WM 2026: Gary Lineker geht deutsche Mannschaft vor Duell mit Paraguay scharf an – Kai Havertz reagiert vielsagend

Gary Lineker hat die deutsche Nationalmannschaft vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay am Montag scharf kritisiert. Das aktuelle DFB-Team sei "eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften, die ich je gesehen habe", sagte der frühere englische Nationalspieler im Gespräch mit "L'Equipe". Die Reaktion von Kai Havertz sagt viel über die aktuelle Herangehensweise der deutschen Mannschaft.

Havertz kontert Lineker: "Interessiert mich wirklich null"

Quelle: Perform

Drei Spiele sind gespielt, die erste kleine Hürde ist genommen - und trotzdem ist der Erkenntnisgewinn überschaubar. Wo steht die deutsche Nationalmannschaft beim zweiten großen Turnier von Bundestrainer Julian Nagelsmann?
Die Vorrunde der deutschen Nationalmannschaft einzuordnen, fällt auch auf den zweiten Blick gar nicht so leicht: Zwar stand die DFB-Elf schon nach dem zweiten Spiel als Gruppensieger fest, richtig sattelfest wirkte der vierfache Weltmeister aber noch nicht.
Das 1:2 gegen Ecuador deckte - zugegebenermaßen im Licht des sicheren Gruppensieges – Schwächen auf, die beim letztlich souveränen 7:1 über Curaçao und dem 2:1-Kampfsieg über die Elfenbeinküste zumindest schon durchschienen.
Es bleibt ein Warnschuss, der größeren Erfolgen zumindest auf dem Papier nicht im Weg steht. Das Urteil von England-Legende Lineker fällt dennoch sehr deutlich aus.

Lineker ätzt gegen DFB-Auswahl

"Ich denke - ich könnte mich irren, - dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe", polterte der 65-Jährige.
Klar, Lineker ist aus seiner aktiven Zeit ein anderes deutsches Gesicht gewohnt: In seinen vier internationalen Duellen mit der Bundesrepublik verlor Lineker dreimal.
Gary Lineker traf im WM-Halbfinale 1990 gegen Deutschland

Gary Lineker traf im WM-Halbfinale 1990 gegen Deutschland

Fotocredit: Getty Images

Unter anderem im WM-Halbfinale 1990, als der Angreifer zum 1:1 traf, im Elfmeterschießen verwandelte und trotzdem mit ansehen musste, wie seine Kollegen Stuart Pearce und Chris Waddle verschossen – und Deutschland damit ins Finale schickten.
"Deutschland lebt von seiner Vergangenheit", mahnte der ehemalige Weltklasse-Stürmer passenderweise an: "Denkt daran, dass es bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht einmal die Gruppenphase überstanden hat."

Lineker: Frankreich besiegt Deutschland problemlos

Zwölf Jahre auf ein K.o.-Spiel auf der großen Weltbühne warten zu müssen, ist für den DFB tatsächlich eine Zäsur.
Mit Paraguay, Gruppendritter hinter den USA und Australien, wartet im Sechzehntelfinale ein vermeintlich dankbarer Gegner. Das mögliche Achtelfinalduell mit Frankreich dürfte der ein oder andere bereits im Hinterkopf haben – auch Lineker, der im Duell mit dem Weltmeister von 2018 keine Chance für die deutsche Auswahl sieht.
"Frankreich kann sich problemlos für das Viertelfinale qualifizieren. Ich glaube also, Ihr könnt beruhigt schlafen", sagte Lineker im Gespräch mit dem französischen Medium.
Im deutschen Lager hat man die Kritik unweigerlich vernommen – ein natürlicher Vorgang angesichts der regelmäßigen Pressekonferenzen.

Havertz reagiert genervt

Am Sonntag stellte sich Kai Havertz den Fragen der Journalisten und damit indirekt auch der Kritik von Lineker.
Der Angreifer des FC Arsenal reagierte deutlich, begab sich gar nicht erst in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Engländer.
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Havertz schwört DFB-Elf auf Paraguay ein: "Jede Aktion zählt"

Quelle: Perform

"Klar, bei so einem Turnier fangen viele Leute an, über einen zu sprechen", sagte Havertz auf Nachfrage der "Bild".
"Ich glaube, da hört keiner groß hin. Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land – wenn es in anderen Ländern auch anfängt, dann reicht es irgendwann mal. Es ist immer einfach, von außen auf uns einzuhauen. Aber mich interessiert das wirklich null", betonte der 27-Jährige.

Pflichtaufgabe am Montag

Die Kritik von außen ausblenden, die Schwachstellen intern umso intensiver aufarbeiten – so oder so ähnlich lautet das Credo der deutschen Mannschaft vor dem ersten "Do-or-die"-Spiel am Montag.
Gegen Paraguay (22:30 Uhr im Liveticker) geht es darum, eine Blamage zu vermeiden. Der erste Teil einer bestenfalls vier Spiele andauernden Kür würde am Samstag folgen.
Mit einem guten Auftritt im Sechzehntelfinale könnten Havertz und Co. den von Lineker versprochenen ruhigen Schlaf der Franzosen zumindest etwas weniger komfortabel gestalten.
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Sabitzer hadert mit Gegentoren: "Teilweise unseriös"

Quelle: MagentaTV


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