Nordische Ski-WM: Kombinierer Jörgen Grabaak nachträglich disqualifiziert - Deutschland nutzt unverhoffte Gold-Chance
VonNiklas Bien
Update 07/03/2025 um 17:09 GMT+1 Uhr
Die deutschen Kombinierer hatten sich im Team-Wettbewerb der Nordischen Ski-WM nach dem Springen eigentlich auf dem dritten Platz eingereiht - aus dem Nichts war jedoch Gold greifbar und die DSV-Asse schlugen zu. Der Norweger Jörgen Graabak wurde wegen einer unerlaubten Bindung disqualifiziert, die führenden Top-Favoriten stürzten dadurch ab und mussten sich am Ende mit Bronze begnügen.
"Bindung manipuliert": FIS-Direktor Ottesen erklärt Causa Graabak
Quelle: Eurosport
Das DSV-Quartett aus Johannes Rydzek, Wendelin Thannheimer, Vinzenz Geiger und Julian Schmid rutschte durch die nachträgliche Qualifikation auf den zweiten Platz vor, nur zwei Sekunden hinter den bis dato führenden Österreichern und holte am Ende die Goldmedaille.
Ursache für die Disqualifikation des Routiniers war nach Informationen des "NRK" eine nicht regelkonforme Bindung.
"Die Disqualifikation ist sehr bedauerlich, aber unsere Kontrolleure machen ihren Job. Wenn die Ausrüstung nicht den Regeln entspricht, ist das leider so", erklärte der FIS-Renndirektor Lasse Ottesen, der im Übrigen aus Norwegen kommt.
"Ich finde es furchtbar traurig für den Kombinationssport, insbesondere, dass wir uns mit Millimetermessungen bei etwas befassen, das es schon immer gab", betonte Norwegens Sportdirektor Ivar Stuan.
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Quelle: Eurosport
Norwegens Protest abgelehnt
Die norwegische Delegation legte nach der Entscheidung umgehend Protest ein, indes ohne Erfolg - der Protest wurde vor dem zweiten Teil der nordischen Kombination abgelehnt.
Norwegen startete mit der Hypothek von 1:42 Minuten Rückstand auf die führenden Österreicher in die Loipe und musste sich letztlich mit Bronze begnügen.
"Das ist schade, weil diese Dinge außen vor sein sollten. Aber wir müssen uns jetzt auf uns konzentrieren", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.
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