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DM in Dresden: Karl Bebendorf gewinnt emotionalen Titel über 3000-m-Hindernis in Gedanken bei todkranker Mutter
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Update 03/08/2025 um 13:25 GMT+2 Uhr
Den deutschen Meistertitel widmet 3000-m-Hindernisläufer Karl Bebendorf seiner todkranken Mutter. "Sie liegt gerade in den letzten Tagen im Sterbebett mit Krebs. Ich hätte sie gern dabei gehabt", sagte der Lokalmatador nach seinem Triumph am Samstag der "Sportschau". Bei den Titelkämpfen in Dresden schlug Bebendorf den deutschen Rekordhalter Frederik Ruppert in 8:32,90 Minuten.
Karl Bebendorf wurde Deutscher Meister im Hindernislauf
Fotocredit: Imago
"Sie hat mich das ganze Leben begleitet. Das ist eine große Herzensangelegenheit, für sie hier in Dresden den Sieg zu holen."
Nach einer Party war Hindernis-Ass Karl Bebendorf nach seinem emotionalen Titel-Lauf überhaupt nicht zumute. "Meine Mutti verbringt gerade ihre letzten Tage und liegt im Sterben. Sie wäre gern noch mal mit hier gewesen, das war leider nicht möglich", sagte Bebendorf: "Deswegen ist der Titel auch für sie, ich werde auch morgen wieder bei ihr sein."
Bebendorf wollte diesen deutschen Meistertitel über 3000-m-Hindernis unbedingt. Er, der Lokalmatador aus Dresden, der EM-Dritte, der Dominator über diese Strecke in den vergangenen Jahren in Deutschland. Doch in diesem Jahr macht ihm der neue deutsche Rekordhalter Frederik Ruppert diesen Rang streitig. Aber in seinem "Wohnzimmer" war Bebendorf einfach nicht zu schlagen, zog auf den letzten Metern unwiderstehlich davon - angetrieben von den Gedanken an seine Mutter.
"Sie begleitet mich schon die ganze Saison und bereits die letzten Wochen war es hart, sie im Trainingslager in dieser Situation zurückzulassen", sagte Bebendorf, der zu Hause vor den eigenen Fans im ausverkauften Heinz-Steyer-Stadion in Topform an der Startlinie stehen wollte: "Ich musste hier gewinnen. Etwas anderes stand gar nicht zur Debatte."
Bebendorf will seine krebskranke Mutter stolz machen
Wie Ruppert hat Bebendorf in diesem Jahr noch einmal einen richtigen Schub bekommen, seine Bestzeit verbesserte der 29-Jährige um sechs Sekunden auf 8:08,21 Minuten, damit liegt er derzeit auf Rang elf in der Welt. Bebendorf will seine krebskranke Mutter stolz machen. "Sie könnte jeden Tag die Augen zumachen", sagte er: "Das ist für mich ein sehr, sehr emotionales Thema."
Bebendorf ist nicht einmal sicher, ob seine Mutter mitbekommen hat, wie er Ruppert düpiert hat und die Fans von den Sitzen riss. "Wegen dem ganzen Morphium, das sie bekommt. Ich kann nur noch ganz wenig mit ihr sprechen", sagte er.
Nun bleibt Bebendorf in diesem Jahr noch ein anderes ganz großes Ziel - das Finale bei der anstehenden WM in Tokio (13. bis 21. September). Dafür schindet er sich jeden Tag. Schon am Donnerstag soll es für ihn in das nächste Höhentrainingslager in St. Moritz gehen. "So blöd es klingt: Ich hoffe, meine Mutti verabschiedet sich die nächsten Tage", sagte Bebendorf, damit "ich wenigstens dabei war".
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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