Olympia 2024: Keine Gratistickets für Familie und Freunde in Paris - viele Sportler ärgern sich über hohe Ticketpreise

Für viele Athleten ist Olympia der Höhepunkt ihrer Karriere und natürlich wollen die Sportler auch ihre Freunde und Familie beim Wettkampf als Unterstützung dabei haben. Aber wer zahlt das Ticket, wenn Mama ihr Kind live vor Ort anfeuern will? Dann wird es schnell teuer: Gesa Krause zahlte 90 Euro für ihr Baby, Emma Hinzes Freund und Trainer, Maximilian Levy, musste insgesamt 1800 Euro hinlegen.

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Quelle: Eurosport

"Ich habe Tickets für fünf Tage für 1800 Euro gekauft. Und dann sitze ich nicht mal auf der Geraden, sondern nach dem Zielstrich in der Kurve. Die Preise sind echt gepfeffert", machte Maximilian Levy seinem Ärger über die astronomischen Preise bei Olympia in Paris gegenüber der "Bild" Luft.
Der 37-Jährige ist Junioren-Bundestrainer und betreut nebenher auch seine Freundin, die Bahnradfahrerin Emma Hinze. Diese gewann bereits Bronze im Teamsprint. Um sich das Spektakel anzusehen, musste Levy tief in die Tasche greifen.
Da bei Olympia der Bundestrainer Jan van Eijden für die deutsche Mannschaft zuständig ist und auch nicht jeder Trainer in den Innenraum kann, musste Levy auf der Tribüne Platz nehmen.
DOSB-Sprecherin Eva Werthmann erklärte der "Bild": "Wir haben leider auch nur die Möglichkeit, Karten zu kaufen und die dann an die Sportverbände weiterzuveräußern." In diesem Fall an den Bund Deutscher Radfahrer.
Wie die "Bild" berichtete, kaufte dieser allerdings beim Weltverband UCI und auf dem freien Markt, und nicht beim DOSB. Davon bekam dann jeder Sportler für seinen Wettkampf zwei Kaufkarten. Für Levy blieb da nichts übrig.

Noch kurioser: Gesa Krauses Baby-Ticket

Bei Gesa Felicitas Krause lief es noch kurioser: Mit ihrer 16-monatigen Tochter wollte sie am Sonntagvormittag ins Leichtathletikstadion und stellte erstaunt fest, dass auch ihre Lola ein Ticket benötigte. "Ich wusste gar nicht, dass man für Kleinkinder Tickets braucht. Wir haben dann noch eins für 90 Euro bekommen", erklärte die 3000-m-Hindernis-Läuferin.
Auch die Schweizer Beachvolleyballspielerin, Esmée Böbner, die für ihre Lässigkeit vor den Spielen bekannt ist, bekam die Ticketpreise zu spüren und echauffierte sich auf Instagram: "Das Verrückte bei Olympia (und das nach dem 4. Spiel): Nicht mal meine Familie bekommt Gratistickets." Sie moniert, dass dem Duo zwei Eintritskarten zur Verfügung stehen - für je 175 Euro.
Anfeuern kann bei Olympia also selbst für die Familien ganz schön teuer sein.

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