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Olympia 2022: Mailand und Cortina d'Ampezzo freuen sich auf 2026 - Nachhaltig, traditionell und besser?
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Publiziert 20/02/2022 um 14:41 GMT+1 Uhr
2026 kehrt Winter-Olympia nach Europa zurück. Nachhaltiger sollen die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden, die nach Jahren in traditionsarmen Regionen wieder zurück im Alpenraum sind. Allerdings ist in Norditalien nicht alles Gold, was glänzt: Zum einen sind große Distanzen zwischen den Wettkampfstätten zu überwinden, zum anderen hängt der Zeitplans schon jetzt hinterher.
Italien ist bereit: Peking übergibt an Mailand und Cortina
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Mailand und Cortina d'Ampezzo sind bereit für den olympischen Pas de Deux 2026: Die Bürgermeister der beiden gastgebenden Städte, Gianpietro Ghedina und Giuseppe Sala, nahmen im Rahmen der Schlussfeier in Peking die olympische Flagge aus den Händen von IOC-Präsident Thomas Bach entgegen.
Zwei verschiedene Pole sollen in vier Jahren für Harmonie und Miteinander stehen: Stadt und Berge, Mensch und Natur, Zukunft und Nachhaltigkeit.
Weniger Gigantismus und mehr Nachhaltigkeit hatten die Organisatoren von Mailand und Cortina 2026 schon vorher versprochen. Die Rückkehr nach Europa soll auch eine Abkehr vom "Neuer, Größer, Teurer" der vergangenen Jahrzehnte sein.
"Wir zeigen einen neuen Weg auf", sagte OK-Chef Giovanni Malago, "wir stoppen die Dynamik, die zu immer größeren Investitionen geführt hat." Nach drei höchst umstrittenen Veranstaltungen in Sotschi, Pyeongchang und jetzt in Peking ist in vier Jahren wieder eine klassische Wintersportregion der Ausrichter.
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Olympia kehrt zurück in traditionsreiche Region, aber Distanz sorgen für Bedenken
Wettkampfstätten, an denen schon 1956 in Cortina d'Ampezzo um Olympia-Medaillen gekämpft wurde, sollen wieder genutzt werden, traditionsreiche Austragungsorte wie Bormio, Antholz und Val di Fiemme zur olympischen Bühne werden. "93 Prozent der Wettkampfstätten sind bereits gebaut", betonte Cortinas Bürgermeister Ghedina, "aber wir müssen die Infrastruktur modernisieren."
Der deutsche Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig freut sich, dass "die Olympischen Spiele jetzt vor einer Zäsur stehen und in den Alpenraum zurückkehren. Wir wünschen uns, dass sie dann ohne pandemische Einschränkungen wieder die Spiele sind, die wir lieben."
Die Kehrseite: Bei den ersten Winterspielen in Europa seit Turin 2006 sind riesige Distanzen zu überbrücken - 400 Kilometer von Mailand nach Cortina, 300 von Cortina nach Bormio, wo getrennt die alpinen Rennen der Frauen und Männer ausgetragen werden.
Die olympische Region in Norditalien umfasst 22.000 Quadratkilometer.
Zeitplan hängt hinterher
"Die größte Herausforderung wird die Logistik", sagte Malago. Der Verkehr zwischen den einzelnen Standorten soll durch insgesamt vier Olympische Dörfer reduziert werden. Das Modell, an alte Sportstätten zurückzukehren, garantiere "ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit".
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Allerdings musste der OK-Chef Verzögerungen zugeben. So müssten gerade in den Bereichen "Infrastruktur, Wettkampfstätten und Logistik die Aktivitäten beschleunigt und die Bürokratie überwunden" werden.
Man liege hinter dem Zeitplan.
Mailand, Verona und Cortina als zentrale Standorte
Das Budget für Olympia 2026 liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro. Die italienische Regierung hat angekündigt, eine Milliarde Euro zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in den norditalienischen Regionen Lombardei, Venetien und Trentino Südtirol zur Verfügung zu stellen.
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Fragwürdige Winterspiele: Die Kritik bleibt
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Die Eröffnungsfeier soll im Fußballtempel Giuseppe Meazza in Mailand stattfinden, die Schlusszeremonie im römischen Amphitheater von Verona. Die Mode- und Wirtschaftsmetropole Mailand ist für Eishockey, Eiskunstlauf und Shorttrack vorgesehen.
In Cortina wird im Ski alpin der Frauen, Bob, Rodeln, Skeleton, Curling und Biathlon (Antholz) um Medaillen gekämpft. Im Veltlin werden die alpinen Rennen der Männer, Freestyle-Ski und Snowboard ausgetragen. Die Loipen für Ski nordisch und die Schanze für das Skispringen, aber auch die Eisschnelllaufhalle sind in Val di Fiemme.
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(SID)
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