60 Minuten lang haben die deutschen Handballer gekämpft und es Spanien so schwer wie nur möglich gemacht.
Am Ende standen sie aber ohne Punkte da - auch wegen fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter. "Am Ende ist es nur Pech. Wenn die beiden Aktionen nicht abgepfiffen werden, ist das Spiel für uns entschieden. Es ist einfach bitter und schmerzt sehr, dass wir nach einem guten Spiel nichts mitnehmen. Das hätte unsere Situation in der Vorrunde extrem verbessert", sagte Hendrik Pekeler nach dem Spiel.
Jogi Bitter hingegen kritisiert den Gegner und warf den Spaniern sogar unsportliches Verhalten vor. Doch all die Kritik hilft dem Team nicht, denn es ändert nichts am Ergebnis. "Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht", lobte Gislasson sein Team im Interview mit dem "ZDF" demonstrativ.
Olympia - Handball
Vorwurf der Unsportlichkeit: Bitter giftet gegen Spanier
24/07/2021 AM 10:53
Die Abwehr erinnerte an die besten "Bad Boys"-Zeiten. Egal ob die klassische 6:0-Deckung mit Pekeler und Johannes Golla im Innenblock oder die 3:2:1-Deckung mit Pekeler auf der Spitze und Lemke als Absicherung - die erfahrenen spanischen Rückraumspieler taten sich enorm schwer, eine Lücke in der deutschen Deckung zu finden.

Drama, Tore, Riesenfrust: Die Highlights zum Kracher Deutschland-Spanien

Einzig die deutschen Torhüter Jogi Bitter und Andreas Wolff konnten in der zweiten Hälfte nicht ihre beste Leistung abrufen und nur wenig Bälle halten.
Steffen Weinhold und Co. überzeugten indes mit Leidenschaft und Entschlossenheit im Angriff. Auch die Anspiele von Philipp Weber an den Kreis funktionierten sehr gut und waren für die starke spanische Abwehr kaum zu verteidigen.

DHB-Team: Machbare Aufgabe und zwei Kracher

Mit einer solchen Leistung dürfte am Montag (4:00 Uhr MEZ live im TV bei Eurosport und bei Eurosport mit Joyn) gegen Argentinien der erste Sieg folgen. "Da ist ein Sieg Pflicht", meint DHB-Sportvorstand Axel Kromer.
Zwar gelang den Argentiniern bei der WM im Januar mit Rang elf die besten Platzierung jemals, aber dennoch haben sie bei einem Großturnier noch nie gegen eine europäische Mannschaft gewonnen. Zum Auftakt verloren sie mit 27:33 gegen Frankreich und konnten den Franzosen nicht so wirklich gefährlich werden.

"Unfassbar!" Drei fragwürdige Entscheidungen bringen Deutschland um Sieg

Das Argentinien-Duell muss Deutschland nutzen, um Selbstvertrauen zu sammeln.
Denn: Am Mittwoch folgt die Partie gegen Frankreich (14:30 Uhr MEZ live bei Eurosport) und zwei Tage später wartet Norwegen (14.30 Uhr MESZ/live bei Eurosport). Zwei dicke Brocken.
Dort geht es für die deutsche Mannschaft dann um die so wichtige Platzierung in der Gruppe. Die deutsche Mannschaft will dem amtierenden Weltmeister Dänemark oder auch den Schweden, die seit 2020 nur das WM-Finale gegen Dänemark verloren haben, möglichst aus dem Weg gehen.

Frankreich mit Torwart-Problemen

Frankreich ist bei aller Klasse ein Gegner, der auf der Torhüter-Position einige Probleme hat. So konnten Vincent Gerard und Yann Genty nur zehn Paraden bei 37 Würfen verzeichnen. Schon bei der WM lag Gerard mit einer Fangquote von 30% nur auf Platz 22. Dort bewiesen die Franzosen nach ihrem Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft 2020 als WM-Vierter, dass mit ihnen weiter zu rechnen ist.

Frankreich lässt Argentinien keine Chance

"Frankreich ist in der Breite eine sehr starke Mannschaft. Sie haben eine starke Abwehr und eine überragende Wurfkraft aus dem Rückraum. Ein Team ohne Schwächen", lobte Gislasson im Interview mit der "Handballwoche" die französische Mannschaft.

Norwegen und die Abhängigkeit von Sagosen

Lob gab es von Gislasson auch für Norwegen. "Ein tolles Team, das von Sander Sagosen angeführt wird. Aber auch Reinkind, O'Sullivan und Sögard sind herausragende Spieler - die sind in der Breite stark aufgestellt", erklärte der Bundestrainer.

Norwegens Handballer schlagen Brasilien dank überragendem Sagosen

Doch die norwegische Mannschaft hat zu Beginn nur bedingt überzeugt. Zwar siegten die Skandinavier mit 27:24 gegen Brasilien, taten sich dabei aber in der Abwehr enorm schwer mit dem brasilianischen Rückraum. Offensiv lag die große Last mal wieder auf den Schultern von Superstar Sander Sagosen, der mit acht Toren bester Torschütze seines Teams war.

Deutschland: Gruppensieg noch drin

Zum Abschluss wartet nächste Woche Sonntag (12:30 MEZ live bei Eurosport) mit Brasilien ein bekannter Gegner.
Bereits bei den vergangenen zwei Weltmeisterschaften trafen die beiden Teams aufeinander. Beide Duelle konnte das DHB-Team jeweils klar für sich entscheiden. Dennoch sollte man Brasilien nicht unterschätzen, denn ein Großteil der Mannschaft spielt mittlerweile in Europa.

Hens exklusiv: Darauf kommt es fürs DHB-Team gegen Argentinien an

"Ich denke, dass die ganze Gruppe sehr ausgeglichen ist. Ich glaube, dass Frankreich, Norwegen, Spanien und wir sehr nah beieinander liegen", meinte Gislasson vor dem Turnier. Dabei muss sich die deutsche Mannschaft nicht verstecken, denn mit ein solcher Leistung wie gegen Spanien ist der Gruppensieg immer noch möglich.
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