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Handball-WM 2019 - WM-Kolumne von Daniel Stephan #3: So schlagen wir Frankreich
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Publiziert 15/01/2019 um 11:34 GMT+1 Uhr
Der ehemalige Welthandballer und heutige Eurosport-Experte Daniel Stephan schreibt in seiner Kolumne bei Eurosport.de über Deutschlands ersten Dämpfer bei der Heim-WM. Nur Remis gegen Russland: Da war mehr drin, auch wenn es einige Defizite gab. Am Dienstagabend geht's schon weiter fürs DHB-Team, dann wartet Frankreich. Stephan skizziert, wie Deutschland den Weltmeister schlagen kann.
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Fotocredit: Eurosport
Hallo Handball-Freunde,
das Remis im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Russland (22:22) ist ein Dämpfer, ganz klar. Wir haben in der Abwehr hervorragend gespielt, Andreas Wolff hat gut gehalten, wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Am Ende ist es schon ein bisschen ernüchternd.
Allerdings hat der Angriff nicht so funktioniert hat, wie es sein sollte - da wirkte die Mannschaft verunsichert. Wir hatten wenige Chancen und eine Verwertung, die nicht konsequent genug war. Mit der offensiven Deckung der Russen kamen wir nicht so zurecht, außerdem sind 13 technische Fehler viel zu viel. Die Hälfte wäre okay.
Martin Strobel blieb ohne Assist; Steffen Weinhold war gut im Eins-gegen-Eins, hat aber wahnsinnig viel Kraft gelassen; Paul Drux kam rein und hat seine Sache wirklich ordentlich gemacht, leider unterlief ihm ein katastrophaler Fehler, der dann zum Unentschieden führte. Das darf eigentlich nicht passieren.
Frankreich ist Favorit - aber nicht unbezwingbar
Es geht Schlag auf Schlag im Turnier. Russland trifft jetzt auf Brasilien (ab 15:20 Uhr LIVE bei Eurosport 1), da müssen wir Brasilien die Daumen drücken, damit Russland nicht weiterkommt. Hintergrund: Wenn wir uns qualifizieren und Russland auch, nehmen wir einen Minuspunkt in die Hauptrunde mit. Wenn sich Brasilien qualifiziert, wären es zwei Pluspunkte.
Deutschland misst sich heute Abend mit Weltmeister Frankreich (ab 20:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Es wird sicherlich ein anderes Spiel, Frankreich hat eine unwahrscheinliche Qualität und ist Favorit - aber nicht unbezwingbar. Die "Grande Nation" spielt mit Licht und Schatten.
Wir müssen uns steigern, die Leistung gegen Russland reicht nicht aus. Vielmehr müssen wir unsere tolle Vorstellung gegen Brasilien fortsetzen und idealerweise verbessern. Worauf es aus meiner Sicht ankommt:
Mit der Euphorie, mit der Halle, mit der Begeisterung der Berliner Zuschauer sehe ich durchaus Chancen, dass wir Frankreich schlagen. Aber: Es wird verdammt schwer. Wir stehen unter Druck, das muss man sicherlich so sehen.
Euer Daniel Stephan
Zur Person: Daniel Stephan
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