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WM 2022: David Beckham, Lothar Matthäus und Samuel Eto'o als Botschafter für Katar fürstlich entlohnt
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Publiziert 23/11/2022 um 11:26 GMT+1 Uhr
Von David Beckham über Lothar Matthäus bis Samuel Eto'o: Prominente Ex-Fußballer rühren für die WM 2022 in Katar die Werbetrommel - gegen enorme Summen. 10 Millionen Pfund soll beispielsweise Beckham jährlich für sein Engagement im Wüstenstaat bekommen. Auch Matthäus macht keinen Hehl aus seiner Rolle als WM-Botschafter. Kritik an der Weltmeisterschaft sucht man jedoch bei ihnen vergebens.
Gianni Infantino (l.) und David Beckham (i.d.m.)
Fotocredit: Getty Images
David Beckham jubelte im feinen Zwirn auf der VIP-Tribüne, zuvor hatte er ausgiebig die Gesellschaft von FIFA-Präsident Gianni Infantino genossen. Beim WM-Auftakt in Katar fühlte sich die englische Fußball-Ikone ebenso pudelwohl wie ein paar Tage später Lothar Matthäus - wohl nicht nur wegen des 6:2-Kantersieges der Three Lions gegen Iran. Schließlich kassiert der 47 Jahre alte Beckham in Katar kräftig ab.
Als offizieller WM-Botschafter ist Beckkam regelmäßiger Gast in dem Emirat. Bekannt geworden ist vor allem ein Werbevideo, in dem er auf einem Motorboot sitzend die Skyline von Doha bewundert. Vorher hatte Beckham ein paar schicke Restaurants und auch Stadien besucht. Um die Behausungen der Gastarbeiter machte er dagegen einen großen Bogen - die Bilder hätten auch kaum in sein 30-minütiges Werbefilmchen für Katar gepasst.
Der bestens gestylte Beckham sagt darin Sätze wie "Ich kann es kaum erwarten, meine Kinder hierher zu bringen" und lobt, dass Katar bei allem Fortschritt sein "Erbe" behalten habe und "das, was wirklich zählt." Für Beckham dürfte indes vor allem eines zählen - Geld. Wie für so viele andere WM-Botschafter.
Zehn Millionen Pfund (ca. 11,5 Millionen Euro) jährlich soll Beckham für das kräftige Rühren der Werbetrommel erhalten. Allein ist er nicht: Auch Matthäus, Cafu, der Kameruner Samuel Eto'o, Ronald de Boer oder Barcelonas Trainer Xavi nennen sich WM-Botschafter - ob bezahlt oder nicht, ist teilweise unklar. Kritik aus ihren Mündern? Fehlanzeige.
Matthäus bereits 2018 in Botschafter-Rolle
Die WM übe "eine Faszination" aus, sagte etwa Matthäus, als er sein Engagement für Katar öffentlich machte. Zuletzt forderte er angesichts der Diskussion um die "One Love"-Binde, dass wieder mehr über Fußball geredet werden solle. "Die Spieler haben ihre Meinung klar gesagt, aber das müssen sie nicht jeden Tag wiederholen", so Matthäus in seiner Sky-Kolumne.
Für den Weltmeister-Kapitän von 1990 ist die Aufgabe nicht ganz neu. Bereits bei der WM 2018 in Russland war er als eine der sogenannten FIFA-"Legenden" im Einsatz. Damals trat Matthäus ("Ich bin halber Russe") auch im Kreml bei Staatspräsident Wladimir Putin auf, was ihm viel Kritik einbrachte.
Auch Beckham sah sich nach seinem Video einem veritablen Shitstorm ausgesetzt. "Er verkauft seine Seele für Blutgeld", schrieb der britische Aktivist Peter Tatchell bei Twitter. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte Beckham auf, auch über die Menschenrechtssituation in Katar zu sprechen. Bislang vergeblich.
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(SID)
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Quelle: MagentaTV
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