Abschalten? Von wegen. Kaum war der Schweden-Krimi (25:25) halbwegs verdaut, da hockte Alfred Gislason schon wieder auf der Tribüne der Schmelinghalle in Berlin.
Beim Bundestrainer stand der Freitagabend ganz im Zeichen der Spielbeobachtung, im Kampf ums Olympia-Ticket steht für die deutschen Handballer am Samstag (15:35 Uhr im Liveticker) schon der nächste Kracher gegen den EM-Vierten Slowenien auf dem Programm.
"Wir müssen bessere 60 Minuten als gegen Schweden spielen", warnte Gislason und kündigte personelle Änderungen im Vergleich zum Remis gegen Schweden an. Linksaußen Marcel Schiller habe nach seinen fünf Treffern "sehr gute Chancen" anstelle von Kapitän Uwe Gensheimer in die Startaufstellung zu rücken. Im Kader stehen wird der gegen die Skandinavier nicht berücksichtigte Torhüter Andreas Wolff, und auch Youngster Juri Knorr ist dabei.
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"Andi geht ausgeruht in dieses zweite Endspiel für uns", sagte Gislason. Wolff bildet gegen Slowenien zusammen mit Silvio Heinevetter das Gespann zwischen den Pfosten, der Europameister von 2016 nimmt den Platz von Johannes Bitter ein.

Hanning warnt vor Slowenien: "Wird ein richtiger Hammer"

Bitter, der mit seinen Paraden in der Schlussphase gegen Schweden die Aufholjagd zum Remis erst ermöglichte, steht in Absprache mit der medizinischen Abteilung aufgrund einer Verletzung aus dem Auftaktspiel nicht zur Verfügung. Dies teilte der DHB am Samstagvormittag mit. Für Knorr muss Fabian Böhm aus dem 16er-Aufgebot weichen.
DHB-Vizepräsident Bob Hanning erwartet eine richtig schwere Aufgabe. "Das Spiel gegen Slowenien wird definitiv nicht einfacher. Ich sage es ganz ehrlich: Das wir ein richtiger Hammer", so Hanning.
Damit es für das deutsche Team mit dem erhofften Tokio-Ticket klappt, sollte es gegen Slowenien und am Sonntag (15:45 Uhr/beide im Liveticker) gegen Afrikavertreter Algerien konstanter auftreten. "Wir haben es immer noch selbst in der Hand", sagte Kreisläufer Patrick Wiencek.
Die Auswahl des Deutschen Handballbundes hat wie Schweden momentan einen Punkt auf dem Konto. Slowenien hat durch den 36:28-Sieg gegen Außenseiter Algerien zwei Zähler, Algerien steht bei null. "Wir müssen das Spiel morgen gewinnen, und dann sieht es schon viel besser aus", sagte Schiller. Der Linksaußen weiß: Nur der Erst- und Zweitplatzierte qualifizieren sich für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August).
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(SID)

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