"In diesem Moment war es aus irgendeinem Grund, den wir vielleicht auch gar nicht kennen, vielleicht zu viel für sie. Dann wird die Aktivierungslage zu hoch. Dann wird man zu nervös, zu ängstlich. Dann kann das tatsächlich zu Verletzungen führen", führte Sulprizio gegenüber dem "SID" aus.
Im Mai hatte Japans Tennis-Topstar Naomi Osaka Depressionen offenbart, zuvor schon Rekord-Olympiasieger Michael Phelps, nun stand Biles offen zu ihren mentalen Problemen. Für die Sportpsychologin ist das kein Zufall: "Man kann schon erkennen, dass vermehrt Spitzenathleten sich trauen. Früher wurde das vielleicht eher überdeckt von einer Verletzung oder Erkrankung, damit man eben nicht sagen musste: Ja, ich habe ein psychisches, ein mentales Problem. Das finde ich ist schon bedeutsam, dass es besser geworden ist, man so etwas jetzt auch sagen kann."

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Generell sieht Sulprizio Psychologen gerade im Spitzensport weiter unterrepräsentiert: "Grundsätzlich könnte im Leistungssport die Sportpsychologie noch einen höheren Stellenwert einnehmen. Die Physiotherapeut ist eine ganz normale Personalie beim Team, der Sportpsychologe ist es noch nicht."
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