahren zusammen.

Eine weitere Ähnlichkeit herrscht auf der Linksverteidigerposition. Dort flitzt Júnior Firpo rauf und runter. Der offensivstarke Außenverteidiger ähnelt in seiner Spielweise Jordi Alba und schaltet sich ebenfalls sehr häufig in das Offensivspiel seiner Mannschaft ein.

Noch steht Firpo bei Betis Sevilla unter Vertrag, doch die europäischen Schwergewichte haben bereits ihre Fühler in seine Richtung ausgestreckt. Wer will auch schon den nächsten Alba verpassen?

Der Zauberfuß und der Alleskönner: Ceballos und Ruiz dominieren

Was wäre eine spanische Mannschaft ohne dominante, filigrane Mittelfeldspieler? Vieles, nur eben keine spanische Mannschaft! Mit Dani Ceballos und Fabián Ruiz standen bei der U21-EM zwei Spieler auf dem Rasen, die dem Junioren-Dasein zumindest in der Theorie längst entwachsen sind.

Ceballos, ebenfalls bei Betis groß geworden, ist der klassische Zehner, ein Freigeist, ein Kreativkopf, ein Zauberfuß. Bei Real Madrid unter Zinédine Zidane bisher nur B-Ware, lief der 22-Jährige bei der EM zur Höchstform auf, war kaum vom Ball zu trennen und erzielte zwei herrliche Treffer.

Eigentlich gilt er als Verkaufskandidat bei den Königlichen, vor allem der AC Mailand zeigt Interesse. Angesichts der bärenstarken Auftritte bei der U21-EM könnte und sollte Zidane über diese Entscheidung wohl aber lieber noch einmal eine Nacht drüber schlafen.

Einen gehörigen Schritt weiter ist hingegen Ruiz. Denn Ruiz ist beim SSC Neapel Stammspieler, Leistungsträger und – ein Alleskönner. Egal, ob in der Arbeit gegen den Ball, im Aufbauspiel oder aber im Abschluss: Fabián Ruiz beherrscht eigentlich alles so richtig gut.

Wer das nicht glaubt, sollte sich noch einmal den 1:0-Treffer im Finale gegen Deutschland anschauen. Oder am besten direkt noch mal das ganze Spiel.

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