WM 2026: Marokko fordert Topfavorit Frankreich im ersten Viertelfinale - hier könnte sich das Duell entscheiden
Vier Jahre nach ihrem WM-Halbfinale in Katar treffen Frankreich und Marokko in einem anderen Kontext aufeinander. Die Equipe Tricolore ist weiterhin Favorit, doch die Atlas-Löwen haben bei der WM 2026 eine neue Dimension erreicht. Technischer, kompletter und ehrgeiziger besitzen sie nun genügend Waffen, um die Franzosen ins Wanken zu bringen. Die Analyse eines offenen Viertelfinals.
"Wir sind nicht zufrieden": Marokko-Coach mit Kampfansage an Frankreich
Quelle: Perform
Marokko hat sich zu einer der komplettesten Mannschaften der Welt entwickelt. Die Löwen vom Atlas haben bewiesen, dass sie dem enormen Druck eines im eigenen Land ausgetragenen Afrika-Cups standhalten können, und der Zustrom neuer Doppelstaatler verleiht der Elf ein neues Gesicht.
Brahim Diaz hat die DNA der Mannschaft verändert, Ayyoub Bouaddi und Neil El Aynaoui haben das Mittelfeld verjüngt und dynamisiert.
Mit Frankreich wartet im Viertelfinale (ab 22:00 Uhr im Liveticker) der Topfavorit auf den Titel auf die Marokkaner. Doch deren Trainer Mohamed Ouahbi will nicht klein beigeben: "Wir sind mit dem Erreichten noch nicht zufrieden. Dass Frankreich möglicherweise Favorit ist, interessiert uns nicht. Wir wollen unbedingt ins Halbfinale."
Eurosport nennt die drei Brennpunkte eines Spiels, das zweifellos viel offener ist als erwartet.
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Deschamps zur Schiedsrichter-Diskussion: "Marokko ist der Gegner"
Quelle: Perform
1. Im Mittelfeld fällt die Entscheidung
Aus französischer Sicht müssen die "Arbeiter" Adrien Rabiot, Manu Koné mit ihren Möbelpacker-Schultern den Bereich des Spielfeldes kontrollieren, der über den Ausgang des Spiels entscheiden wird.
Marokko tritt im 4-3-3 an ohne echten gelernten Stürmer. In der von Trainer Ouahbi umgebauten Offensive sind die Mittelfeldspieler die Hauptgefahren in der Offensive. Brahim Diaz mit bereits vier Torvorlagen in diesem Turnier der Spielgestalter. Das Duo El Aynaoui/Bouaddi erobert Bälle, reguliert und verteilt sie.
Die beiden bilden Lunge und das Hirn dieser Mannschaft. Dastechnisch sehr starke Mittelfeld der Marokkaner diktiert auch ein höllisches Tempo und liebt es, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel aktiv zu gestalten.
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"Das ist eine Mannschaft von sehr hoher Qualität, extrem gut strukturiert, die in den Umschaltsituationen herausragt", warnte Guy Stéphan, Assistent von Chefcoach Didier Deschamps und egänzt: "Das ist eine Formation, die in der Lage ist, den Ball zu konfiszieren und mit phänomenaler Geschwindigkeit umzuschalten."
Genau dort liegt die Gefahr für die Franzosen. Die Equipe Tricolore offenbarte Schwierigkeiten, gegnerische Wellen nach Ballverlusten einzudämmen - und genau dort ist Marokko am besten.
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Deschamps: "Kylian ist mental sehr stark"
Quelle: SNTV
"In der ersten Halbzeit haben wir mit unseren vier Offensivspielern viele Bälle verloren und haben Aurélien (Tchouaméni) und die Abwehr in der Defensivarbeit zurückgelassen", beschrieb Rabiot das französische Problem nach dem Sieg gegen Senegal.
Frankreich leidet in diesen Spielphasen und der Ausfall des verletzten Tchouaméni ist in dieser Hinsicht ein echter Rückschlag. Er ist es, der als Wächter vor der Abwehr fungiert, weit mehr als ein Manu Koné. Ein Sieg wird von einer gnadenlosen Disziplin der beiden französischen Mittelfeldspieler und begrenzten Ballverlusten ihrer Angreifer abhängen.
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Big Match Predictor: Frankreich vs. Marokko
Quelle: Perform
2. Tandem Diaz/Hakimi - Marokkos größter Trumpf
Marokko besitzt möglicherweise das furchteinflößendste Duo dieser WM auf der rechten Seite mit Achraf Hakimi und Brahim Diaz. Der Pariser Hakimi ist nicht nur ein einfacher Verteidiger.
Als unermüdlicher Konterspieler brilliert er in dieser Hybridrolle zwischen Außenverteidiger und Mittelfeldspieler, die auch seine Rolle im Verein unter Luis Enrique ist. Hakimi bietet Diaz eine konstante Anspielstation, indem er permanente Zwei-gegen-Eins-Situationen schafft - ein echter Test für Frankreichs Linksverteidiger Lucas Digne, der auf die Unterstützung von Désiré Doué angewiesen ist, um die Wellen einzudämmen.
Das immense Laufpensum von Doué und seine physische Wirkung müssen die Strahlkraft seines Vereinskollegen Hakimi begrenzen. Das ist ein zentraler Punkt dieses Viertelfinals: Wenn Diaz und Hakimi in Schach gehalten werden, verliert Marokko einen Großteil seines Gefahrenpotenzials.
3. Wo Mbappé Marokko richtig wehtun kann
Frankreich besticht bei dieser WM mit seiner Offensive, wenngleich es gegen Marokko schwerer werden dürfte, Torchancen zu kreieren. Doué und Ousmane Dembélé werden es auf den Flügeln schwer haben ihre Gegenspieler Hakimi bzw. Noussair Mazraoui.
Umso mehr wird es für die Franzosen mal wieder auf Kylian Mbappé ankommen, dessen Geschwindigkeit das Argument Nummer 1 gegen die oft schweren Beine von Marokkos Innenverteidiger Issa Diop sein kann.
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Hoffnungsträger der Franzosen gegen Marokko: Kapitän Kylian Mbappé
Fotocredit: Getty Images
Der ehemalige Toulouse-Spieler spielt eine überzeugende Weltmeisterschaft, aber Schnelligkeit ist nicht sein Steckenpferd. Die Verletzung von Chadi Riad schwächt die Innenverteidigung, zumal Ersatzmann Redouane Halhalbislang nicht überzeugen konnte.
Dort liegt die Schwachstelle Marokkos und dort muss Frankreich Druck machen und in den Rücken der Abwehr kommen - mit allem, was sie haben: Doué, Dembélé, Michael Olise und Mbappé.
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Martin Mosnier ist Fußball-Experte bei eurosport.fr und begleitet die Équipe Tricolore bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada vor Ort in Boston.
Für die Übersetzung dieses Artikels wurde Software für Künstliche Intelligenz verwendet.
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Olmo verteidigt Yamal: "Er gibt uns unglaublich viel"
Quelle: Perform
Ergebnisse
Frankreich
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