WM 2022: Pepe erhebt nach Portugals Pleite im Viertelfinale gegen Marokko schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Tello

Portugals Abwehr-Ass Pepe hat nach der 0:1-Pleite im WM-Viertelfinale gegen Marokko schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Facundo Tello erhoben. "Es ist inakzeptabel, dass nach der Messi-Geschichte, die da gestern lief, ein argentinischer Schiedsrichter unser Spiel pfeift. Nach dem, was ich heute gesehen habe, können sie Argentinien gleich den Titel geben", polterte der 39-Jährige.

Pepe wettert nach WM-Aus gegen argentinischen Schiedsrichter

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Portugals Abwehrchef spielte damit auf die verbale Attacke von Messi am Freitag gegen Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz an. Der argentinische Superstar hatte nach dem dramatischen Viertelfinalerfolg gegen die Niederlande (6:5 n.E.) heftige Kritik am spanischen Unparteiischen geübt.
"Die FIFA muss das untersuchen. Sie können so einen Schiedsrichter nicht für so ein Spiel ansetzen. Er ist nicht auf der Höhe", schimpfte Messi bei "TyC Sports" und führte weiter aus: "Ich bin sehr wütend. Die Leute haben gesehen, was passiert ist. Ich glaube nicht, dass es so enden sollte. Wir hatten vor dem Spiel Angst, weil wir wussten, wer er ist."
Nach der überraschenden 0:1 (0:1)-Niederlage am Samstag im WM-Viertelfinale gegen Außenseiter Marokko fühlte sich Pepe nun von Schiedsrichter Tello, Messis Landsmann, ungerecht behandelt. "Ich glaube nicht, dass er der richtige Mann am richtigen Platz war", lautete das vernichtende Urteil des Routiniers.
"Dann gab es nur acht Minuten Nachspielzeit. Das war viel zu wenig. Die haben die ganze Zeit nur auf Zeit gespielt, während wir vernünftig gearbeitet haben. Wir haben gespielt, die anderen haben den Ball nur rumliegen lassen", stichelte er in Richtung des Gegners.

Kramer und Mertesacker verteidigen Schiedsrichter

Auch Pepes Teamkollege Bruno Fernandes hinterfragte die Schiedsrichteransetzung von Seiten der FIFA: "Ich finde es sehr merkwürdig, dass bei uns ein Schiedsrichter pfeift, dessen Nation noch im Turnier ist." Argentinien trifft am Dienstag im WM-Halbfinale in Katar auf Kroatien (20:00 Uhr im Liveticker).
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Die beiden "ZDF"-Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker, ihres Zeichens Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2014, verteidigten dagegen das Schiedsrichtergespanns. "Acht Minuten Nachspielzeit halte ich für fair", konstatierte Kramer.
Sein ehemaliger Mannschaftskamerad Mertesacker ging sogar noch einen Schritt weiter und übte scharfe Kritik an den Äußerungen Pepes: "Ich war baff, dass er diese Meinung hat, das ist ein Zeichen für schlechte Verlierer."
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Michael Ballack nahm den Europameister von 2016 dagegen ein Stück weit in Schutz. "Die Emotionalität und die Enttäuschung kommen da zusammen. Dann kommen solche Aussagen. Am Schiedsrichter lag es nicht. Sie haben ein gutes Spiel gemacht, aber es ist schwer und zermürbend, wenn du gegen so einen Gegner spielst. Es hat eben das Quäntchen Glück gefehlt und ein bisschen Unvermögen", analysierte der "MagentaTV"-Experte.
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