"Der ADAC wird sein Engagement intensivieren und den Grand Prix 2019 gemeinsam mit dem ADAC Sachsen veranstalten", heißt es in der Mitteilung. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk nannte die Sicherung der Kultveranstaltung "eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns daher, dass der Grand Prix nun in einer Partnerschaft mit dem ADAC Sachsen auch im kommenden Jahr auf dem Sachsenring stattfindet und wir gemeinsam eine neue Ära einläuten können."
Die Lösung hatte sich angekündigt. Am Dienstag veröffentlichte der Motorrad-Weltverband FIM seinen provisorischen WM-Kalender, der Sachsenring war darin berücksichtigt - und zwar ohne Sternchen. Das wird dann gesetzt, wenn es offene Probleme gibt.

Seit 1998 auf dem Sachsenring

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Jetzt steht fest: Vom 5. bis 7. Juli 2019 donnern in Sachsen wieder die Motoren. Fast 90.000 Besucher allein am Renntag und 193.355 insgesamt waren in diesem Jahr zur Strecke gekommen. Der Sachsenring ist seit 1998 ununterbrochen Schauplatz des Grand Prix, nicht zum ersten Mal gab es in diesem Sommer wegen der finanziellen Rahmenbedingungen Schwierigkeiten.
Ab 2012 hatte die Sachsenring Rennstrecken Management GmbH (SRM) den WM-Lauf als Nachfolger des ADAC Sachsen veranstaltet, den Vertrag mit dem WM-Vermarkter Dorna (bis 2021) schloss aber der ADAC. Und dieser ist nicht an eine Strecke gebunden.

Marquez ist seit 2010 auf dem Sachsenring ungeschlagen

Fotocredit: SID

Nach Ungereimtheiten hatte der ADAC dann im Mai seinen Vertrag mit der SRM gekündigt und Anfang Juli mitgeteilt, dass die Rennen 2019 nicht mehr auf dem Kurs stattfinden würden. Lange war die Zukunft in der Schwebe, jetzt geht es doch weiter - offenbar ohne die SRM. Deren Geschäftsführerin Nadin Pohlers erfuhr im Urlaub aus den Medien von der Einigung.

Heftige Proteste gegen das Aus

"Der Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring hat sich während unserer mittlerweile mehr als 20-jährigen verlässlichen Partnerschaft mit dem ADAC zu einem der wichtigsten Bestandteile des MotoGP-Kalenders entwickelt. Nach den Entwicklungen der vergangenen Monate begrüßen wir sehr, mit der MotoGP auch zukünftig auf dem Sachsenring zu starten", sagt Carmelo Ezpeleta, Geschäftsführer der Dorna.
Klaus Klötzner, Vorsitzender des ADAC Sachsen, freut die Einigung. "Als ADAC Sachsen ist es selbstverständlich, dass wir uns bei einem der größten deutschen Motorsportevents engagieren. Gemeinsam mit der ADAC Zentrale in München haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Zukunft des deutschen MotoGP-Laufs auf dem Sachsenring zu sichern", sagte Klötzner: "Wir werden uns bemühen, die bisher Beteiligten auch zukünftig mit einzubinden."
Gegen das drohende Aus und einen möglichen Umzug an den Nürburgring hatten die Fans im Juli am Rennwochenende heftig protestiert. "Der Sachsenring muss bleiben" oder "Nürburgring nicht unser Ding" stand auf Plakaten, "in der Eifel fahrt ihr ohne uns" brüllten die Besucher auf den Tribünen. Das Zittern hat ein Ende, der Abschied ist vom Tisch.

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