Corona-Quarantäne: Ukraine-Spiel in der Schweiz abgesetzt

Das Nations-League-Gruppenfinale zwischen der Schweiz und der Ukraine am Dienstagabend (20:45 Uhr) in Luzern kann nicht wie geplant stattfinden. Das gab der ukrainische Fußball-Verband bekannt, nachdem der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall die komplette Mannschaft von Trainer Andrej Schewtschenko wegen weiterer positiver Coronafälle unter Quarantäne gestellt hat.

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Andrej Schewtschenko versuchte alles, er ließ sogar einen Flieger aus Kiew mit drei Nachwuchskickern für den Fall der Fälle in die Schweiz kommen. Doch am Ende half es nichts: Der Kantonsarzt Roger Harstall schickte die komplette Nationalmannschaft der Ukraine am Dienstag nach weiteren Coronafällen in Quarantäne. Das Nations-League-Gruppenfinale in Luzern ist abgesagt und wird auch nicht nachgeholt.
Wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Dienstag mitteilte, sei es der Ukraine weder am Dienstag noch am Mittwoch möglich, eine spielfähige Mannschaft aufzustellen. Die UEFA-Disziplinarkommission wird über die Wertung des Duells entscheiden. Es geht um den Klassenerhalt in der deutschen Gruppe in der Division A.
Wohl keine andere Fußball-Nation in Europa wird so sehr gebeutelt von Corona wie die Ukraine. Schon am Montag hatte der Verband drei weitere Fälle melden müssen - zwei der Profis standen zuletzt gegen Deutschland (1:3) auf dem Rasen. Daraufhin wurde das gesamte Team noch einmal getestet, die Resultate ergaben das befürchtete Ergebnis.

Nations-League-Partie könnte auf Mittwoch verschoben werden

Laut den Regularien der UEFA können Partien stattfinden, solange 13 gesunde Spieler (inklusive Torhüter) zur Verfügung stehen, darum ließ Schewtschenko vorsorglich die drei U21-Nationalspieler einfliegen.
Doch wegen der Quarantäne-Anordnung bringt diese Maßnahme nun auch nichts mehr. Eine Verschiebung auf Mittwoch steht im Raum, dann hätte die Ukraine mehr Zeit, Spieler, die nicht infiziert sind, in die Schweiz zu holen. Müsste die Partie abgesagt werden, könnte die Schweiz zum Sieger erklärt werden. Und so den Abstieg in die Liga B verhindern.
Im Fall der Ukraine wird deutlich, was auch die Bundesliga-Manager bei den Länderspiel-Einsätzen fürchten: Das Infektionsrisiko steigt, weil die Spieler quer durch Europa reisen und die Profis natürlich mit Kollegen von vielen anderen Klubs in Berührung kommen.
"Eine großartige Fußball-Woche. Tolle Emotionen bei den Länderspielen, super Freundschaftsspiele und totale Sicherheit", schrieb Teammanager José Mourinho von Tottenham Hotspur ironisch bei
.
Anfang Oktober musste Schewtschenko in Frankreich auf acht Spieler verzichten und den 45 Jahre alten Torwarttrainer in den Kader berufen. Schon gegen Deutschland am vergangenen Samstag fielen vier Spieler aus. Doch Bundestrainer Joachim Löw blieb cool.
"Die Testungen am Freitag und Samstag vor dem Spiel waren ja alle negativ. Der Arzt hat uns versichert, dass wir keine Angst zu haben brauchen: Denn wenn jemand am Spieltag getestet wird, ist er nicht infektiös", sagte Löw. Und Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB und der UEFA, sagte: "Während des Spiels ist die Ansteckungsgefahr ohnehin deutlich geringer als im Umfeld."
(SID)
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Quelle: Eurosport

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