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Dinah Eckerle: Die Torfrau mit den Tattoos glänzt bei der WM

Dinah Eckerle: Die Torfrau mit den Tattoos glänzt bei der WM
Von Eurosport

02/12/2019 um 15:46Aktualisiert 02/12/2019 um 15:47

Sie liebt Tattoos, schläft gern - und hält vor allem enorm viele Bälle: Dinah Eckerle sorgt bei der WM für Schlagzeilen. Die wegweisenden Duelle der deutschen Handball-Frauen mit Dänemark und Titelverteidiger Frankreich kann die Torfrau kaum erwarten. Die Torfrau weiß schon gar nicht mehr, wie viele Tattoos ihren Körper zieren. Doch die Olympischen Ringe oder den WM-Pokal könnten noch hinpassen.

"Auf dem Rücken ist noch Platz", sagt Eckerle dem "SID" am Montag und lacht.

Die Torfrau der deutschen Handball-Frauen, vom Boulevard nach ihrem famosen Turnierstart wegen des auffallenden Körperschmucks schon "Tattoo-Dinah" getauft, sorgt bei der WM momentan aber nicht bloß wegen ihrer vielen Haut-Verzierungen für Aufsehen. Eckerle gilt in der Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener als Schlüsselspielerin.

Nächste Spiele wegweisend für die Hauptrunde

"Unser Turnierstart war super, er gibt uns und mir Selbstvertrauen. Wir wollen diesen Schwung jetzt mitnehmen."

Die momentane Pole-Position in Gruppe B will die 24-jährige Keeperin von Meister Bietigheim aber nicht überbewerten: "Ich möchte noch keine Prognose stellen. Unsere Gruppe spielt verrückt. Wir wollen weiter Punkte sammeln." Punkte für die nächste Runde, und vor allem Punkte für den Traum von Olympia, für den das DHB-Team unter den Top 7 landen muss.

17 Paraden gegen Brasilien

Eckerle ist seit dem Rücktritt von Ikone Clara Woltering nach der Heim-WM vor zwei Jahren die Nummer eins im deutschen Tor. Die vergleichsweise geringe Körpergröße von 1,70 Meter macht sie durch ihr gutes Stellungsspiel und blitzschnelle Reflexe wett. Mit den 17 Paraden zum WM-Start gegen Brasilien hat Eckerle eine erste WM-Kostprobe ihres Könnens gegeben.

Bundesliga-Debüt mit 16 Jahren

Klein, aber oho: Eckerles bisherige sportliche Laufbahn ist beachtlich. Mit damals 16 Jahren debütierte sie 2011 als jüngste Spielerin in der Bundesliga, mit 20 lief sie erstmals für Deutschland auf. Nun ist sie 24 und kann in ihren bisherigen acht Bundesliga-Spielzeiten auf sieben (!) Meistertitel zurückblicken.

Ihre Kraft zieht Eckerle aus einer Menge Schlaf ("Ich nutze jede freie Minute") und der Liebe für Tattoos. "Es ist eine Leidenschaft, die immer mal wieder aufflammt. Ab und zu packt mich das Fieber", sagt Eckerle, die sich stechen lässt, seit sie 16 ist.

Die vielen Bilder am rechten Arm und anderen Körperstellen erzählen von familiären Beziehungen und bestimmten Daten, "die ich mit schönen Momenten verbinde". So prangt an Eckerles Knöchel ein großes D - es steht für den eigenen Vornamen und die Anfangsbuchstaben der beiden Brüder.

WM-Titel oder Olympische Ringe als neues Tattoo?

Im "SWR"-Interview bezeichnete die Handballerin ihre Leidenschaft gar als Sucht, es gab Jahre, "da war ich Monate am Stück beim Tätowierer". Diese Phase sei inzwischen jedoch vorbei, versicherte sie am Montag. In der letzten Zeit habe sich das "ein bisschen beruhigt, aber eine Olympia-Teilnahme wäre ein Anlass. Die Olympischen Ringe sehen sehr schön aus", sagt sie und schiebt schnell hinterher: "Oder der WM-Titel."

So oder so - für Eckerle ist es an der Zeit für ein neues Motiv.

(SID)

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