Leichtathletik-WM 2023: Karsten Warholm krönt sich zum 400-m-Hürden-Weltmeister - Abuaku läuft auf Rang acht

Karsten Warholm hat sich bei der Leichtathletik-WM 2023 in Budapest in überlegener Manier zum Weltmeister über 400 Meter Hürden gekrönt. Der Norweger benötigte am Mittwochabend lediglich 46,89 Sekunden, um seinen dritten WM-Titel einzutüten. Kyron McMaster von den Britischen Jungferninseln (47,34) belegte den zweiten Platz, Bronze ging an den US-Amerikaner Rai Benjamin (47,56).

Nächste Machtdemonstration: Warholm fliegt zu Hürden-Gold

Quelle: Eurosport

Joshua Abuaku hat bei der großen Show des Weltrekordlers den achten Rang im WM-Finale über 400 m Hürden belegt. Der Frankfurter, der als erster Deutscher seit Harald Schmid vor 36 Jahren in einem Rennen um Gold stand, lief in Budapest in 48,53 Sekunden ein.
Für Karsten Warholm war es dagegen nicht nur die geglückte Rückkehr auf den Hürden-Thron, nachdem er bei der vergangenen WM in Eugene im Finale auch aufgrund von Verletzungsproblemen im Finale eingebrochen war, sondern auch der goldene Abschluss einer nervenaufreibende Woche in Budapest.
Nach dem Halbfinale am Montagabend musste der Norweger nämlich kurzzeitig um seinen Finalplatz fürchten. Auf einigen TV-Bildern sah es so aus, als hätte der 27-Jährige eine der Hürden seitlich überquert. Medienberichten zufolge soll der italienische Verband daraufhin Protest gegen Warholms Lauf eingelegt haben.
Allerdings war ein möglicher Regelverstoß des Olympiasiegers von Tokio anhand der Videobilder nicht zweifelsfrei aufzuklären, sodass sich das Schiedsgericht gegen eine Disqualifikation entschied.
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Regelverstoß? Mächtig Wirbel um Warholm wegen dieser Szene

Quelle: Eurosport

Warholm: "Zum Schluss konnte ich nochmal einen kleinen Turbo zünden"

Am Mittwoch war der Vorfall aber größtenteils wieder vergessen, stattdessen dachte Warholm nach dem dritten WM-Gold auf dieser Strecke vor allem an die Strapazen im vergangenen Jahr. "Es bedeutet mir ganz viel. Es ist immer besonders. Aber im vergangenen Jahr habe ich mich nicht gut gefühlt mit den vielen Verletzungen. Es war ein hartes Jahr und es ist schön, wieder vorne zu sein", sagte der Norweger bei Eurosport.
Zu seinem Lauf sagte er: "In diesem Jahr und in diesem Rennen war ich in der Lage meine Ruhe und meinen Rhythmus zu behalten. Ich weiß, dass ich die ersten fünf Hürden schneller laufen kann als die anderen und wenn sie so wie heute vor mir sind, weiß ich, dass sie am Ende eingehen werden. Und dann konnte ich zum Schluss nochmal einen kleinen Turbo zünden."
Zugleich bescherte Warholm dem norwegischen Team die dritte Medaille an diesem Abend. Zuvor hatten bereits Jakob Ingebrigtsen und Narve Gilje Nordås über die 1500 Meter Silber und Bronze geholt.

Leichtathletik-WM: Abuaku peilt Schmids Bestmarke an

Von den Zeiten und den Erfolgen Warholms ist Joshua Abuaku noch ein gutes Stück entfernt. Dennoch konnte der EM-Fünfte von München mit seiner WM zufrieden sein. Im Vorlauf hatte Abuaku in 48,32 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Langfristig will er Schmids nationale Bestmarke aus dem Jahr 1982 (47,48 Sekunden) ins Visier nehmen. Die Zeit war bis 1995 Europarekord.
Die deutschen Sprinter über die 400 m Hürden machten insgesamt einen guten Eindruck in Ungarn: So war auch Emil Agyekum ins WM-Halbfinale vorgestoßen, dort aber trotz einer persönlichen Bestzeit von 48,71 Sekunden ausgeschieden. Constantin Preis kam mit Rückenproblemen nicht über den Vorlauf hinaus.
Als bisher letzter Deutscher hatte Schmid 1987 in Rom über 400 m Hürden in einem WM-Finale gestanden. Der ehemalige Europarekordler holte damals Bronze.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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