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Handball-WM 2019 - WM-Kolumne von Daniel Stephan #3: So schlagen wir Frankreich

Showdown gegen Frankreich: So schlagen wir den Weltmeister

15/01/2019 um 20:00Aktualisiert 16/01/2019 um 15:15

Der ehemalige Welthandballer und heutige Eurosport-Experte Daniel Stephan schreibt in seiner Kolumne bei Eurosport.de über Deutschlands ersten Dämpfer bei der Heim-WM. Nur Remis gegen Russland: Da war mehr drin, auch wenn es einige Defizite gab. Am Dienstagabend geht's schon weiter fürs DHB-Team, dann wartet Frankreich. Stephan skizziert, wie Deutschland den Weltmeister schlagen kann.

Hallo Handball-Freunde,

Allerdings hat der Angriff nicht so funktioniert hat, wie es sein sollte - da wirkte die Mannschaft verunsichert. Wir hatten wenige Chancen und eine Verwertung, die nicht konsequent genug war. Mit der offensiven Deckung der Russen kamen wir nicht so zurecht, außerdem sind 13 technische Fehler viel zu viel. Die Hälfte wäre okay.

Martin Strobel blieb ohne Assist; Steffen Weinhold war gut im Eins-gegen-Eins, hat aber wahnsinnig viel Kraft gelassen; Paul Drux kam rein und hat seine Sache wirklich ordentlich gemacht, leider unterlief ihm ein katastrophaler Fehler, der dann zum Unentschieden führte. Das darf eigentlich nicht passieren.

Frankreich ist Favorit - aber nicht unbezwingbar

Uwe Gensheimer bei Deutschland - Russland

Uwe Gensheimer bei Deutschland - RusslandGetty Images

Wir müssen uns steigern, die Leistung gegen Russland reicht nicht aus. Vielmehr müssen wir unsere tolle Vorstellung gegen Brasilien fortsetzen und idealerweise verbessern. Worauf es aus meiner Sicht ankommt:

  • Abwehr und Torhüter waren in allen Spielen wirklich gut. Wir müssen versuchen, mehr Gegenstöße hinzukriegen; gegen Russland waren es nur zwei, das ist ziemlich wenig.
  • Wir müssen aus einer kompakten Deckung richtig mit Speerspitzen nach vorne arbeiten, auch wenn es schwierig ist, wenn man zwei Kreisläufer im Mittelblock hat. Es braucht Durchschlagskraft.
  • Ganz wichtig: Wir dürfen nicht mehr so viele Fehler machen und müssen versuchen, einfache Tore zu erzielen; auch wieder aus neun, neuneinhalb Metern, wie sie Steffen Fäth gegen Brasilien gelungen waren.

Euer Daniel Stephan

Zur Person: Daniel Stephan

  • Der ehemalige Nationalspieler wurde 1998 zum ersten Welthandballer aus Deutschland gekürt. Stephan, der im linken Rückraum und in der Mitte spielte, wurde 2004 Europameister und holte im selben Jahr mit der DHB-Auswahl die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen. In 183 Länderspielen warf der heute 45-Jährige, der im Verein für den OSC Rheinhausen und den TBV Lemgo auflief, 590 Tore. Die WM 2019 begleitet Stephan als TV-Experte bei Eurosport und hier in seiner Kolumne für Eurosport.de

Video - Brasilien verteidigt Führung gegen Serbien mit Zähnen und Klauen

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