Olympische Winterspiele: Bundestrainer Eric Frenzel zum Olympia-Aus der Nordischen Kombination: "Es tut enorm weh"
Das IOC hat die Nordische Kombination aus dem Olympia-Programm gestrichen. Bei den kommenden Winterspielen 2030 in den französischen Alpen wird die traditionsreiche Sportart erstmals in der Olympia-Geschichte fehlen. Eric Frenzel, Olympiasieger von Sotschi (2014) und Pyeongchang (2018), spricht in einer Audiomitteilung an Eurosport von einer "herben Enttäuschung", die "enorm wehtut".
DSV-Boss Schlütter zum Olympia-Aus der NoKo: "Konsequenzen zu erwarten"
Quelle: Eurosport
"Wir sind aktuell auf einem Lehrgang - von den Junioren bis zu den Männern (im slowenischen Kranj, d. Red.). Es tut sehr weh, wenn man die Enttäuschung in den Augen der jungen Athleten sieht ", sagt Frenzel.
Der zweimalige Olympiasieger im Einzel schiebt nach: "Mir fällt es schwer, Worte dafür zu finden. Das war eine herbe Enttäuschung. Dass wir nicht mehr zur olympischen Geschichte gehören werden, tut enorm weh."
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte nach einer Sitzung seiner Exekutive am Dienstag in Lausanne bekannt gegeben, dass die traditionsreiche Sportart, die seit den ersten Winterspielen 1927 in Chamonix dabei war, fortan nicht mehr zum olympischen Programm zählen wird.
Als Gründe wurden unter anderem eine zu geringe Zahl an konkurrenzfähigen Nationen sowie eine vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite aufgeführt.
Frenzel: "Werden für unsere Sportart kämpfen"
"Angeblich liegt es an zu wenig teilnehmenden Nationen und zu wenig Medienpräsenz. Das sind die Kriterien", sagt Frenzel und ergänzt: "Ich hoffe inständig, dass das IOC die Größe hat, den Verbänden in einem fairen Prozess die diesbezüglichen Zahlen vorzulegen."
Aufstecken möchte der einstige Weltklasse-Kombinierer, der mittlerweile als Bundestrainer tätig ist, allerdings nicht. "Wir werden den Kopf nach einer gewissen Zeit aus dem Sand herausnehmen und nach vorne blicken - und für unsere Sportart kämpfen."
Kurz nach der Verkündung des NoKo-Aus hatte sich auch der Deutsche Skiverband (DSV) ernüchtert gezeigt. "Die Entscheidung ist aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar", erklärte Andreas Schlütter, Vorstand Sport beim DSV. Immerhin sei die Nordische Kombination "eine unserer Kerndisziplinen", die den nordischen Skisport "über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt" habe.
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Quelle: Eurosport
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