Hinter den beiden Pramac-Ducati-Fahrern kam Yamaha-Pilot Maverick Viñales trennten auf Startplatz drei - nur vier Tausendstel hinter Zarco: "Die Bedingungen waren wirklich schwierig", sprach Viñales den Wind und Sand auf der Strecke an: "Es war schwierig, das Motorrad zu kontrollieren. Dennoch gelang uns eine gute Rundenzeit. Mit dem ersten Reifen war es sehr rutschig. Mit dem zweiten Reifen war es aber gut. Ich attackierte. Die erste Startreihe war das Ziel."
Polesetter Martín überraschte sich selbst. Von Reihe eins, geschweige denn der Pole, hatte Martín vor dem Qualifying noch nicht mal zu träumen gewagt. "Es ist schwierig, meine Gefühle zu beschreiben", gestand der Polesetter: "Ich rechnete nicht mit der Pole, sondern mit den Top 4 oder Top 5. Es ist unglaublich. Ich möchte meiner Familie danken und meinem kompletten Team. Wenn wir im Rennen um ein Top-6-Ergebnis kämpfen können, dann wäre das großartig. Dann wäre ich sehr glücklich."
Zarco hingegen hofft, seinen Podestplatz der Vorwoche wiederholen zu können. "Ich kam (nach dem ersten Run; Anm. d. R.) ein bisschen spät in die Boxengasse. Deshalb konnte ich beim finalen Versuch nur eine fliegende Runde fahren. Doch ich hatte genug Selbstvertrauen. Diese eine Runde war gut", erklärte der Franzose.Von der Leistung seines Teamkollegen sei er "ziemlich überrascht", räumte Zarco ein, sieht den Doppelerfolg aber als Vorteil: "Ich freue mich für ihn. Es ist fantastisch für das Team, hier Erster und Zweiter zu sein. Das ist gut für das morgige Rennen."
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Mir schon mit Problemen in Q1

Für MotoGP-Champion Joan Mir ging es schon in Q1 um alles. Wie in der vergangenen Woche hatte der Spanier den direkten Q2-Einzug verpasst und musste deshalb mit elf weiteren Fahrern um die letzten zwei verfügbaren Plätze in Q2 kämpfen. Einfach machte es ihm die Konkurrenz nicht.
Nach dem ersten Run zusammen mit Brad Binder noch auf Q2-Kurs, geriet Mirs Sessionbestzeit in der Schlussrunde unter Druck. Mehrere Fahrer schrieben absolute Sektorenbestzeiten, doch auch Mir konnte sich seinerseits steigern und verteidigte den Spitzenplatz.
Mit der einzigen Q1-Zeit unter 1:54 Minuten schaffte es der Suzuki-Pilot eine Runde weiter. Als zweiter Fahrer schaffte Miguel Oliveira den nachträglichen Einzug in Q2.

Jorge Martín fuhr sensationell auf die Pole

Fotocredit: Getty Images

Martín mit erster Pole im zweiten Rennen

Der Nachteil für Mir: Er musste den zweiten Quali-Abschnitt auf gebrauchten Reifen starten, um sich einen frischen Satz Soft-Reifen für die Schlussattacke aufzusparen. Oliveira wartete aus diesem Grund an der Box und ging mit Verspätung auf Zeitenjagd.
Nach dem ersten Run führten andere das Klassement an: Martín legte überraschend vor, Fabio Quartararo (Yamaha) und Aleix Espargaró (Aprilia) reihten sich dahinter ein. Doch im zweiten Versuch griffen alle mit frischem Gummi noch einmal an. Der Erste, der Martíns vorläufige Bestzeit unterbot, war Auftaktsieger Viñales. Auch Zarco zog nach und schob sich sowohl an Martín als auch Viñales vorbei.
Doch der Rookie ließ nicht locker und holte sich die Spitze auf der Schlussrunde zurück, um in seinem erst zweiten MotoGP-Qualifying sensationell auf Pole zu fahren.

Ducati und Yamaha dominieren

Damit endete das Qualifying mit einer Doppelführung für Pramac-Ducati. Viñales musste sich diesmal geschlagen geben, hat mit dem dritten Startplatz aber eine gute Ausgangsposition. Schließlich gewann er von eben diesem in der Vorwoche das Rennen.
Allerdings sitzt ihm mit Jack Miller auf Platz vier eine weitere Ducati im Nacken. Der Australier teilt sich die zweite Reihe mit Quartararo und Francesco Bagnaia. Damit stehen in den ersten beiden Startreihen ausschließlich Ducati- und Yamaha-Piloten.
Aprilia-Speerspitze Aleix Espargaró führt als Siebter die dritte Reihe an, die das Suzuki-Duo Alex Rins und Mir komplettieren. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) beendete das Qualifying auf Platz zehn, gefolgt von Stefan Bradl (Honda), der im vierten Freien Training einen Sturz wegstecken musste, und Oliveira.

Rossi auf dem vorletzten Platz

MotoGP-Rookie Luca Marini, der als Drittplatzierter in Q1 nur knapp am Weiterkommen scheiterte, wird sein zweites Rennen in der Königsklasse von Platz 13 starten. Mit ihm in Reihe fünf stehen die Hondas von Alex Márquez und Pol Espargaró.
Auf Startplatz 16 folgt mit Takaaki Nakagami ein weiterer Honda-Pilot. Danilo Petrucci (Tech-3-KTM) kam nach einem vielsprechenden Start in die erste Quali-Session am Ende nicht über Platz 17 hinaus. Auch sein KTM-Markenkollege Brad Binder konnte das Schlusstempo in Q1 nicht mitgehen und blieb auf Rang 18 hängen.
Noch schlechter lief das Qualifying für Valentino Rossi, der seit Freitag mit Problemen zu kämpfen hat. In Q1 fehlte dem Yamaha-Routinier fast eine Sekunde auf die Sessionbestzeit von Mir. Damit reiht er sich in der Startaufstellung noch hinter Enea Bastianini (Avintia-Ducati) und Iker Lecuona (Tech-3-KTM) auf Platz 21 ein.
Langsamer als Rossi war nur Lorenzo Savadori, der mit seiner Aprilia RS-GP erneut nicht über den letzten Platz hinauskam und in der Startaufstellung das Schlusslicht bilden wird.
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(Motorsport-Total.com)
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