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Moto3: Philipp Öttl will am Sachsenring zurück in die Erfolgsspur
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Publiziert 10/07/2018 um 12:44 GMT+2 Uhr
Seit seinem ersten Triumph in der WM lief bei Philipp Öttl nicht mehr viel zusammen. Nach enttäuschenden Platzierungen in Frankreich, Italien und Barcelona war auch in Assen nicht mehr als Platz 18 für den Deutschen zu holen. Beim Heimrennen auf dem Sachsenring will der Motorrad-Pilot am Wochenende zurückschlagen. Nicht zuletzt auch um sich für die kommende Moto2-Saison zu empfehlen.
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Mit etwas Abstand muss es sich Philipp Öttl eingestehen. Der größte Tag seiner Karriere hat ihn irgendwie vom Weg abgebracht.
Lange Durststrecke für Öttl
Gut zwei Monate ist es her, dass Öttl im spanischen Jerez ganz oben auf dem Treppchen stand. Im 91. Rennstart schaffte es der Moto3-Fahrer aus Ainring, sich zu belohnen. "Das ist der schönste Tag in meinem Leben", sagte Vater Peter damals, sein Teamchef. Beide hätten wohl nicht gedacht, dass eine neue Durststrecke bevorstehen würde.
Philipp Öttl wusste, dass der Erfolg auch Gefahren birgt. Doch er musste eben auch erstmals mit einer solchen Situation umgehen. "Ich habe mir gedacht, naja, jetzt hast du einmal gewonnen und machst sicher nicht den Fehler, dass du es ein bisschen schleifen lässt und dadurch die Ergebnisse schlechter werden", sagt der Oberbayer im SID-Gespräch. Er wollte sich "extrem anstrengen", es ging nach hinten los.
Vor Heimspiel: Top 10 anvisiert
15. in Le Mans, 19. in Mugello, 16. in Barcelona, 18. in Assen. Öttl fährt den eigenen Ansprüchen seit einiger Zeit weit hinterher. Er backt zwar mittlerweile etwas kleinere Brötchen, es ist aber nicht das Ziel, im letzten Lauf vor der Sommerpause nur in die Punkte zu fahren. "Top 10 wäre schon mal wieder ganz gut", sagt Öttl, betont jedoch:
Im Vorjahr war Öttl beim Deutschland-GP Fünfter geworden. Ein solches Resultat sei immer möglich, sagt der einzige deutsche Fixstarter in der kleinsten Klasse. "In den letzten Rennen haben wir uns extrem schwer getan. Aber ich denke, es spricht nix dagegen, dass wir am Wochenende wieder eine bessere Platzierung erreichen können."
"Hat bereits Gespräche gegeben"
Es arbeitet in Öttl. Er hadert ein wenig, ärgert sich über sich selbst. Verkrampft sei er nicht, auch wenn das Problem "schon in die Richtung gehen" könne. "Ich bin realistisch. Ich weiß, dass es im Motorradsport zu 80 Prozent am Sportler liegt. Jeder ist für die 40 Minuten fit, jeder hat das gleiche Motorrad. Der Kopf spielt immer eine Rolle, aber nur am Kopf kann es nicht liegen."
Der KTM-Pilot will an vielen Details arbeiten, die derzeit nicht stimmen:
An seinen Plänen, zur kommenden Saison in die Moto2 aufzusteigen, habe sich nichts geändert. "Es hat Gespräche gegeben", sagt Öttl. Spruchreif ist aber noch nichts. In den kommenden Wochen und Monaten, eventuell nach der Sommerpause rund um das Rennen in Brünn, könnte sich etwas entscheiden. "Man muss schauen, wie sich das entwickelt", sagt Öttl vorsichtig. Ein gutes Ergebnis würde sicher helfen.
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