Gislason habe vor zehn Jahren mal eine Feier mit seinen ehemaligen isländischen Spielern von Akureyri gehabt. "Die haben mir die Dinger vorgespielt, die ich da rausgehauen habe. Ich war kreidebleich, was ich da für Beleidigungsstürme abgelassen habe", sagte der Isländer.
Gislason, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Ägypten sein erstes Turnier bestreitet, nannte auch ein Beispiel. Einmal habe er mit seinem Team zur Halbzeit mit neun Toren hinten gelegen. Da habe er dem Torwart gesagt, er solle in der Kabine bleiben, weil er stattdessen lieber eine Mülltonne ins Tor stellen wolle. Die würde besser halten. "Wenn mir ein Trainer das gesagt hätte, wäre das wohl mein letztes Spiel unter ihm gewesen", sagte Gislason: "Ich selbst habe zwei Jahre nicht mehr in der isländischen Nationalmannschaft gespielt, weil ich Streit mit dem Trainer hatte."
Für die am kommenden Donnerstag beginnende WM möchte Gislason kein Ziel definieren: "Das ist in Deutschland extrem. Hier muss vor dem Start immer ein Ziel ausgegeben werden. Die Spanier würden nie sagen, wir müssen WM-Gold holen." So etwas setze eine Mannschaft unnötig unter Druck.
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Zumal Konkurrenten wie Spanien bereits Ende Dezember und damit deutlich früher als die deutsche Nationalmannschaft mit dem gemeinsamen Training hätten beginnen können. Gislason: "Wir konnten uns ja schlecht über das Internet miteinander einspielen."
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(SID)

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