In der ersten Halbzeit war Spanien von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Beide Teams begannen mit einer defensiven 6:0-Abwehrformation, doch der amtierende Europameister fand die besseren Lösungen. Gerade in der Anfangsphase wurde häufig Kreisläufer Rubén Marchán in Szene gesetzt.
Er erzielte das erste Tor der Partie, Norwegens Linksaußen Magnus Jondal glich aus. Doch schon in den ersten zehn Minuten setzte sich Spanien etwas ab, Marchán traf in der neunten Minute zum 6:3. Kurz danach stellte Spanien auf eine extrem offensive 3:2:1-Formation um, die schon im Spiel gegen Deutschland der Schlüssel zum Erfolg gewesen war. Doch darauf waren die Norweger gut vorbereitet. Über Einläufer von den Außenpositionen verursachten sie bei den Spaniern Zuordnungsprobleme, Goran Sogard Johannessen erzielte den 6:6-Ausgleich (13.).
Nach einer Auszeit fingen sich die Iberer aber wieder und starteten einen Drei-Tore-Lauf. In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs hatte Norwegen dann in der Abwehr große Probleme. Die Mannschaft von Trainer Christian Berge agierte zu passiv, kam zu spät in die Zweikämpfe und hatte zu große Lücken im Abwehrverbund. So konnten die Spanier häufig per Durchbruch zum Erfolg kommen, außerdem lief Jorge Maqueda richtig heiß und erzielte einige Tore über Rückraumwürfe.
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Erschwerend kam für die Skandinavier hinzu, dass in der 20. Minute Rückraumstar Sander Sagosen bei einem Wurf in der Luft gestoßen wurde und ausgewechselt und behandelt werden musste. Bis zum Halbzeitpfiff setzte sich Spanien auf 21:15 ab.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs leistete sich Norwegen zwar erst zwei überhastete und erfolglose Distanzwürfe, doch dann riss Norwegens Rückraum-Mitte Christian O'Sullivan das Spiel an sich ran. Immer wieder zog er mit viel Tempo in die spanische Deckung und erzielte entweder selbst Tore oder bediente seine Mitspieler am Kreis. So konnten die Norweger bis zur 38. Minute auf 19:22 verkürzen.
Die Spanier erzielten in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff nur zwei Tore. Erst Mitte der zweiten Halbzeit fanden die Spanier dank ihrer Erfahrung zurück ins Spiel. Nun war es der Rückraum-Mitte der Spanier, der zur zentralen Figur der Partie wurde. Alex Dujshebaev war von den Norwegern kaum zu halten. Der 28-Jährige erzielte Tore aus der Distanz und aus der Nahwurfzone, er zog Zwei-Minuten-Zeitstrafen und brachte seine Mannschaft fast im Alleingang auf die Siegerstraße.
In der 48. Minute versuchte es Sagosen noch einmal, doch nach wenigen Momenten verließ er mit schmerzverzerrtem Gesicht das Feld. In der 52. Minute erzielte Johannessen noch den Treffer zum 23:26, doch die Norweger scheiterten insgesamt auch in der zweiten Halbzeit viel zu häufig am starken spanischen Torhüter Rodrigo Corrales, der nach der Partie zum Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde. Mit Dujshebaevs Tor zum 29:25 in der 56. Minute war die Partie entschieden, Norwegen war in den letzten zehn Minuten zu erschöpft, um das Spiel durch Energieleistung noch drehen zu können. So zog Spanien durch einen über weite Strecken souveränen 31:26-Viertelfinalsieg ins Semifinale ein.
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