WM 2022: Stars auf dem Transfermarkt - Bellingham, Fernandez, Gvardiol, Kolo Muani wecken Begehrlichkeiten
VonThomas Gaber
Publiziert 21/12/2022 um 19:39 GMT+1 Uhr
Bei der WM 2022 in Katar haben sich nicht nur einige argentinische Weltmeister ins Rampenlicht gespielt. Die Aktivitäten auf dem Transfermarkt ziehen nach großen Turnieren traditionell an, der Poker um die besten Spieler ist bereits in vollem Gang. Finanzkräftig europäische Topklubs werfen die Angel aus - auch nach Stars aus der Bundesliga. Es geht dabei mitunter um dreistellige Millionenbeträge.
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Quelle: Perform
Nein, Lionel Messi steht nicht zum Verkauf. Der Superstar der WM soll im Mai 2023 den nächsten Coup landen und seinen Klub Paris Saint-Germain zum Champions-League-Sieg führen.
Messis Vertrag bei PSG läuft aus und soll nach Wunsch von Klubboss Nasser Al-Khelaifi unbedingt verlängert werden.
Einigen seiner Weltmeisterkollegen bieten sich dagegen andere Optionen. Enzo Fernández, Alexis Mac Allister und Emiliano Martínez zählen zu den Spielern, die sich in Katar ins Schaufenster gespielt haben und vor einem möglichen großen Deal stehen.
Das gilt auch für einige Stars aus der Bundesliga. Eurosport.de beleuchtet die Situation von sieben WM-Spielern, die den Transfermarkt durcheinanderwirbeln könnten.
Jude Bellingham (19/England, Borussia Dortmund)
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WM 2022: Jude Bellinhgam (England)
Fotocredit: Getty Images
Jude Bellingham stand schon lange vor der WM bei vielen Topklubs auf dem Wunschzettel. Seine Leistungen in Katar geben dem Transferpoker eine neue Dynamik. Bislang war vor allem ein Wechsel in Bellinghams Heimat im Gespräch. Vertreter vom FC Liverpool, Manchester United und dem FC Chelsea bekundeten öffentlich ihr Interesse am 19-Jährigen.
Wie die Zeitung "Sun" erfahren haben will, ist allerdings Real Madrid aktuell in der Pole-Position. Demnach sei Trainer Carlo Ancelotti "extrem zuversichtlich", Bellingham nach Spanien zu lotsen. 100 Millionen Euro plus x liegen angeblich als Ablösesumme bei den Königlichen bereit.
Einem Wechsel bereits im Winter schob Borussia Dortmund zuletzt einen Riegel vor. Allerdings dürfte es für den BVB kaum möglich sein, Belingham über den Sommer 2023 im Ruhrpott zu halten.
Enzo Fernández (21/Argentinien, Benfica Lissabon)
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WM 2022: Enzo Fernandez (Argentinien)
Fotocredit: Getty Images
Zu Beginn der WM war Enzo Fernández nur Ersatzmann. Gegen Saudi-Arabien (1:2) und Mexiko (2:0) wurde er eingewechselt, konnte jeweils überzeugen und traf gegen Mexiko zum 2:0. Fortan war der 21-Jährige nicht mehr wegzudenken von der Startelf, in der er als Box-to-Box-Spieler bis einschließlich des Finals unverzichtbar war und zum besten jungen Spieler des Turniers gewählt wurde.
Im Sommer 2022 wechselte er für zwölf Millionen Euro Ablöse von River Plate zu Benfica Lissabon und unterschrieb einen Vertrag bis 2027. Angeblich war Real Madrid ebenfalls interessiert, verzichtete aber wegen fehlender Kaderplätze für Nicht-EU-Ausländer auf eine Verpflichtung. Die Königlichen wollen laut der Zeitung "AS" diesmal ernst machen.
"Record" aus Portugal berichtet derweil vom "ernsthaften Interesse" des FC Liverpool. Die Reds sind demnach bereits mit Benfica in Kontakt getreten. Auch Newcastle United befasst sich mit Fernández. "Ich bin aufmerksam und kenne ihn", sagte Trainer Eddie Howe bei "Sky Sports", dämpfte aber die Hoffnungen der Fans der "Magpies" auf einen Deal. "Ich denke, die Ablösesumme ist ein bisschen zu hoch für uns", so Howe.
Der französische Radiosender "RMC" bringt zudem Paris Saint-Germain ins Spiel.
Alexis Mac Allister (23/Argentinien, Brighton & Hove Albion)
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WM 2022: Alexis Mac Allister (Argentinien)
Fotocredit: Getty Images
Brighton & Hove Albion spielt am Mittwochabend im League Cup gegen Charlton Athletic. Auf ihren Weltmeister müssen die "Seagulls" allerdings verzichten. "Er hat zwei Wochen Urlaub bekommen und darf feiern. Wenn wir ihm das nicht gestattet hätten, wären wir ja ein armseliger Klub", sagte Klubboss Paul Barber.
Bereits vor der WM habe es Interessenten für Mac Allister gegeben, verriet Barber bei "Talksport". "Das wird jetzt natürlich noch größer. Für uns ist das ein schönes Problem. Alexis hat Vertrag bis 2024, wir alleine entscheiden, ob wir ihn ziehen lassen. Wenn ja, wird's teuer. Abgesehen davon hat mir Alexis nach dem WM-Finale signalisiert, dass er bei uns bleiben will."
Laut der "Sun" ist vor allem Tottenham Hotspur am Mittelfeldspieler interessiert, der bei der WM auf der linken Seite des Dreier-Mittelfeldes der Argentinier gemeinsam mit Enzo Fernández und Rodrigo de Paul die Herz-Lungen-Maschine der Albiceleste bildete.
Emiliano Martínez (30/Argentinien, Aston Villa)
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WM 2022: Emiliano Martinez (Argentinien)
Fotocredit: Getty Images
Emiliano Martínez hielt in zwei Elfmeter-Lotterien gegen die Niederlande und Frankreich insgesamt drei Schüsse. Seine größte Tat war aber die in der letzten Sekunde des Finals, als er den Schuss von Randal Kolo Muani aus kurzer Distanz artistisch mit dem linken Fuß abwehrte.
Der 30-Jährige fiel rund um das WM-Turnier allerdings auch mit obszönen Gesten und Worten auf. Schiedsrichter Antonio Lahoz hatte er nach dem Viertelfinale gegen die Niederlande als "nutzlos" und den "schlechtesten der WM" bezeichnet. Seine Trophäe für den besten Torhüter hielt er sich direkt vor den Intimbereich und verzog dabei sein Gesicht. Bei der Feier in der Kabine bat er die Kollegen um eine Schweigeminute für Kylian Mabppé, weil dieser im Finale gestorben sei und während der Busparade in Buenos Aires hielt er eine Puppe mit einem weinenden Mbappé-Gesicht im Arm.
Trotz seiner Eskapaden hat sich Martínez für viele Klubs in Europa interessant gemacht. Das französische Onlineportal "Media Foot" berichtet, dass er auf dem Zettel des FC Bayern München steht. Martínez' Berater Gustavo Doni verriet "Tuttomercatoweb", dass er seinen Klienten gerne bei einem Champions-League-Klub unterbringen möchte. "Ich denke da vor allem an Vereine aus der Serie A", sagte Doni.
Randal Kolo Muani (24/Frankreich, Eintracht Frankfurt)
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WM 2022: Randal Kolo Muani (Frankreich)
Fotocredit: Getty Images
Der Stürmer der Eintracht sprang in letzter Sekunde auf den WM-Zug auf für den verletzten Christopher Nkunku. Er kam in drei Spielen zum Einsatz, erzielte ein Tor im Halbfinale gegen Marokko, holte im Endspiel einen Elfmeter heraus und hätte Frankreich um ein Haar zum dritten WM-Titel geschossen.
Kolo Muani hat sich binnen kürzester Zeit zu einer echten Waffe im Starensemble der Franzosen entwickelt. Kein Wunder, dass Topklubs in Europa hellhörig geworden sind. Laut "Sport1" zieht der FC Bayern München den 24-Jährigen als neue Nummer neun ab der Saison 2023/24 in Erwägung. Die "Daily Mail" wirft zudem Manchester United und den FC Chelsea ins Rennen.
Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche war bereits im Vorfeld der WM von Kolo Muani angetan. "Dass es funktionieren und er sich durchsetzen wird, war mir klar", sagte Krösche der "Bild". "Ich war aber überrascht, wie schnell sich Randal an die Intensität und die Spielgeschwindigkeit gewöhnt hat. Da hat er mich verblüfft." Dass Kolo Muani ein 100-Millionen-Spieler wird, glaubt Krösche zwar nicht. Die Rekordsumme von 65 Millionen Euro, die die Eintracht 2019 von Real Madrid von Luka Jovic bekam, könnte der Stürmer aber knacken.
Sofyan Amrabat (26/Marokko, AC Florenz)
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WM 2022: Sofyan Amrabat (Marokko)
Fotocredit: Getty Images
Sofyan Amrabat war maßgeblich an der beeindruckenden Reise der Marokkaner in Katar beteiligt. Als zentraler Mann vor der Abwehr war er Bindeglied zwischen Defensive und Offensive und das Paradebeispiel für die aufopferungsvoll kämpfenden Nordafrikaner.
Das "Monster", wie ihn "ARD"-Experte Thomas Broich anerkennend bezeichnete, steht bei Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool hoch im Kurs. Angeblich hat sich Jürgen Klopp bereits mit Beratern des 26-Jährigen getroffen. Der Poker um Amrabat ist eröffnet, spanische Medien bringen den FC Barcelona und Atlético Madrid als Mitbewerber auf den Markt.
Laut der "Gazzetta dello Sport" priorisiert Amrabat einen Wechsel zum FC Liverpool.
Josko Gvardiol (20/Kroatien, RB Leipzig)
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WM 2022: Jokso Gvardiol (Kroatien)
Fotocredit: Getty Images
Manchester City, Manchester United, FC Chelsea, Real Madrid, FC Bayern München - das "Who is Who" des europäischen Klubfußballs soll hinter Innenverteidiger-Juwel Josko Gvardiol her sein. Laut "Bild" beinhaltet Gvardiols bis 2024 laufender Vertrag bei RB Leipzig eine Ausstiegsklausel in Höhe von 112 Millionen Euro. Das Eigengewächs von Dinamo Zagreb erhöhte seinen Marktwert laut "Transfermarkt" im Kalenderjahr 2022 von 35 auf 60 Millionen Euro - und das vor der WM.
RB hat allerdings null Interesse, Kasse mit Gvardiol zu machen. Auf die Frage nach etwaigen Mail-Anfragen für den 20-Jährigen scherzte Leipzigs neuer Sportchef Max Eberl bei "ServusTV": "Die sind alle im Spam-Ordner. Gvardiol, Angebot, direkt Spam. Also habe ich keine bekommen bisher."
"Ich freue mich, dass ich jetzt mit solchen Jungs zusammenarbeiten darf und möchte das länger als ein halbes Jahr machen. Dementsprechend hoffe ich und gehe davon aus, dass er lange bei uns spielen wird", fuhr Eberl fort.
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Quelle: Perform
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