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Handball-WM 2019 | Deutschland träumt nach Sieg gegen Island vom WM-Halbfinale
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Publiziert 19/01/2019 um 22:02 GMT+1 Uhr
Deutschland ist mit einem überzeugenden 24:19 (14:10)-Sieg über Island in Köln in die Hauptrunde der WM 2019 gestartet und darf damit weiter ungeschlagen vom Halbfinale träumen. Torhüter Andreas Wolff spielte überragend, Steffen Fäth wurde nach sechs Toren zum Spieler des Spiels gewählt. Mit Kroatien und Spanien warten die härteren Aufgaben der Hauptrunde allerdings erst noch auf das DHB-Team.
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Christian Prokop blickte ein wenig ungläubig mit einem Lächeln durch das Tollhaus Kölnarena, seine Spieler ließen sich auf ihrer Ehrenrunde ausgiebig feiern.
Die deutschen Handballer haben bei der Heim-WM mit einem 24:19 (14:10) gegen Island zum Hauptrundenstart einen großen Schritt Richtung Halbfinale gemacht und die Euphorie weiter geschürt.
Deutschland bei Handball-WM weiter ungeschlagen
"Das ist die schönste Zeit, die wir erleben", sagte Bundestrainer Prokop in der "ARD" und genoss die schwarz-rot-goldene Party vor 19.250 begeisterten Zuschauern sichtlich.
Dank eines Abwehr-Bollwerks mit einem starken Torhüter Andreas Wolff ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) weiter ungeschlagen und übernahm mit 5:1 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe I.
"Wir haben es in der Deckung richtig gut gemacht. Jetzt kommen die richtig harten Brocken auf uns zu. Aber wir sind gewappnet", sagte Kapitän Uwe Gensheimer. Bester deutscher Werfer im Hexenkessel in Köln war Steffen Fäth mit sechs Toren, Gensheimer erzielte fünf Treffer.
Showdown gegen Kroatien und Spanien
Am Montag (20.30 Uhr im Liveticker) trifft das DHB-Team im Duell der Ex-Weltmeister auf Kroatien (4:0). "Da brauchen wir ein emotionales Feuerwerk", sagte Prokop. Zum Abschluss der Hauptrunde wartet am Mittwoch Europameister Spanien (20.30 Uhr im Liveticker).
Prokop nahm einige Stunden vor der Begegnung seinen ersten von möglichen drei personellen Wechseln vor. Europameister Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf rückte für den Leipziger WM-Debütanten Franz Semper in das Aufgebot.
Steffen Weinhold kehrte nach seiner im Frankreich-Spiel erlittenen Adduktorenzerrung zumindest in den Kader zurück.
Steffen Fäth gibt den Takt vor
Unter den Augen von Handball-Ikone Joachim Deckarm, der seinen 65. Geburtstag zusammen mit den 78er-Weltmeistern feierte und sichtlich bewegt dem Ständchen in der Halbzeitpause lauschte, kamen die Gastgeber in ihrem "Wohnzimmer" glänzend ins Spiel.
Fäth, am Ende zum Spieler des Spiels gewählt, hämmerte den Ball zum 5:2 in den Winkel (7.).
Danach schlichen sich allerdings einige Fehler ins Spiel des Gastgebers ein. Einige Anspiele fanden den Mitspieler nicht, gute Torchancen blieben ungenutzt. Im Positionsangriff tat sich die DHB-Auswahl schwer. Der Ex-Kieler Aron Palmarsson traf zur ersten Führung der Gäste (6:5/13.). Prokop reagierte sofort und nahm eine Auszeit.
Deutscher Innenblock schier unüberwindbar
"Wir müssen bei uns bleiben und dürfen uns nicht verrückt machen lassen", forderte der Bundestrainer. Seine Spieler hörten gut zu. Der Innenblock um Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler war schier unüberwindbar, und die daraus resultierenden Ballgewinne nutzte der dreimalige Weltmeister immer wieder zu leichten Toren.
Das DHB-Team setzte sich so von 9:9 (22.) auf 13:9 (27.) ab - die Arena kochte. Bezeichnend für das deutsche Spiel war der Treffer zum zwischenzeitlichen 12:9: Paul Drux erkämpfte sich mit einem Hechtsprung den Ball, Patrick Groetzki leitete sehenswert zu Gensheimer weiter, der eiskalt vollendete.
"In einigen Situationen können wir noch etwas wacher sein. Wir spielen es aber gut. Wenn wir so weitermachen, werden wir das Spiel hundertprozentig gewinnen", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeitpause.
Andreas Wolff und Steffen Fäth als Sieggaranten
Ex-Bundestrainer Heiner Brand, der Deutschland beim Wintermärchen 2007 zum WM-Titel geführt hatte, zeigte sich beeindruckt von der "sensationellen Stimmung".
Die kampfstarken Isländer gaben aber auch ohne Palmarsson nicht auf, der nach rund 20 Minuten angeschlagen von der Platte musste. Der Olympia-Zweite von 2008 verkürzte auf 16:18 (41.). Doch ein gehaltener Siebenmeter von Wolff und und Fäths Treffer zum 20:16 (45.) brachten die DHB-Auswahl wieder auf Kurs.
Nach einer Wahnsinnsparade klatschte Wolff (zwölf gehaltene Bälle) in der Schlussphase mit einem kleinen Fan hinter seinem Tor ab, die Party in der Arena hatte da schon längst begonnen.
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