WM 2022: Holger Badstuber exklusiv über Situation von Benjamin Pavard: "Benji hat offenbar Probleme"

Für Benjamin Pavard läuft die WM in Katar bisher nicht nach Plan. Lediglich im Auftaktspiel gegen Australien (4:1) kam der Bayern-Star für Frankreich zum Einsatz. Eurosport-WM-Experte Holger Badstuber glaubt dennoch an Pavard: "Er sollte sich daran erinnern, was er in der Vergangenheit geleistet hat, wie viele Titel er schon gesammelt hat und wie oft er Teil einer erfolgreichen Mannschaft war."

0:1 gegen Tunesien - Frankreich-Coach Deschamps erklärt Monster-Rotation

Quelle: MagentaTV

"Er ist und bleibt ein sehr guter Spieler, diese Gewissheit sollte ihm Selbstvertrauen geben", ergänzte der ehemalige deutsche Nationalspieler.
Er habe Pavard persönlich beim VfB Stuttgart "als Mitspieler und Mensch kennen und schätzen gelernt. Benji ist jetzt in einer Phase, in der er ganz offensichtlich Probleme hat und sein Umfeld auch entscheidend sein kann. Für ihn wünsche ich mir, dass er schnell wieder zurück in die Spur und zurück zu alter Stärke findet", meinte Badstuber.
Für den Weltmeister von 2018, der zuletzt auch abseits des Platzes im privaten Bereich für Schlagzeilen sorgte, könne sich die Situation schnell ändern, ist sich der Ex-Münchener sicher: "Der Fußball ist so schnelllebig, er kann sich zurückkämpfen und möglicherweise wird er in diesem Turnier noch die Gelegenheit bekommen, einen Glanzpunkt zu setzen."
Pavard würde gerne in der Innenverteidigung spielen, sowohl bei den Bayern als auch in der Nationalmannschaft muss er sich aber meist mit der rechten Seite zufriedengeben.

Deschamps mit Pavard-Leistung nicht zufrieden

Durch die schwere Verletzung von Vereins- und Nationalmannschaftskollege Lucas Hernández (Kreuzbandriss) könnte sich für den Verteidiger aber eine kleine Chance bieten, bei der WM häufiger auf dem Platz zu stehen - vielleicht auch im Zentrum? In den Spielen gegen Dänemark (2:1) und Tunesien (0:1) setzte Nationalcoach Didier Deschamps bisher allerdings in der Abwehrzentrale neben Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano bzw. Liverpool-Star Ibrahima Konaté auf Routinier Raphaël Varane.
Nach dem Tunesien-Spiel übte Deschamps zudem reichlich Kritik an Pavard. "Ich habe mehrere Gespräche mit ihm geführt und bin der Meinung, dass er nicht in der besten Verfassung ist", meinte der Trainer der Équipe Tricolore: "Ich werde nicht ins Detail gehen, aber ich habe die Entscheidung getroffen, dass er nicht spielt." Ein Startelf-Einsatz im Achtelfinale gegen Polen (Sonntag, ab 16:00 Uhr im Liveticker) käme daher überraschend - sowohl im Zentrum als auch als rechter Verteidiger.
Denn der 26-Jährige kann auch auf seiner Stammposition in der französischen Mannschaft fast nur noch als dritte Wahl hinter Jules Koundé (gegen Dänemark) und Axel Disasi (gegen Tunesien) bezeichnet werden. In den vergangenen Wochen hatte Pavard zudem immer wieder öffentlich über einen möglichen Wechsel gesprochen, was bei den Münchener Vereinsbossen nicht allzu gut ankam. Der Vertrag bei den Bayern läuft 2024 aus.
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