Die Partie begann gut für die deutsche Mannschaft, die durch zwei schnelle Tore von Julius Kühn (1.) und Uwe Gensheimer (2.) in Führung ging. Die Anfangsphase war torreich, beide Mannschaften spielten im Angriff stark. Weil die defensive 6:0-Abwehr der Deutschen den schwedischen Angriff nie komplett in Griff bekam, konnten sie aber nicht davonziehen.
So blieb das Spiel ausgeglichen mit leichten Vorteilen für das DHB-Team, im Angriff überzeugte vor allem Kai Häfner. Die Mannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer hätte zwischenzeitlich den Zwei-Tore-Vorsprung weiter ausbauen können, doch genau wie Jogi Bitter zeigte auch Schwedens Torhüter Andreas Palicka eine gute Leistung.
"Wir haben es in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht, hätten die Sache in der ersten Halbzeit klarer gestalten können", sagte Hendrik Pekeler nach dem Spiel: "Aber, dass die Schweden immer wieder zurückkommen können und dann ihren Stiefel spielen, wissen wir von der WM."
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Genau so kam es in der zweiten Halbzeit. Das deutsche Team erwischte einen schwachen Start und verlor früh die Führung. Weber warf in der 33. Minute an den Pfosten, auf der anderen Seite traf Albin Lagergren nach einem Tempogegenstoß, in der 39. Minute traf Lagergren zum 17:15. In dieser Phase fehlte dem DHB-Team die nötige Bewegung und Aggressivität in den Zweikämpfen und im Angriff wurden zu viele Würfe vergeben.

DHB-Team hadert mit der zweiten Hälfte

Mit dieser Spielphase war Bundestrainer Gislason nach dem Spiel sehr unzufrieden. "Wir nehmen uns in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit ungewöhnlich viele unvorbereitete Würfe", sagte der Isländer: "In dieser Phase kamen wir mit Schweden gar nicht klar." Und Pekeler ergänzte: "Wenn du vorne schnell wirfst und nicht triffst, können die Schweden dich zermürben. Bis zur 55. Minute hatten wir eigentlich gar keine Chance."
Bis in die Schlussphase hinein zogen die Schweden ihr Spiel durch, spielten die Angriffe lange aus und kamen immer wieder zu freien Würfen. Zudem spielte Torhüter Palicka ganz stark und vereitelte zahlreiche klare Chancen. In der 49. Minute verkürzte Schiller zum 20:23. In den letzten fünf Minuten der Partie konnten sich die Deutschen auf Torhüter Johannes Bitter verlassen, der seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hielt.
So verkürzten Johannes Golla (56.) und Kastening (57.) zum 23:24. Eine Minute vor Schluss verwarf Julius Kühn einen Distanzwurf, doch das DHB-Team eroberte in der Abwehr den Ball und Schiller erzielte mit dem letzten Wurf des Spiels aus spitzem Winkel den 25:25-Ausgleich.
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