WM: Co-Gastgeber Kanada startet mit Remis gegen Bosnien und Herzegowina - Joker Cylre Larin sichert historischen Punkt

Kanada hat zum Auftakt in die Heim-WM einen Punkt gegen Bosnien und Herzegowina geholt. Der Co-Gastgeber geriet nach einem Kopfballtor durch Jovo Lukic (21.) nach einer Ecke ins Hintertreffen. Die Ahornblätter, die ohne ihren noch angeschlagenen Kapitän Alphonso Davies auskommen mussten, rannten in der Folge an und kamen durch den Joker Cyle Larin zum umjubelten und verdienten Ausgleich (78.).

Kanada-Coach Marsch: "Der allererste WM-Punkt, oder?"

Quelle: Perform

Jesse Marsch umarmte nach dem Schlusspfiff erleichtert seinen Super-Joker Cyle Larin, dann führte Kanadas Sorgenkind Alphonso Davies den Co-Gastgeber auf eine Ehrenrunde: Mit einem 1:1 (0:1) gegen Italien-Schreck Bosnien-Herzegowina haben die Ahornblättern in Toronto den ersten Punkt ihrer WM-Geschichte geholt. Das Warten auf den erhofften ersten Sieg geht aber weiter.
"Das war etwas ganz Besonderes für mich. Ich wollte die Leute auf unsere Seite ziehen. Mir war klar: Irgendwann wird das Tor fallen", sagte Larin. Der 31-Jährige sorgte in der 79. Minute - keine drei Minuten nach seiner Einwechslung - mit seiner ersten Ballberührung für das späte Remis. Für Bosnien traf Jovo Lukic (21.).
"Darauf müssen wir aufbauen und beim nächsten Mal einfach eiskalt sein", sagte Larin weiter, die Zeitung Toronto Star schrieb von einem "wertvollen" Remis. Kanadas Trainer Marsch wird nun hoffen, dass Kapitän Davies vom FC Bayern, den eine Muskelverletzung im Oberschenkel plagt, eventuell zum zweiten Gruppenspiel am Donnerstag in Vancouver gegen Katar fit wird.
Immerhin will das Mutterland des Eishockeys beim Heimturnier erstmals die K.o.-Runde erreichen, nachdem es bei seinen ersten beiden WM-Teilnahmen 1986 und 2022 jeweils punktlos in der Vorrunde gescheitert war. Die Bosnier, die in den Playoffs sensationell die Italiener ausgeschaltet hatten und bei ihrer zweiten WM nach 2014 auch erstmals weiterkommen wollen, treffen in der Gruppe B am 18. Juni in Los Angeles auf die Schweiz.

Knallende Sonne in Toronto

Schon weit vor Anpfiff stimmten sich die Fans gebührend auf den Turnierauftakt ein. Tausende kanadische Anhänger marschierten geschlossen vom Trinity Bellwoods Park zum Stadion, schwenkten unzählige Fahnen mit dem Ahornblatt und tauchten die Millionenmetropole in roten Rauch. Auch Fans vom Balkan – viele Kanadier mit bosnischen Wurzeln leben in Toronto – sorgten am Stanley Park für Stimmung.
In der Arena, in der am 20. Juni Deutschland auf die Elfenbeinküste trifft, knallte die Sonne den Besuchern auf den provisorischen Stahltribünen, 17.000 zusätzliche Sitze hatten in das kleinste WM-Stadion (43.036 Plätze) eingebaut werden müssen, ins Gesicht. Von dort sahen sie eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier, an deren Ende Musikstar Alanis Morissette die Nationalhymne "O Canada" performte – und die schmetterte sogar der aus den USA stammende Marsch in Anzug und Krawatte inbrünstig mit.
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Barbarez nach Remis gegen Kanada: "Bleibt ein bitterer Beigeschmack"

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Zu Beginn schienen die großen Erwartungen, Marsch hatte immerhin den Gruppensieg als Ziel ausgegeben, den Gastgeber noch zu lähmen. Bosnien war aktiver, obwohl der 40 Jahre alte Nationalheld Dzeko nur auf der Bank saß. Amar Memic (3.) jagte einen ersten Fernschuss weit über das Tor. Marsch war nicht zufrieden, trieb sein zu harmloses Team immer wieder von der Seitenlinie an.
Als sie sich dann einmal nach vorne wagten und Amar Dedic eine Flanke vor die Füße von Jonathan David (17.) klärte, schoss Kanadas Starstürmer dem bosnischen Torwart Nikola Vasilj, zuletzt beim FC St. Pauli, genau in die Arme. Und diese Nachlässigkeit sollte sich schnell rächen. Nach einer Ecke köpfte Lukic am Fünfmeterraum ein; bis auf den entfesselt jubelnden Bosnien-Block war das Stadion für einen Augenblick plötzlich still.

Gegentor rüttelt Kanada wach

Der Gegentreffer schien die Kanadier jedoch wachzurütteln. Ermuntert von den "Let's go, Canada"-Rufen der Fans setzten sie sich nun in der bosnischen Hälfte fest. Doch trotz Feldüberlegenheit leisteten sich Marschs Spieler zu viele Fehler und Ungenauigkeiten im Passspiel und Abschluss. Dass Davids Sturmpartner Tani Oluwaseyi (32.) im Strafraum aus bester Position klar verzog, passte ins Bild.
Auch nach der Pause setzte sich das Spiel des ersten Durchgangs fort. Kanada hatte mehr vom Ball, wusste jedoch zu wenig damit anzufangen.
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WM 2026 - Cyle Larin gleicht beim Auftakt für Kanada aus

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Und wenn sie einmal durchkamen, hatten die Kanadier Pech. Davies-Ersatz Richie Laryea (53.) hatte Vasilj schon überwunden, doch der Ex-Schalker Sead Kolasinac lenkte den Ball noch an die Latte. Fast im direkten Gegenzug hatte Stuttgarts Ermedin Demirovic (54.) die Großchance zum zweiten Treffer, verstolperte aber frei vor dem Tor.
Im Angesicht der drohenden Auftaktpleite drückten "Les Rouges" nun noch mehr, einen Kopfball von David (66.) klärte der Schalker Nikola Katic erst auf der Linie. Dann kam Larin.
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(SID)
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Courtois: Ägypten ist "die stärkste Mannschaft" der Gruppe

Quelle: Perform


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