WM 2022: Sadio Mané nach WM-Aus operiert - Bayern-Star bis zu vier Monate verletzt?

Sadio Mané wird doch nicht dem senegalesischen Kader für die Fußball-WM angehören. Das teilte der nationale Verband am Donnerstag mit. Der Offensiv-Star hatte sich im vorletzten Bundesliga-Spiel des FC Bayern gegen Bremen am Wadenbeinköpfchen verletzt. Erst hieß es, Mané werde "nur" die ersten Gruppenspiele des Senegal in Katar verpassen, aber der Mannschaft angehören. Doch daraus wird nichts.

"Werde ihn vermissen": Van Dijk leidet mit Mané

Quelle: Perform

Sadio Mané hatte bis zur letzten Sekunde gehofft - und mit ihm der ganze Senegal. Doch vier Tage vor dem WM-Auftakt des Afrikameisters verkündete Teamarzt Manuel Afonso die traurige Botschaft. Das MRT am Donnerstag in München habe ergeben, dass "die Entwicklung nicht so günstig ist, wie wir es uns vorgestellt haben".
Der Offensiv-Star des FC Bayern verpasst die WM in Katar, bereits am Donnerstagabend wurde er in Innsbruck operiert. Das gab der deutsche Rekordmeister noch am Abend auf Twitter bekannt und wünschte dem 30-Jährigen eine "gute und schnelle Genesung". Beim Eingriff sei eine Sehne am rechten Wadenbeinköpfchen refixiert worden. Er werde "in den kommenden Tagen" mit der Reha beginnen.
Nach Informationen von "Sport1" wird der Senegalese dreieinhalb bis vier Monate ausfallen, damit wäre der Offensivspieler erst im März wieder einsatzbereit - und könnte sogar den Achtelfinalkracher der Champions League gegen Paris St.-Germain (14.2./8.3.) verpassen.
Nationaltrainer Aliou Cisse hatte Mané trotz dessen Verletzung am rechten Wadenbeinköpfchen zunächst in seinen Kader berufen. Man werde, hatte Cisse noch in der vergangenen Woche gesagt, "alles Notwendige tun, damit sich Sadio erholen kann". Zumindest für den weiteren Turnierverlauf nach dem Auftaktspiel gegen die Niederlande am kommenden Montag gab sich Cisse "wirklich optimistisch".

Mané: Nagelsmann ahnte Böses

Das Team, das für einige Beobachter als Geheimfavorit galt, muss nun also ohne seinen Anführer auskommen. In der Gruppe A trifft der Senegal außer auf Titelanwärter Niederlande auch auf Gastgeber Katar (25. November) und Ecuador (29. November).
"Mané ist nicht zu ersetzen", sagte Teamkollege Papa Gueye der Nachrichtenagentur "AFP": "Aber wir haben andere Optionen auf dem Flügel, und das ist ein Hoffnungsschimmer an einem dunklen Tag für den Senegal."
Mané hatte sich im vorletzten Bundesligaspiel vor der WM-Pause gegen Werder Bremen (6:1) verletzt, vorausgegangen war ein harmlos wirkender Zweikampf mit Amos Pieper. Manés Trainer Julian Nagelsmann ahnte kurz danach bereits Schlimmes.
"Es ist klar, dass der Senegal gern hätte, dass er spielt", sagte der Bayern-Coach. Allerdings: "Wenn er Schmerzen hat, wird er nicht spielen können, auch wenn der Verband das gerne hätte." Bis zum Start aus der Winterpause bei RB Leipzig sind es für Bayern München noch neun Wochen.

Mehrere Stars von Verletzungspech betroffen

Im Senegal ist Mané (30) ein Volksheld, in 92 Länderspielen hat er 33 Tore erzielt und 20 weitere vorbereitet. Im Februar führte er sein Land zum ersten Triumph beim Afrika-Cup überhaupt und dann im März zur WM. Nach Manés Verletzung bangte selbst Staatspräsident Macky Sall mit dem Fußballstar. "Sadio, Herz eines Löwen! Mein ganzes Herz ist mit dir", schrieb Sall: "Gott segne Dich!"
Mané, im Sommer vom FC Liverpool zum FC Bayern gekommen, ist nicht der einzige Ausnahmefußballer, der in Katar fehlen wird. Vor allem Weltmeister Frankreich muss auf Top-Stars verzichten. N'Golo Kanté und Paul Pogba gehören dazu - und seit Kurzem auch der Leipziger Stürmer Christopher Nkunku. Der deutschen Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick fehlt Nkunkus Klubkollege Timo Werner, Rekordweltmeister Brasilien flog ohne Philippe Coutinho in die Wüste. Argentinien muss kurzfristig den Ausfall des früheren Stuttgarters Nicolas Gonzalez auffangen.
Weitere Spieler sind angeschlagen oder gerade erst wieder genesen, dazu zählen Kanadas Alphonso Davies, Südkoreas Hoffnungsträger Heung-Min Son, Frankreichs Weltfußballer Karim Benzema oder Belgiens Torjäger Romelu Lukaku. Die Angst vor Verletzungen begleitete auch die letzten Vorbereitungsspiele. "Jeder hatte ein bisschen im Hinterkopf, gesund aus dem Spiel herauszukommen", sagte Flick nach dem zähen 1:0 am Mittwoch gegen den Oman.
(mit SID)
picture

Eklat in Katar: Dänisches TV-Team wird am Filmen gehindert

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung