Niederlande-Sieg gegen Ungarn von Notfall überschattet - Türkei verschenkt vorzeitigen Aufstieg gegen Wales

Ein medizinischer Notfall beim ehemaligen Bundesliga-Stürmer Ádám Szalai hat den fünften Spieltag der Nations League überschattet. Beim überzeugenden 4:0-Sieg der Niederlande gegen Ungarn brach Szalai nach sieben Minuten auf der ungarischen Bank zusammen und musste anschließend behandelt werden. Die Türkei vergab beim 0:0 gegen Wales den ersten Matchball zum Aufstieg in Liga A.

Niederlande überzeugt gegen Ungarn

Fotocredit: Getty Images

Medizinisches Personal war Szalai sofort zu Hilfe geeilt, Spieler und Betreuer bildeten zunächst gemeinsam einen menschlichen Sichtschutz.
Nach rund zehn Minuten wurde der 86-malige Nationalspieler mit einer Trage und unter Applaus aus dem Inneren der Johan-Cruyff-Arena gebracht, die Partie anschließend fortgesetzt - doch die Gedanken blieben bei Szalai.
"Wir wünschen Ádám eine schnelle und vollständige Genesung", schrieb die TSG Hoffenheim, eine seiner vielen Bundesliga-Stationen, bei "X".
Dass die Niederländer durch den 4:0 (2:0)-Erfolg den zweiten Platz hinter dem DFB-Team und damit das Ticket für das Viertelfinale sicherten, geriet an diesem Abend zur Nebensache.

Niederlande überzeugt nach wackligem Start

Wout Weghorst (21./Handelfmeter), Cody Gakpo (45.+12/Foulelfmeter), Denzel Dumfries (64.) und Teun Koopmeiners (86.) trafen für das Heimteam, das zum Abschluss der Vorrunde am Dienstag (20.45 Uhr im Liveticker) in Bosnien und Herzegowina antreten muss.
Für Ungarn, in der Tabelle sicher auf dem dritten Platz, geht es in Budapest gegen Gruppensieger Deutschland (20.45 Uhr im Liveticker).
"Wir haben gut angefangen, aber ich wünsche niemandem, dass er das erleben muss, was wir erleben mussten", sagte Ungarns Kapitän Dominik Szoboszlai: "Wir haben weiter für Adam gespielt, und natürlich hat das, was passiert ist, unsere Leistung beeinflusst. Das war heute nicht genug."

Türkei vergibt Last-Minute-Elfmeter zum Sieg

Derweil vergab die türkische Nationalmannschaft den ersten Aufstiegsmatchball. Der EM-Viertelfinalist kam in Kayseri nicht über ein 0:0 gegen Wales hinaus - auch, weil Kerem Aktürkoglu in der 89. Minute einen Foulelfmeter nur an den rechten Außenpfosten setzte.
Mit elf Punkten ist die Ausgangslage des Spitzenreiters dennoch weiter gut. Bei dem noch punktlosen Schlusslicht Montenegro reicht den Türken am Dienstag ein Remis für Platz eins.
Nur bei einer türkischen Niederlage könnten die zweitplazierten Waliser mit einem Erfolg gegen Island (20:45 Uhr im Liveticker) noch den direkten Aufstieg in die A-Liga schaffen.
Schweden gelang dagegen schon den Sprung aus der C- in die B-Liga. Beim 2:1 (1:1) gegen die Slowakei konnten sich die Skandinavier einmal mehr auf Stürmer Viktor Gyökeres verlassen. Der Profi von Sporting Lissabon traf früh zur Führung (3.), dann gab er die Vorarbeit zum 2:1-Siegtreffer des ehemaligen Dortmunders Alexander Isak (48.).
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(SID)

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