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Leichtathletik-EM: Karl Bebendorf holt Bronze-Medaille über 3000 m Hindernis - nächstes Edelmetall für Deutschland
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Update 10/06/2024 um 23:38 GMT+2 Uhr
Einen Tag nach dem Silbercoup von Gesa Felicitas Krause hat Karl Bebendorf für eine weitere deutsche EM-Medaille im Hindernislauf gesorgt. Der Dresdner lief bei der Leichtathletik-EM in Rom in 8:14,41 Minuten überraschend zur Bronzemedaille vor seinem Teamkollegen Frederik Ruppert (Tübingen/8:15,08) - es ist die erste deutsche EM-Medaille für Hindernis-Männer seit 1998. Alexis Miellet holt Gold.
Karl Bebendorf (r.) holt Bronze über 3000 m Hindernis
Fotocredit: Getty Images
Karl Bebendorf strahlte über das ganze Gesicht, schrie nach seinem packenden Medaillen-Coup seine Freude heraus und ließ sich dann mit der Deutschland-Fahne um den Schultern feiern. Mit einem packenden Finish rannte Bebendorf über 3000 m Hindernis überraschend zu Bronze, nun soll auch dem deutschen Team bei der Leichtathletik-EM in Rom ein starker Endspurt gelingen.
Als Nächster könnte Zehnkampf-Titelverteidiger Niklas Kaul jubeln. Doch für die angepeilte nächste Medaille braucht der Europameister wieder seinen berühmten Punch in den letzten Disziplinen.
Bebendorf hat am Montagabend vorgemacht, wie es geht. Mit einem spektakulären Schlussspurt lief er aus dem Mittelfeld noch auf das Podium - und holte so das sechste Edelmetall für die DLV-Mannschaft in Italien.
"Siuuu", brüllte Bebendorf hinterher ins "ZDF"-Mikro in Anlehnung an den berühmtem Jubelschrei von Fußball-Star Cristiano Ronaldo: "Ich habe die ganze Zeit daran gedacht: Beine locker halten, Beine locker halten". Damit er am Ende noch zulegen kann: "Und genau dieser Punkt ist eingetreten. Das war auch der einzige Weg, das Rennen irgendwie zu gewinnen. Und das hat funktioniert." Und wie. Zudem knackte Bebendorf auch die Norm für die Olympischen Spiele in Paris, die in rund sechs Wochen beginnen.
Kaul kämpft um Titelverteidigung
Zehnkampf-Titelverteidiger Niklas Kaul benötigt für seinen Traum von einer weiteren EM-Medaille seinen berühmten Schlussspurt am zweiten Wettkampftag. Zur Halbzeit liegt der Mainzer bei den Titelkämpfen im Rom mit 4139 Punkten nur auf Platz 13, Kaul hat seine größten Stärken aber bekanntlich vor allem in den letzten beiden Disziplinen Speerwurf und 1500 m. In Führung nach fünf Disziplinen liegt der Norweger Sander Skotheim (4566).
Mit dem Podium werde es "ganz schön eng", sagte Kaul im "ZDF", schließlich seien neben Skotheim auch Johannes Erm (4541/Estland), der Franzose Makenson Gletty (4539) sowie mit Markus Rooth ein zweiter Norweger (4456) derzeit "so weit vorne, dass es mit einer Medaille schwierig wird. Aber es sind morgen noch fünf Disziplinen, wir müssen alle erstmal durchkommen und dann gucken wir weiter."
Kaul hatte mit 11,34 Sekunden über die 100 m, 7,44 m im Weitsprung und 15,10 m im Kugelstoßen einen starken Start hingelegt, nur 1,96 m im Hochsprung bedeuteten aber einen herben Rückschlag. Zum Abschluss legte der 26-Jährige 48,81 Sekunden über 400 m hin. Damit ist für Kaul noch ein Ergebnis von knapp 8700 Punkten möglich. Leo Neugebauer hatte in der Vorwoche bei den College-Meisterschaften in den USA seinen deutschen Rekord auf 8961 Punkte verbessert.
Manuel Eitel (4269/Ulm) geht als Sechster und damit bester DLV-Zehnkämpfer in den zweiten Tag. Felix Wolter (4259/Gräfelfing) ist zwischenzeitlicher Siebter, Tim Nowak (4087/Ulm) belegt Rang 15.
Mihambo, Lückenkemper und Heß hoffen auf Medaillen
Neben Kaul können noch andere für DLV-Sternstunden in Italien sorgen: Allen voran Weitsprung-Königin Malaika Mihambo und Speerwurf-Titelverteidiger Julian Weber, deren Finals am Mittwoch auf dem Plan stehen. Zudem könnte Gina Lückenkemper die Sprintstaffel erneut zu einer Medaille führen, vielleicht gelingt auch Dreispringer Max Heß ein Coup.
Einfach "alles geben" will etwa Weber, um erneut Gold zu holen und so noch einmal Selbstvertrauen auf dem Weg nach Paris zu sammeln. Und Mihambo hofft in Rom auf ihren ersten 7-Meter-Sprung in diesem Jahr.
"Ich bin früh sehr gut drauf", sagte die 30-Jährige der "ARD": "Ich hoffe, dass ich jetzt meine gute Form zeigen kann, weil mir das in dieser Saison noch nicht gelungen ist."
Zwei Tage bleiben dem deutschen Team noch, um die Bilanz aufzuhübschen.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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