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Nordische Ski-WM - Nathalie Armbruster in Planica mehr als nur Medaillenhoffnung: Olympia-Debüt bleibt höchstes Ziel
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Publiziert 23/02/2023 um 15:40 GMT+1 Uhr
Mit nur 17 Jahren feiert Nathalie Armbruster ihre WM-Premiere im slowenischen Planica. Dabei ist die Nordische Kombiniererin mehr als nur Medaillen-Hoffnungsträgerin bei der anstehenden Weltmeisterschaft. Die Nachwuchs-Athletin kämpf um den Fortbestand ihrer Disziplin als Leistungssport sowie das Olympia-Debüt ihrer Disziplin. Trotz der Erwartungshaltung nahm sich die 17-Jährige selbst den Druck.
Die große Hoffnung: Nathalie Armbruster
Fotocredit: Imago
Das Internationale Olympische Komitee hatte die Aufnahme der Frauen-Kombi ins Olympia-Programm abgelehnt. Eine Entscheidung, die für die Disziplin bedrohend ist.
Für Armbruster ein großer Schock: "Für mich ist erstmal eine Welt zusammengebrochen", erzählt die 17-Jährige dem "WDR". "Ich habe geweint und es ist sportlich gesehen einfach nicht nachvollziehbar." Den Kampf für diesen "Kindheitstraum" will die Nachwuchs-Athletin aber nicht aufgeben: "Ich versuche, mit allen Mitteln dafür zu kämpfen, dass wir 2030 dabei sind."
Hohe Erwartungen an Armbruster, die im Dezember mit nur 16 Jahren beim Saisonauftakt der Nordischen Kombiniererinnen Lillehammer den dritten Rang bejubelte. Doch der Youngster weiß sich den Druck selbst zu nehmen:
"Ich hoffe einfach, dass ich meine Leistung, die ich konstant über die Saison zeigen konnte, dann auch in Planica zeigen kann". Am Freitag kann Armbruster als erste deutsche Kombiniererin eine WM-Medaille holen.
Armbruster: Zwischen Leistungssport und Schule
Während die 17-Jährige in Planica als große Medaillenhoffnung an den Start geht, steht für die Teenagerin auch noch die Schulbank auf dem Programm. Eine Doppelbelastung, die nicht einfach ist:
"Bisher funktioniert's tatsächlich richtig gut, aber manchmal gibt’s auch Momente, da weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll, einfach weil es unglaublich viel ist", erklärte Armbruster.
Nebenbei soll die Athletin Sport-Geschichte schreiben. In neun Saisonrennen stand Armbruster siebenmal auf dem Podest, Rang vier war ihr schlechtestes Ergebnis. "Nathalie ist ein riesiger Glücksfall für das ganze Team", sagte Bundestrainer Florian Aichinger vor der ersten WM-Entscheidung am Freitag.
Gleichzeitig ist der 40-Jährige bemüht, die Erwartungen an die Nachwuchs-Hoffnung zu dämpfen: "Wir werden sicher nicht von einer 17-Jährigen erwarten, für uns die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Sie soll lernen. Sie ist ein Versprechen für die Zukunft, wir dürfen sie nicht verheizen", so Aichinger.
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Quelle: Eurosport
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